Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 5 - Mai (5.1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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nicht einmal Wasserleitung! — wird die Gartenstadt ein Muster der Stjädtebaukunst werden. Die Logen in Palästina sind für die Einwanderer' die Auskunftsstellen, wo i sie wahrheitsgetreue, zuverlässige Mitteilungen! über die zweckmäßigste Anlage von Kapital und Arbeitskraft erhalten. Das Klubhaus« zu dessen Bau Br. Lewin 5000 Dollars erbat und erhielt, soll, wie er hofft, eine wichtige Kulturmission in Palästina erfüllen. Die Werbungsrerse des; Br. Lewin hat somit einen vollen Erfolg gehabt. Das Exekutiv-Komitee übertrug die Leitung des segensreich wirkenden »Bundes zur Abwehr judenfeindlicher Angriffe« | dem Br. Sigmund L i v i n g s t o n in Bloomington (jllinois). Ferner beschloß es, Hand in Hand mit dem Kirchenbunde zu arbeiten, der eine Bewegung zugunsten friedlicher Verständigung zwischen Judentum und Christentum eingeleiijet hat. Während der zweitägigen Verhandlungen lief ein Brief aus Prag ein, den die Ordensleitung als ein Zeugnis für die zunehmende Befriedung der Welt ansieht: hier haben sich Vertreter der Londonloge (ihr Präsident Dr. Da ich es), sowie der Großlogen von Deutschland (unser hochw. Großpräsident), Oesterreich,Polen,Tsch^cho Slowakien, Türkei und Palästina zu freundschaftlicher Beratung zusammengefunden. Große Sorge bereitet der Ordensleitung die mangelnde Werbekraft unserer (deale in New York. Wegen allzu geringer Mitgliederzahl mußten - hier bereits Logen zusammengelegt werden! Die dortigen Logen schreiten zum Bau eines eigenen Logenheims, das j nicht nur die Logen und Vereine beherberget), sondern zugleich ein Zentrum Jüdischen Lebens in dieser Riesenstadt werden solL Inzwischen hat das traditionell gerichtete Judentum ir| New-York ein anderes Zentrum geistigen Lebens geschaffen: eine Talmud-Akademie (Jeschiwa), die der Staat als vollgültige höhere Lehranstalt anerkannt hat. Unter Leitung von Dr, Bertiard Revel empfangen hier 400 Knaben ihre! (höhere) Schulbildung auf religöser Grundlage. iDie öffentlichen Prüfungen und Ergebnisse von Preisausschreiben und anderen Wettbewerben hiben bewiesen, daß altjüdische Erziehungsideale! und moderne Wissenschaft sich sehr wohl vereinigen lassen. Nachdem die 19f6 gegründete Lehranstalt jetzt fällt ein prachtvolles neues Gebäude bezogen hat, sem(naren £u. — 77 erric itet sie jetzt eine Zweiganstält - für den Unterricht n den Naturwissenschaften und freien Künsten. . , ' Die Ordensleitung erwirbt sich, ein großes Verdienst, indjem sie diese Jeschiwa-Bewejung fördert und dadurch der Rückkehr zu einen von modernem Geiste erfüllten. traditionellen Judentum den Weg bahnt. Dennoch tritt sie auch sehr warm für; ein Zusammengehen der tra Jitionelleu mitderj freieren Riehtung ein, um in der Förderung der Verständigung, (»good vvilN) zwischen Judentum und Christentunv eins'der Men: chheilsziele unseres Ordens ' verwirklichen zu helfen. An erster Stelle ihrer MonatS$chaü (für Dezbr. 1925) berichtet das >B. B. Magajzine« von e inem diesbezüglichen Aufruf des 'Rabbiners Dr. Vbram Simon aus Washington bei der Tagung des ämerikanisehen Rabbinerverbandes. Auch der Croßrabbiner von Großbritannien und den Dominions, Dr. Hertz, predig die Notwencigkeit sirier jüdischen Einheitsfront; in einem Briefe an den; Präsidenten des Rabbinerseminars in Cincinnati, Dr. .Morgen st er.n, schreib) er: »Ich freue mich, daß die am Räbbinerseminar tätigen Märner einsehen, daß mindestens ebenso wertvoll wie wissenschaftliche Veröffentlicht ngen, die las Trennende zum Gegenstände haben, die Dinge sind, die uns vereinen Soliter; |die Verte idigungi gegen Oefahren von innen und außen, sei qs in örtlichen oder .alljüdischen Dingen. Eieiser Zusammenschluß ist ftidas Judentum von heute und .von morgen eine Lebensnotv endigkeit geworden,* n einem Punkte freilich; begegnen sich alle amerikanischen Glaubensgenossen: in der schrs nkenlc sen Opferfreudigkeit für jü Jische «Zwecke. Soeben hat.Fel ix War bürg eine halbe Milli jn Dollars für das Jüdäistisclie Institut an cer Universität Jerusalem gespendet. Der! Stifter nat ausdrücklich bestimmt; daß diese Geldsumme nur zur Heranbildung von jüd sehen Gelernten, Rabbinern und Lehrern verwendet werte. Wmn auch die Stiftung-vorzugsweise Angehörigen des amerikanischen Staates;:Ugute kommen soll, so darf sie dennoch •keinerlei polit sehen oder chauvinistischen Zwecken c jenen. Sollt;n unvorhergesehene Umstände fdie Wirksamkeit der Stiftung unmöglich Aachen, so sie den beiden amerikanischen 'Rabbiner-