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Der Orden Bne Briss · 1927-06-01 · Nr. 6/7 - Juni/Juli · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1927
Issue
Nr. 6/7 - Juni/Juli
Date
1927-06-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Vqn dem in Aussicht genommenen fünfbändigen- 'Quellenlesebuch zur jüdischen Oeschichte und Literatur, dem knoch eine Auswahl jüdischer Dichtung und Prosa, In der hebräischen Ursprache als Sonderband folgen" soll, ist?uerst der dritte1 Band erschienen. Er bietet Quellen zur mittelalterlichen Oeschichte und Literatur der . Juden in» Deutschland und Frankreich und zur mittelalterlichen jüdischen Literatur in Italien. Das gattze Werk soll, wie der Herausgeber selbst' sagt, ein Versuch sein, einen langgehegten Wunsch der jüdischen Lehrerschaft zu verwirklichen. In der Tat ist «ilas Verlangen nach geeigneten Quellensammlungen zur nachbiblischen j. G. u. L.- schon seit Jahrzehnten gestellt worden, ohne befriedigt worden zu sein. Denn das im Jahre 1S90 erschienene Quellenbuch ■ von M. Spanier genügte bei weitem nicht den mil Recht an ein solches Buch gestellten Anforderungen. Inswischen ist die Lücke *um so fühlbarer geworden, als ii anderen historischen Disziplinen, so besonders auf dem Qebiete dfer Kirchengeschichte, schon seit langem wirtvolle Quellensammlungen vorliegen. Wohl zu keiner Zeit aber ist der Ruf/ Zu den Quellen! lauter erschollen als in der Jetztzeit, in der nach den Richtlinien für die Lehrpläne der höheren Schulen jeder Unterricht grundsätzlich Arbeit sunt e-r rieht sein soll.. Im Zwiegespräch mit den Urkunden, die selber reden sollen, anstatt daß man über sie cedet, ist das Verständnis ■ für den Geschichtsverlauf, für1 die geschichtlichen Gestalten zu erarbeiten. Im Hinblick auf diese Forderung der modernen Pädagogik kann das Werk von Hötiter nicht hoch genug bewertet werden. (Sein Erscheinen muß von jedem Fachmann niit Freuden begrüßt werden.) Bei der Auswahl der Qiiellen{stücke ,kann natürlich das subjektive Ermessen des Herajusgebers nicht ausge- „schaltet werden. Der1,Leser gerät in eine gewisse Abhängigkeit vom Autor. Um. diesejr dem Benutzer drohenden Gefahr der Einengung, der ^Jnfreiheit zu begegnen, bietet Höxter einen’reichhaltigen iMaximalstoff. Er will daidurth dem Lehrer einen möglichst breiten Spielraum zulr individuellen Auswahl lassen. | Dieses Streben nach Häufung des Qüellenstoffs, das ßemühen, möglichst vieles geschichtlich zu belegen, scheint fder Sache selbst geschadet zu haben. Kerschensteiners Grundsatz Durch ein Minimum vdn Stoff ein Maximum von Kraft* wäre <hitr wohl beherzigenswert gewesen. Es ist ein »Quellen»- mosaik geboten, das an Einzelheiten zu viel, für Höhepunkte zu wenig Stoff aufweist. Nach meiner Ansicht ist es z. B. dem Herausgeber niclat gelungen, die geschichtlichen Gestalten durch die Quellen deutlich zu uns sprechen zu lassen. Ein ein R. Meir aus Rothenburg, um nur einige zugreifen, hätte wohl stärker berücksichtigt müssen. r Trotz dieser Ausstellung ist das Quellenlesebuch als eine wertvolle Bereicherung der jüdischpädagogischen Literatur anzusehen. Es wird vor allem dem - Lehrer wertvolles! Anschauungsmaterial vermitteln. Aber auch der Nichtfachmann, überhaupt jeder, der aus dem erfrischenden Born der jüdischen Geschichte und Literatur schöpfen will, wird mit großem Gewinn dieses Werk benutzen. Ei*1 recht weiter Leserkreis jst daher dem Buche zu w ü n in der Bibliothek die sich das Studii rd / ,uf Raschi, herauswerden. sehen. Es. dürfte Organisation fehlen, angelegen sein läßt. Nun erhebt sich aber die Frage, ob als Queklenlesebuch, als-- Sch als solches” ist es ja votlnehrhlieh gedachjt kommt. Diese Frage möchte ich irrf gri verneinen.