Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1927-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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dei dieA Frc rei Zu Mu ge# sto kurk Buii qtscher Freiheitskämpfer«. Er schildert das Schicksal j es aufrechten und mutigen Juden, der in der deutschen »- heit die jüdische nt gewinnen trachtete. Ein Mann nfster Oesinnung, der im Kampf um seine Ideale weder ijücksetzung noch Gefängnisstrafen scheute und in dem e seiner Ansichten zugleich ein Seher des Zukünftigen esen ist. Das Heft erinnert uns an die Worte, die der verjbene berühmte deutsche Philosoph Rudolf, Eucken* vor seinem Tode (15. August 1926) dem Autor des hes »Die Protokolle der Weisen von Zion«, Binjamin Segel, zukommen ließ. Eucken dainkt dem Autoj, daß er durch seine Aibeit wesentlich dazu beigetragen habe, Finsternis aus Deutschland zu vertreiben. Unter der Ueberschrift »Die jüdische Wanderung« werden uns statistische Angaben üb.er die Bewegung der Juden seit dem Jahre 1831 vermittelt. Eine Festrede des Br. ObermedizinalTat. Dr. Laub würdigt eingehend die Verdienste des Br. Hofrat Dr. S. Frankfurter, des Präsidenten'der Wahrheit«, anläßlich seines 70. Geburtstages. A. Gdt. Bücherschau. Das von der Oroßloge für Deutschland VIII U. O. B. B. gemeinschaftlich mit dem D. J. G. B. begründete Gesamtarchiv der Deutschen Juden gab die »Mitteilungen« (6.j Jahrgang) durch den Archivar Jacob Jacobson heraus, die) nicht nur bei Bibliophilen und historisch interessierten Kreisen, sondern allgemeine Beachtung verdienen. Schon äußerlich kennzeichnen sich die »Mitte'lungen« durch eine gediegene, mit dem wohlgelungenen Bilde des Geh. Art '' rate Professor Dr Adolf Warschauer, dem das Bach zu seinem 70. Oeburtstage gewidmet ist, gezierte Aussta — [Aus der Feder des Qeheimrats Warschauer selbst, di seil Begründung des Gesamtarchivs Mitglied des Kurato^ riunts ist, rührt der erste Aufsatz in den »Mitteilungen« her: »Aus Warschauer Archiven«. Wir erfahren, daß' Warschauer im August 1915 in das besetzte polnische Gebiet berufen worden ist, um den Generalgouverneur v. Beseler bei der ihm nach der Haager Landkriegsordnuig zustehenden Aufsicht über die Archive zu beraten^ da i ferner Warschauer den Auftrag erhjelt, die Bestände au' ihren Inhalt durchzusehen U"d auf diejenigen .Materialien zu achten, d:e für die deutsche und prepßische 0< schichte Interesse hätten. — Einen wichtigen Bestandteil des Warschauer Hauptarchivs bildete.dle mehrere hundert Himdschriftenbände umfassende polnische Kronmetrik. In Hauptarchiv wurde auch eitie Reihe jüdischer Germ >indebücher aus Oalizien vorgefund^n Für deutsche Forscher besonders in Betracht kommt die Abteilung des H, mptarchivs, welche die Berliner Zentralakten über die Verwaltung der .Provinzen Westpreußeni Südpreußen und N :uostpreußen während der Jahre 17!72—1807 enthielt, Provinzen, welche durch die Teilung jPolens s. Zt. aus polnischen Ladestellen gebildet worden waren; nach dem frieden von Tilsit wurden die bezüglichen Akten wieder aus der Berliner Registratur nach Warschau überführt. Speziell jüdische Kreise interessieren die »Mitteilungen« vdn Moritz Stern über den »Oberlandesältesten« Jacob Moses, dessen' Bildnis den »Mitteilungen« gleichfalls bei* gefügt ist. Die Angaben über Jacob Moses sind entnommen der »Lebensbeschreibung Hans Joachims von Z eten, Kgl. Preußischen Oenerals derj Kavallerie«. Die Verfasserin dieser Lebensbeschreibung, Trau von Blumentlal, erzählt anläßlich des Todes des bei Hochkir»h_1758 gefallenen Obersten von Seelen: «... Noch