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Der Orden Bne Briss · 1926-12-01 · Nr. 12 - Dezember (12.1926) · p. Seite 201

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 12 - Dezember (12.1926)
Date
1926-12-01
Page
Seite 201 (sequence 1)
Language
German
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Berlin, Dezember 1926. Nummer 12, .fffltttcih treffen (SingEtragc nsr 9ztzin. , r-u^an- .- (Piprnrr gtrlag ber (Broßlaflp. öureau; itt)62, glei|t(traf)t 12. cTelcpljon: Jünt CiifeoiD 4619. yoUfdjcdibonta: Ocrtiu 16o 3B! Radi&rudt lamtlttficr BrJtlicI au» blefcn BMttetlünflen Verbaten. _-.-- — - - - ■ — — - - ■ - - — ■■ _ — _r — -- ------- J- ~ r- _ ,r njr ~r i. - |— ~ ~nun.-|-i~ j~ ~ _—__ IflhilH Ordensleben'1und Wirtschiftigfsiijntttifc — O'Ondung der Elias Orünebaum-Loge in Landau (Pfalz). — Die Tagungen der Landesverbände im Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands. Hertmann Stiuck. — Ans den auswärtigen Distrikten. — Jahresbericht des Qroßlogen- Dlstrikis Nr. 6. — Aus dem Büro der Qroßtöge. — BQcherschau. — Aus dem Verbinde der Frauenvereinigungen der H. O B. BULogen (Aufklärungsarbeit sn Nicbtjuden; Bericht über die Tagung des erweiterten Verbandsvorsundes der Frauenvereinigungen der IhO.'B. B.«Logen id Hamburg). — Mitteilungen. — Belüge: 146. Oeneraikomiteesltzung. — Logenberichte. — Zu- und Abgänge bei den Logen des * VIII. Distrikts im Quartal Juli/ieptember 1926. " 1 1 11 -- — - 1 — — ■-'; OrderDsleben und Wirtschaftsgesinnung •Von , Br. Rudolf Mayer, Halberstadt. Es geht ein neuer Oeist durch die Welt. Wemn von' bedeutsamer Stelle vor etwa 20 Jahren das Wort gesprochen werden konnte: »Es weht ein scharfer Wind durch unsere Zeit«, so können wir dem nicht ohne Befriedigung entgegenhalten, daß dieser scharfe Wind des Imperialismus und der Machtkämpfe einem andern Qeiste zu weichen beginnt. Oewiß ist es nicht so, daß alle Völker und alle Individuen schon, diesen neuen Oeist erfaßt und als geistiges Eigentum zur Richtschnur ihrer Handlungen gemacht hätten. Aber gerade vom Standpunkte unseres Ordens aus müssen wir auch die Anzeichen dieses neuen Oeistes sorgfältig beachten und uns mit ihnen auseinandersetzen. Vor vyerygen Wochen, an-' läßlich der Aufnahme Deutschlands in den' Völkerbund, hat der deutsche Außenminister Worte gefunden, wie die; »(Aber) wichtiger als die wirtschaftlichen f Dinge ist die Seele d$r Staaten. Unter allen Völkern macht sich eini ‘starke Bewegung fühlbar. Die einen verteidigen die Grundsätze der völkischen Zusammenfassung und verwerfen den Oedanken einer internationalen Verständigung, Weil sie auf keinen Fall an die Stelle der Ergebnisse ihrer nationalen Ge- schichte die umfassendere Idee der“Menschheit setzen wollen. Meinerseits nehme ich'an, daß kein Staat, der dem Völkerbund beitritt, seine nationale Persönlichkeit aufgibt. Der große göttliche Baumeister hat die Menschheit nicht zu einem gleichförmigen Ganzen geschaffen. Er gab den Völkern verschiedenes Blut, er gab ihnen als Heiligtum .ihrer Seele ihre Muttersprache! als Vaterlandi Länder unter- ’ schiedlicher natürlicher Beschaffenheit. Aber. die Weltordnung, wie sie die Oottheit geschaffen hat, kann nicht zum Ziele haben, daß sich die Menschen in ihren'höchsten nationalen. Anstrengungen gegen einander wenden und so immer wieder von neuem den allgemeinen Fortschritt der Zivilisation aufhalten. Derjenige dient der Menschheit am besten, der, tief, vierwurzelt im Leben seines Volkes, das Erbteil der Sitte und des Oeistes zur. höchsten Blüte entfaltet und, sich so über sein Volk erhebend, bereit ist, der ganzen Menschheit zu dienen, wie es die großen Oeister aller Völker zu tun verstanden, deren Namen in der Menschheitsgeschichte verewigt wird.c . -• , 201

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