Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- Dezember (12.1926)
- Date
- 1926-12-01
- Page
- Seite 31 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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J-, Der Wunsch des Finanzausschusses, vor Geldbewilligungen gehört zu werden, wird dem GeschäftsansschuB fiberwiesen. 4. Verlängerung der Abgangskarten för Brüder der abgetretenen Gebiete. Hierzu liegen eingehende Referate des Br. Vizegroßpräsidenten Walter und des Br. Hoeniger, Ratibor, vor. Beide Brüder kommen schließtich in ihren Endresultaten zu gemeinsamen Ergebnissen.. Folgende Anträge unterliegen der Abstimmung: 1. Die Oroßloge 'ist befugt, die ablaufende oder ab- 4 gelaufene Abgangskarte für einen Bruder auf ein |ahr, jedoch höchstens bis zum Sthlusse des Jahres 1932, zu verlängert’, sofern der. Bruder einer Loge angehört hat, die nicht mehr bestehl, cder nicht mehr zum VIII. Distrikt gehört. 2. Vor Verlängerung der Abgangskarte hat die Groß-, löge diejenige Loge.anzufyören, welche sich am neuen Wohnsitz des Biuders befindet. 3. Die AbgangSkarte soll nur ausgestellt werden, wenn eine Anerkenntnisgebühr gezahlt wird, die mindestens — der Höhe des Oroblogertbeitrages entspricht oder darüber hinausgeht. Die Anträge zu 1 und 2 werden angenommen,. 3 wird dem Oeschäftsausschuß überwiesen 5. Ersatzwahlen. Nach dem Bericht von Br. Goldschmidt-Berlin wird beschlossen: anstelle des stellvertretenden Mitgliedes des Generalkomitees Br. Lewinsky - Neisse .wird Br. P i c k - . B e u t h e n gewählt. — 1-1 In den Sonderausschuß fjür die geistigen Interessen werden nach Niederlegung desj Amtes von Br. Holländer- Berlin die BBr. Fritz Kahn^Berlin, Fritz W i e n erster I i n und Paul Rosenfetd-Hannovei' gewählt. Für das Appellationsgericbt wird an Stelle von Br. Hantke-Berlin Br. Goldstrom - Berlin als ordentliches Mitglied und Br. Gronemsnn-Berlin als stellvertretendes Mitglied gewählt. ' 6. Zentralisierung der Unterstützung von Institutionen. Hierzu liegt ein ausführliches Referat von Br. Seeligsohn-Berlin vor. Der Referent faßt seine Ausführungen t, nochmals kurz Zusammen: Die Zentralisation der Wohlfahrtspflege ist in Deutschland durchgeführt worden. Sie wird jetzt auch; von den Logen gewünscht, weil die Belasturg der Brüder durch die Unterstützungen der Logen an Institutionen eine sehr starke ist und von den Logen die BedürfnisfrSge nicht geprüft werden kann. Das Ergebnis seiner Anschauungen faßt der Referent in folgenden Anträgen zusammen: 1. Oertliche Vereine, Anstalten etc. werden von den ' Logen der! betreffenden Gegend unterstützt, 2. Landesansiaiten von den zuständigen Logenverbänden. 2. Zur Unterstützung von Reichsanstalten wird eine Zentralstelle bei der Großloge errichtet, die nach genauer Recherche die Verteilung der Gelder vornimmt. ' 4. Jede Loge zahlt 75 Prozent derjenigen Gelder, die sie durchschnittlich in den letzten zwei Jahren an außerlokalje Institutionen zu geben pflegten, an die Qroßloge.i Widerspruch erfolgt im wesentlichen nur gegen den Antrag 4. Hiergegen wenden sich die BBr, Kahn- Stuttgart, AuerbaCh - Cöln, Ollendorff - Barmen, Storch- Hamburg, Sommer-Pforzheim, Mayer-Freiburg, ferner auf schriftlichem Wege Br. Wohrizek-Leipzig, während die" BBr. Cohn - Königsberg, Ooldschmidt Berlin und Levi- „ Mainz den Gesamtantrag unterstützen Br: Bach äußert Bedenken vom finanztechnischen Standpunkt aus. Br. Gjldschmidt-Berlin macht den Vorschlag, Punkt 4 als Söll-Vorschrift, nicht als Muß-Vorschrift zu fassen. , Zur Annahme gelangen nur die Punkte 1, 2 und 3 der Seeligsohnschen Anträge, Punkt 3 im Sinne einer Zentralauskunf Isst eile. 7. Beilage der Blätter jüdischen Wissens zum Oroßlogenorgan. Br. Leszynsky-Berlin begründet den.Anlrag der Jehuda Halevi-Loge, Berlin, die Sammelblätter, jüdischen Wissens - den einzelnen Nummern des Oroßlogenorgans beizulegen und die .Selbstkosten einzuziehen. ' Bisher waren .3500 Abonnenten vorhanden, 40 Blätter kosteten etwa' 2 M. Der Referent übernimmt die Verantwortung dafür, daß die Blätter neutral gehalten werden. , V Br Holländer-Berlin fordert als Korreferent die Gtwähr absoluter Neutralität und; Sicherung .durch Hen Redaktions-Ausschuß. In einem vergangenen Ealle liegt sicherlich eine Verletzung der Neutralität vor. Zur Sache äußern sich die BBr. Bach-Berlin, Oöldstein-Darmstadt, Cohn Königsberg, Auerbach-Köln, Levi- Mainz, Lewkowitz-Breslau, Mayer-Freiburg, Goldschmidt- Berlin. — * Der Antrag der Jehuda Halevi-Loge','die Sammelblätter jüdischen Wissens sämtlichen Logenmitgliedern zugängig zu machen, indem die Blätter .dem Großlogenorgan beigelegt und die Selbstkosten zusammen mit den Kosten der Einzelnummer des Großlogenorgans von den Logen eingezogen werden, wird angenommen. Dem Redaktionsausschuß steht ein Vetorecht zu. Dem Lehrstuhl für die Wissenschaft des judentums an der Universität Königsberg wird 'auf Anregung von: Br. Cohn-Königsberg für . die Anschaffung von. Büchern und wissenschaftlichem Material 600 M. bewißigt. Br. Cohn-Königsberg spricht sodann, den Wunsch'aus, künftig für die Sitzung des Qeneralkomitees zwei Tage frei •' zu halten, ln Uebereinstimmung mit den BBr. Goldstein-.' Darmstadt und Lewkowitz-Breslau möchte er für die großen^ geistigen Gesichtspunkte mehr Raum gewährt' wissen. Er bittet auch, die Sitzungen abwechselnd in verschiedenen Städten des Reiches abzuhalten. Für die Abhaltung außerhalb Berlins spricht sich Br. Vizegroßpräsident Walter aus, *. "während. die. BBc. . Vizegroßprästdent Lisser und Auerbach-Köln 'für Berlin eintreien. * j Auch Br. Werner-Frankfurt äußert .sich im Sinne, von Br. Conn-Königsberg, während Br, Ollendorff Barmen auf die früheren gegensätzlichen Erfahrungen hinwejst.' Er würde es jedoch für wünschenswert halten^die Sitzungen des Oeneralkpmitees du'ch Vorträge einzuleiten. Die soeben vorgePagenen Wünsche werden dem Oeschäftsausschuß zur Erwägung übergeben. Die * BBr. Kahn- Stuttgart und Holländer - Berlin ' äußern 1 .31