Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 8 - August
- Date
- 1927-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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gründet^ die'-erste Loge in Kairo, die Maimonides-Loge im Jahre 1887. Dem Wirken 'des verstorbenen Bruders, unseres Deutschen Distrikts, Siegmund Bergei, sind fm Jahre 1911 eine ganze Reihe von Logengründungen iund auch, die der Großloge des Orients zu verdanken. : l.m Jahn 1924 wurde Palästina zum selbständigen Distrikt erheben, Die Einigung der widerstreitenlden Element^-des Judentums auf dem Boden des Ordens hat ausgezeichnete Erfolge gehabt Sie zeigt sich in den glänzenden humanitären Leistungen, die in und nach dem Kriege den ,11. Distrikt ausgezeichnet haben. ■ »Portugiesisches.im Orient — Menschen und Dinge« ist das Thema eines Vortrages, den M. Abraham Galante, Professor der Universität Stamboul,' gehalten hat. Er schildert in kurzen Zügen die günstigen Verhältnisse der Juden in Portugal bis nahe an die Zeit ihrer Vertreibung, welch letztere durch spanischen Einfluß ' im Jahre 1496' erfolgte. Die Heirat des Königs Emanuel mit der Spanierin Isabella von Kastilien besiegelte idas tragische Schicksal der Juden. ' Die Ueberwanderung in den Orient ist bedeutend.Eide große Anzahl jüdischer Familien und ihre beträchtlichen geistigen Leistungen lassen sich durch Jahrhunderte hindurch bis auf die Neuzeit verfolgen. A'. G d t. * * B’nai B’rith, Mitteilungen fßr Oesterreich. Heft 6. Juni 1927. Jahrgang XXVII. .Das Juni-Heft enthält eine eingehende Betrachtung von Br. Dr. David Feuchtwang über Werfels Paulus unter den Juden«, sodann die Wiedergabe eines Radiovortrages des Ordenspräsidenten Alfred M. Cohen, der York in'sehr prägnanter Weise sich Über Wesen, n und Ziele des Ordens Bne Briss ausgesprochen . Prof. Dr S. Kraus widmet dem neu erschienenen »Die Juden in Prag«,' der Festgabe der Loge , anerkennende Worte. Br. Dr. Victor Kurrein bespricht eine Festschrift »Die Judpn in Linz«.. Das Heft enthält auch einen Bericht. übgdie Tagung der t;ci.echoslowakischen Großloge. in Ne ' Perke B’^ai B’rith, Monatsblätter der Großloge für den Ischecjhoslowakischen Staat. Jahrgang VI. Nr. 6, J ini 1927. Prtif. Dr! J. Hirsch gibt Kenntnis von einem Order! E ene Mosche (Zioi\sfreunde, Pioniere des Kolonisierungs. v erkes),' der Achad Haam zum Begründer hat. .Der S:höpfer des Kultur-Zionismus suchte in diesem Qraetr ii Rußland und Palästina seine Gedanken iu beleben. S :ine Sthöpfung war jedoch nur von kurzer Dauer. Der Crden hielt sich vom Jahre 1889 bis zum Jahre .1896. — Br. Fri^dricITThieberger sucht in einer Abhandlung übe'r d is ^Formulierte Judentum«' Begriffsbestimmungen des allgemein Jüdischen festzustellen. Er führt uns d ibei die Formulierung vor Augen, die Denker im Judentum aus ihrer Auffassung geschöpft haben.. Br. Dr. Emil Latzer schließt sich mit einem Ueberblick »Die Ji den in der Geschichte der Medizin« an.' < «■ ■ v A. Odt -— Büchersc hau Jüdische Jugendbücherei, unter Mitwirkung der Jugendschriftenkommission der Großloge für Deutschland VIII U. O. B. B. Erste Reihe, herausgegeben \jon Dr. Arthur Galliner, 1,2. Bändchen. »M^x Liebe rm an n, der Künstler und der Führet«, von Dr. Arthur Galliner, mit 53*, Abbildungen, kart. M. 2,50, eleg. Leinwandband M. 3,50. — 3--Bändchen. »Im Kampf um die Menschenrechte«, eingeleitet und bearbeitet von Dr. H. Freudenbergejr, mit 4 Abbildungen, kart. M. l,-,"eleg. Leinwandbahd M. 2,—> — Zweite Reihe, herausgegeben von Dr. E r i p h Kl-ibansky. 1. Bändchen. »David Reubeni in Portugal« von Max Brod, kart. M. 1,—, eleg.Lejn-, wandband M. 2,—. Weitere Bände sind in Vorbereitung. Verlag: J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M., Schillerstraße 19. i .. . . Ernst Homeffer: Demokratie u n d Selbstverwaltung. Ein Entwurf zum deutschen Staate.«* ..G. D. Baedeker Verlag, Essen 1927. Broschiert 3 M.; Der . bekannte’ Gießener Professor Dr. Erijst Homeffer hat einen Vortrag über Demokratie und Selbstverwaltung« in erweiterter Form erscheinen lassen. ruft dazu auf, »mit dem Oeist der Selbstverwaltung unseren gesamten Staat zu durchsetzen und . . . . ihn erst dadurch zur w49$B Demokratie ru erheben.« . ’• | Homeffer meint, kein einziger deutscher Staatsbürger sehne sich wirklich nach dem altert- Staate, so wie er in allem und jedem beschaffen gewesen sei, zurück. Aber des neuen Staates werde man auch nicht recht froh. Elin grloßer Irrtum beherrsche unser ganzes staatliches und! sczialesj Denken, nämlich die Annahme; das politische Li ben bestehe aus den Partei- und Klassengegensätzen ui d tjen daraus erfolgenden Bewegungen. Der ent-: sd leidende Gegensatz des sozialerf Lebens sei aber viel m :hr der zwischen Einzelmensch und Oruppe, Persünlichkeit und Gemeinschaft,- Führer' und Gefolgschaft. - D e Aufgabe der Zukunft sei es, die Sozialphilosophien voi Marx, dem Philosophen der Masse,’ und Nietzsche, dp m Philosophen der Persönlichkeit, in einer umfassenden übergreifenden Einheit zu verknüpfen und zu verso inen. Die schöpferischen Einzelgeister seien die Väter, die Erzeuger der.Masse, die den Elementen der Natur und de> Geistes neuen Boden abrängen, auf welchem die- Mi nschen lebeii und sich ausbreiten könnten. , Die Masse da «egen steife der befähigten Führerpersönlichkeit die •Aufgabe, gebe ihr den Auftrag, die Berufung. Der Staat sei die von der Gesamtheit .oder dochder überwältigenden Mehrheit des Volkes anerkannte, gebill igte Gewalt. Unter keiner Staatsform dürfe die souveräne Gejwalt selbst herrschen, weil sie als menschliches D^irergebilde nicht die hierzu erforderliche hohe Befähigung besitzen könne. Sie dürfe und solle zur Ausübung aer Herrschgewalt eine staatsmännische Persönlichkeit berufen. Wenn nach der Verfassung die Staatsgewalt vom Volke ausgehe, so bedeute das', daß die pol tischen Parteien die tatsächlichen Inhaber, die wirklich;n Verwalter der souveränen Oewalt geworden seien. Die] Parteien müßten daher geeignete Führerpersönlich-