- Zunächst aus einem praktisch kann den Eltern nicht zugemutet we notwendigen Lehrbüchern ein -sechsbänd anzuschaffen. Zu den früher:erschienenen liehen Lesebüchern vpn. g?cjßereni Umfaii Parallelen könne.n ja nicht angeführt w in der Regel eine gekürzte Ausgabe in für den Schüler bestimmt war,- VjelleiChjt Höxter, dazu, diesem Beispiele zu’-fol gebender atjer für die Ablehnungdes eines .Schulbuches ist folgender Gesich sich der ArbeitsynterriChtsgeilanka durch die Frage, ob »Q ti e 11 e n 1 e 3 e b u -c h h e f t« bezw. »A t-b e i t s h eit/i iwecketftdarum empfehlenswerter "ist, vielfach ergemeinen zu Gunsten des »Qriellenhe worden. Es würde zu weit führen, woll gehen und die ganze Streitfrage hier beliar sei angeführt:. Die Q ii e 11 e n’l e kt ü r e sächlich für die Oberklassen der Betracht. Für die Mittelklassen Wird mancher Seite em Arbeitsbuch (L< gestreuten Quellenstücken,empfohlen: nun ist für die Durchführung eines Un Richtlinien« - ein Quellenlesebuch ».viel als Quellenheftebezw. »Arbeitshette die von behördlicher wie von 'fachmän die Quellenliefte« ins Treffen geführt aller Kürze zusammengefaßt, etwa folge der Schulart in weitem Maße Rechr * « * kommen der B e w e g u n.g-s f r e rh e-f der heutigen Schule geschenkt ist.. Wie von Quellenhefteo der L e h r e r pgr $ ü weiterer Spielraum gewährt wird Schülern, deren Neigungen ur)d li berücksichtigt werden können/ Ijin,. den ist eine Vp r t i e'f u n g in umfangreicher« möglich, als es', bei einem Lesebuchs Der Gedanke der V er k h ü p fung der heit mit d e t G e g e n w a'V t und kann hier fruchtbar gemacht-werden,, in« in sich geschlossenen Heften Einzelprol Vergangenheit bis zür Gegenwart'beleucf t Hefte bedeuten eine N eu erun-g nicht sondern 'auch in der Sache. Die An$chaff^i Hefte yonder Gesamtklässe fordert Opfer yon den Ehern. Die meisten Fl der Klassenbücherei den einzelnen Schüler? verschiedenerjThemen iq, der »Arbeit?g Verfügung gestellt. ’ Der Weg, der mit den »Quellenheftworden ist, auf den mit ällef, Entschjei Disziplinen hinweisen, besonders der ligionsunterricht, muß auch von uns wollen wir nicht zu weit «hinter den Zurückbleiben, die die moderne Padagogil; stellt. Der Verlag Kaufmann, der W)l 101 - keiner jüdischen ni der j. G. u. L.- das Sammelwerk 1 b u c h —, und in Betracht c^ߣn und ganzen <n'Grunde: Es en, neben den ges Quellenwerk kirchengeschichtje -r j ü.d i s.ch e erden — gehörte :inem Bande, die entschließt sich jen..- Ausschlag- Sjatnmelwerkes als . spunkt: Seitdem igesetzt hat, ist <}der.»Q u e 11 e n-‘ sprechender und Örtert und im alb tes - entschieden e ich ins Einzelne f I dein. Niif einiges kommt ja haupt- Höhtrtn Scljifle in mit Recht von hrbuch) mit einder Oberstufe ttrrichts nach de-t veniger geeignet Die Grunde, nifCher Seite ftir. erden, sind, fn ide: -Sie können ung tragen. Sie t entgegen, die durch Benutzung r I i c h k e i'P ein so auch dentqVessen 'starker »Arbeitsheften-' Abschnitte eher r Fall sei kann* Vergangenhrem Leben em in einzelnen. -bl.eme von der et werden. Die nur in der Form, hg nurWeniger/ hur gerinige efte werden von zur Behandlung dmeinschaft« zur * ';en«-■ beschritten denheit andere evangelische F$et etreten werden, Anforderungen -im allgemeinen hl am ehesten d:

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