Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 6/7 - Juni/Juli (6.1926)
- Date
- 1926-06-01
- Page
- Seite 100 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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die Einrichtung von Mittelstand« Sparkassen (Frankfurt-Loge), die regelmäßige Verlesung des Wochenabschnitts, die Einrichtung einer Personal-Kartei, eine allgemeine Krankenversicherung (Sinai-Loge), berichtet Schwester Schlesinger- Frankfurt über die seit der Frankfurter Tagung geleistete Arbeit auf sozialem Gebiet. Die Pläne der Erholungsfürsorge von Schwester Margclinsky-Magdeburg werden von sämtlichen Delegierten befürwortet. - I Es wurden u. a. Resolutionen angenommen über die Aufnahme alleinstehender Frauen als vollberechtigte Mitglieder; Hinzuziehung von Schwestern indieWitwen-undWaisenkiwnmission der Brüderlogen; ferner über Ui|e der Distriktsvorsitzenden zu Vorstandssitzungen zwecks int nähme untereinander und mi nzuiiehung fen i erweiterten iiverer Fühlungdem Verbands- Vorstand. Außerdem wurde b®s dilojssen' durch die hochwürdige Großloge zit Schwestern als gleichberechtigte den wichtigsten Kommissionen c er Brüd^rjögen hinzuzuziehen. JUs Abschluß der anregenden Tagung hielt ester Dr. Dora Edinger-Frjuikfurt vof offener Ljoge einen auf hohem geisti jen Niveau stehenden Vortrag »Zur Problematik i inserer K jltur.« Dr. F r i e d a S: c h e 1 - < J o tj t h e 1 f t. Dr. Betty; - geb. 16. Jaguar 1885, Die Schwesternvereinigung der j Steinthal- Loge hat einen schweren Verlust erlitten; eine unserer bedeutendsten Schwestern hat ein jäher Tod dahingerafft: Dr. Betty Helmann. Jetzt, wo sie auf immer von uns gegangen, kommt uns erst so recht zum Bewußtsein, was wir an ihr besessen und was wir jetzt für ewig verloren. Wer die kleine, zierliche Erscheinung zum ersten Male sah, der empfing wohl kaum den Eindruck, hier eine Persönlichkeit vi>r sich zu haben, die weitaus das Mittelmaß überragte. Wer aber mit ihr ins Gespräch kam, wen sie mit ihren großen dunklen Augen anstrahlte, der wußte Bescheid. Die Augen waren es, die vor allem diesem Gesichte den Charakter hoher Intelligenz liehen, der einen so starken Eindruck machte. Intelligente Frauen gehörten bei uns Juden niemals zu den Seltenheiten. Bekanntliqh ist der Prozentsatz der akademisch gebildeten ein außerordentlich großer. Aber sehen sind es Hermann restj 17. April 1926. jene j Frauen, die (janzefi versuchen, die \it Mitglieder zu Lebensphänomene n Resultat war so Arbeiten kennung ihrer Hetmamp dem ihr abam Quell Höhen wie Betty Sein, ihr ganzes Wolen ^trakten Denken gaben, deren Ceist, dar Weisheit gei ränkt, erstieg. i . Mit zäher l fnerbittlichkeit, mit rastloser Energie forschte sie nach den Zut ammenhängen zwischen Denkgeset:en ,| und Forschungen bedeute id,; daß! ihre die lebiafteste Anerunsererl großen j Phi- Or. Betty tuf aHe losophen hervorrii ifen. Gellehrte von Ruf wie dfi: Professoren Harving, Glöckner urjd Groos sind des Lobes voll | über ihr umfangreichstes Werk: »Der Geschmack«. Sie wira sogar in Vergleich gezoger mit Simmel; zu dessen Liebling sscHülerinnen Hefmaqn sje sjch dl) rfte | | Wie sehr in diesen maßgebenden Kreisen ihie hohe Begabung geschätzt wirde, beweist di« Tatsache, daß sie kurz vor ilirem Tode zu einer Dozentur an der Universitäi Utrecht; be- Und, das üdinnen rufsn vkurde. Wenn man bedenkt erfahrungsgemäß in der Nach frieg]szeit wie schwer für