Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1927
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1927-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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v~s* MS Judenkopf -<- am Todestage radiert 26. März 1926. man daneben den radierten Judenkopf betrachtet, sein letztes Werk, geschaffen und unvollendei geblieben an seinem letzten Lebenstage so ist gerade dieses Blatt von so e rschütternder Oewalt, daß man hier von seinem tiefen jüdischen jEmpfinden, diesem Mitgefühl mit den Armen und Entrechteten und seiner umfassenden Seelenkraft ergriffen w rd. Max Pabian, dieser lebensfrohe und arbeitsame Mensch, ist auf der Höhe seines Schaffens plötzlich dahingerafft worden. Auch er ist ein Opfer dieses Krieges, in dem er ohne auf seine Person sich als für die schwierigsten hingab. Der wirtschaftliche "hat ihn schwer betroffen; um den Existenzkampf hat zu früh stillestehen lassen. — einer der liebenswürdigsten einer der zuverlässigsten Jnd einer der besten Künstler aus unserer Mitte, dessen frühes Scheiden tjlenen, die Max Fabian naheein unersetzlicher , Verlust furchtbaren Rücksicht ganzer Mann Aufgaben Niedergang die Sorge sein Herz So schied Menschen, Freunde tir standen, bleibt. / Zum Tode Achad Haams.*) Die Wahrheit des alten Ausspruches: »Wenn ein Weiser "stirbt, fühlt sich jeder ihm nahe verwandt«, hat sich beim Heimgange Achad Haams von neuem bestätigt. Nicht nur seine engeren Oes innungsgenossen em pfänden schmerzlich die Lücke, die der Tod dieses Denkers und Führers in ihre Reihe gerissen hat. Der Heimgegangene war nicht nur ein starker Oeist, sondern hatte auch etwas vom alten Prophetentum an sich. Unverzagt und unerschrocken verkündete er das, was zu sagen er sich gedrängt fühlte. Höher als alles stand ihm die Wahrheit, an die er glaubte, die er liebte und der er mit der Glut seines Herzens diente. Ein heiliges Feuer lohte in seinem Inneren, das ihn antrieb, mit aller Schärfe und Bestimmtheit zu sagen, was er sah, seine Brüder zu mahnen und. zu warnen, sie zu lehren, Probleme von weittragender Bedeutung, wie die Besiedlung des Heiligen Landes und die Regeneration des jüdischen Volkes mit dem Ernst *) Siehe <^B. B. 1926, Nr. 9, Sept. der Verantwortung scharf zu durchdenken, und die Wege zu I betreten, die zum Frommen der Qesamtheit fahren. Der Konzentration des jüdischen Volkes in Zion muß dfe~ Konzentration des jüdischen Geistes vorangehen. Die Heimstätte Judennot nicht beseitigen, darum iges Zentrum im Heiligen Lande* geschähen werden, von dem aus die gesamte judenheit beei iflußt und befruchtet wird. Diese 1aam vorgetragenen Oedanken viele Widersprüche hervorgerufen und dem Verki Inder auch manche Schmähungen eingetragen, aber er hielt an ihnen fest und wiederholte sie mit Nachdruck und ohne Ersie allmählich sich .durchsetzten wurden. So war er der Schöpfer Zionismus, der Wegweiser und Pfadfinder seiner Gesinnungsgenossen, aber durch seine tiefschürfenden elegant geschriebenen Essays auch der Lehrer .für ganz Israel. Obwohl Konzessionen allein Wird die muß ein geis von Achad haben zuerst müdung, bis und Gemeingu des geistigen - io - Achad Haam kein Mann von t und Kompromissen war, liebte J. I