Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- Dezember (12.1926)
- Date
- 1926-12-01
- Page
- Seite 28 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Es__ muß das Bestreben sein,* eine solche Verbindung mit_ alten Kräften zurückzudrängen. Der ideale Charakter unserer Gemeinschaft darf in keiner Weise eine Trübung erfahren. Daß es Pflicht der einzelnen Logenbrüder ist, einander nach besten Kräften zu unterstützen, bedarf kaum der Hervorhebung. Er stellt unter allgemeiner Zustimmung fest, daß die Kopfbeiträge zur Großloge auch für Brüder gezahlt werden müssen, die von der Zahlung der Logenbeiträge befreit sind, wenn der Etat der Oroßloge balanziert werden soll. Vielfach sind" aus den Kreisen der Legen Wünsche an uns herangetreten, die Bestimmungen für den Logen- * besueh zu verschärfen. Demgegenüber ist zu sagen, daß unsere Gesetze, wenn sie recht erfaßt werden, eine ausreichende. Grundlage abgeben. Die Ausschüsse haben gut gearbeitet. Der Sonderausschuß für die geistigen Interessen hat iti etwa hundert .fällen die Logervmit Material versorgt .und Hinweise ■für-VortTäge und Referate durch Literaturazigaben gegeben. ‘ Die Anregung, Preisausschreiben für kurzgefaßte Logeuthemen zu erlassen, ist in Erwägung gjezogen wordeh. Der Sonderausschuß für Kunstfragen beschäftigt sich zur Zeit mit der Frage der Schaffung eines Memorbuches und eines Oederikschreins. _ Die Jugendschriftenkommission will vier Bände _ einer Jugendbücherei herausgeben und zwar: Max Liebermann, der Künstler und Führer (Doppelband) Im Kampf um die Menschenrechte David Reubeni in Portugal und Märchen. Die Krankenschwesternorganisation hat sich nunmehr selbständig gemacht und führt den Namen: Krankenschwesternorg^nisation, gegründet von der Großloge für Deutschland VIII UOBB (E: V.) Dem Verband der-jüdischen JugendvereineVnd von dem jährlich bewilligten Beitrag von 3000 M. bisher nur 130.—M.v.monatlich zugeführt worden, während jetzt auf Anforderung’ die monatlichen Raten in voller Höhe überwiesen-werden. Dem Hessischen Logenverband sind für seine Kulturarbeit 5000 M. zugeleitet worden.' Ihm gebührt besonderer Dank für seine wertvolle Tätigkeit. Die Frage des Ballots'ist erneut zum Gegenstand von Beratungen gemacht worden. Eine Reihe von Spenden sind eingegangen, unter ihnen eine solche von dem verstorbenen Br. Marxheimer von der w. Düsseldorf-Loge in Höhe von 1500 M. Indemnität ist -für folgende Zuwendungen vom Generalkomitee erteilt worden: 3000 M. Zentralwohifahrtssielle der deutschen Juden 500 M. Ferienheim Neuhäuser j. 1600 M. Lungenheilstätte Etania j 1500M. Arbeiterfürsorgeamt 200 M. Kinderheilstätte Bad Kissingen 1000 M. Rumänische Oroßloge für Bacau (aus dem Katastrophenfonds) — 5C0 M. Ferienheim Oberrochwitz 100 M. Büro für Statistik der Juden * 300 M. Ferienkolonie der Frankenloge I j J 2500 M. Oberrochwitz (Subvention für Instandsetzung^ arbeiten) 50 M. Deutscher Erziehungsbeirat für verwaiste Jugend 200 M. für das Philanthropin in Frankflirt a. M. 200 M. Unterstützung einer Forschungsarbeit 200 M. für Ausbildungszwecke einer jungen Wienerin .< 300 M. für jüdische Studentenhilfe. Die Verpftichtungsscheine zur Aufnahme vc^u Kandidaten sind nahezu aufgebraucht und sollen ciüe neue Form erhalten. Am Schlüsse des Berichtes erbittet Br. Großpräsident weiter^ Unterstützung der Samsonschule in Wölffenbüttel, die das einzige jüdische Alumnat mit staatlicher Beiecjhtigung ist, durch die Lögen. Diese Unterstützung kann durch Zuführung eines Beitrages oder durch Schaffung von ganzen oderhalben Freistellen erfolgen. [ Er empfiehlt ferner die Subskription der jüdischen Enzyklopädie, eines Werkes, auf dessen Neutralität in der Zukunft gehalten werden soll, so daß es in.seiner Gesamtheit als ein der Logenarbeit nützliches Unternehmen bezeichnet werden kann. Auch die Jüdische Telegraphenagentur ist geeignet, den Logen mancherlei Anregung zu geben. Von dem Bezugspreis wird eventuell ein Nachlaß gewährt werden. Br. Großpräsident schließt seinen Bericht, der alles das zusammenzufassen sich bemüht hat, was den Geschäftsausschuß im letzten halben Jahre beschäftigt hat. Er bittet in eine Diskussion erst nach dem Bericht des Großschatzmeisters eihzutreten. > 2. Finanzbericht. Aus dem umfassenden Bericht des Br. Großschatzmeister Bach mögen folgende Punkte ihren Platz finden: Die Außenstände bei den Logen betrugen am 30. 9. er. 12 149,95 M. i Die Anforderungen für das 3. Quartal betrugen für 15 000 BBr. 37 500,— M. für Monatsberichte./ 12 390,05 M. so daß das KcntoAußenstände bei Logen mit 02 040,— M. belastet war. Von diesem Betrage sind bis zum 28. 11. . . .-•i ..... 46 936,25 M. eingegangen, so daß noch ein Rückstand von 15 103,7^ M. bleibt. Es zeigt dies, daß bei den Logen der Wille vorhanden ist, die Verpflichtungen gegenüber der Großfoge zu erfüllen. — Die Zahl der Brüder ist seit dem 1. Oktober wiederum um einiges zurückgegangen, sie beträgt heute nur noch 14 950. — Es ist dies? in gewisser Beziehung ein Gesundungsprozeß. Der für»die Unterstützung von Witwen und Waisen au'geworfdne Betrag dürfte nicht ganz ausreichen. Bei dieser Position darf nicht gespart werden. Er bittet, einer eventuellen Etatsüberschreitung zuzustimmen. Das Konto: Unterstützung deutscher Brüder, hat gegenüber dem etatsmäßig vorgesehenen Betrag1 von 10000 M. bereits in der letzten Sitzung des Generalkomitees eine Nachbewilligung von 20000 M. erhalten. Dies war notwendig, denn bereits in dem ersten halben Jahre sind für diesen Zweck 16094,25 M. ausgegeben 28