großmütiger h inderte em Gläubiger des verstorbenen Obersten. Er h itte demselben erst neuerdings sechstausend Taler geli :hen. Ala es aber dahin kam, daß dis Haus der Witwe in Rundteile zu Berlin ihre einzige Habe, angeschlagen uad verkauft werden sollte, ging er -izu derselben und v:rnichtete in ihrer Gegenwart die Verschreibung dieser Sjchuld mit der .edelmütigen Aeußerungt, er Worte die gebeugten Nachkommen eines Mannes picht drücken, der vjel zu rechtschaffen gewesen wäre, als daß er ihn nicht Wieder bezahlt haben sollte, wenn er sein schönes Leben hätte fortsetzen können. Dieser MannJ dessen Name der Ehre wert ist, neben den Namen F r i et d r i c h ,_Z i e t e n und Seelen genannt zu werden, isj |äer unlängst verstorbene Herr Jacob Moses, ehemaliger Ober* landesältester der Judenschlaft zu Berlin, der seiner mit Ehren vollendeten öffentlichen Geschäfte wegen drei Regenten und deren Ministerio bekannt und schätzbar ward, so wie er von seiner Nation und von vielen anderen Menschen und fainilien, denen er mit rastloser Tätigkeit in ihren Verlegenheiten zu Hilfe eilte, dankbar verehrt wird « — Einen besonderen Wert gewinnen die -»Mitteilungen« des 6. Jahrganges durch. Nächrufe, welche aus berufenem -Muhde Männern gewidmet, würden, welche, sei es durch die Leitung des Gesamtarchivs, sei es als Mitarbeiter der »Geschichte der Juden« überhaupt unvergängliche. Verdienste erworben haben. Die Nachrufe betreffen: . Martin Philippson (von E. Täublor), Ludwig Geiger (von J. Elbogen), Marcus Bgann (von J. Elbögeri), i r Philipp Bloch (von A* Warschauer),’ Sslomon Kalischer (von Th. SalomQn., /"'Ezechiel Zivier (von J. Elbogen), At\p dem sonstigen Inhalt der .Mitteilungen« sei noch hervorgehoben das Namensregister der .Kölner^ Juden von 1808-, bearbeitet von A. Kober, und das Akteninventar der Synagogengemeinde Walldorf ü. Werra, (bearbeitet von J Jacobson), desgleichen der von Jacobson erstattete Geschäftsbericht über die .letzten elf Jahre, welcher zu- . gleich die Oeschichte und Eptwickelung des Gesamtarchivs selbst ergänzt. j t Diese Mitteilungen« des Gesämtarchivs.der Deutschen Juden liefern einen erfreulichen Beweis für die Weiterarbeit im letzten Jahrzehnt, aber au,ch für die Existenznotwendigkeit der Institution. J.-R. Sohin d 1 e.-r (D. R.-Loge). »Heimatgeschichte der badischen Juden«. Seit ihrem ersten Auftreten bis zur Gegenwart nach gedruckten und ungedruckten Quellen bearbeitet. Mit Lichtbildern, einer faksimilierten Urkunde und einer Geschichtskarte von Baden. Von Bert hold Rosenthal. Konkordia A.G. für Druck und Verlag, Bühl,. Baden. Aus der Selbstanzeige (des Verfassers Br. Berthold' Rosenthai, Mannheim, entnehmen wir die'folgenden Zeilen: Nun liegt das Ergebnis vjeljähriger mühevoller, aber hochbeftiedigender Sammelatbeit »fertig vor und soll als »H e i m a t g e sc h i c h t e efer badischen Juden« im Verlage der Konkordia, Bühl, 'Baden, demnächst erscheinen. Das Buch ist zunächst für die badischen Juden bestimmt, denen hiermit?um erstenmal ihre Oeschichte seit ihrem Auftreten in der Heimat zusammenfassend daigestellt wird. Das Werk'dürfteaber auch jedem, der sich mit Heimatforschung Und Heimatgeschichte befaßt, willkommen sein. Vielleicht .tragen die geschilderten kulturellen und rechtlichen Zustände mit dazu bei, das Bild der behandelten 2eit zu vervollständigen und zu klären. Und wenn meine Arbeit mithelfen würde ztir Erzeugung des güten Willens, der eine vorurteilslose Betrachtung andersartiger Denkungsart und Weltanschauung ermöglicht, dann wäre meine Mühe keine vergebliche gewesen. , . - — 3t