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Der Orden Bne Briss · 1926-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1926) · p. Seite 65

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1926)
Date
1926-05-01
Page
Seite 65 (sequence 1)
Language
German
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r|jn, iiäi |l926 Nummer 5. (ßingetrafiBncr » $um er^ut. : $ft«ri638ff etöfuti iifrlag btr «roßlogt. Saib , iUtß&raßf 12. (UtlepDon ikbet Jtrttftel aus fcterra amt cfibon 4619. brrbtrten traun Ktttmlungmk Inha't; lüilischer Oeist in der neuen Kunst nnd Dichtung. — Sigmund Freud \Vo!f$fetd. — Oberlcndefgerichtirtt Ernst Wt!mersd5rifer. — Kunsfaosschuß dem Büro der Qrofftoge. — Aut Amerika. — BüCherschau. — Za- und Vereinigungen der U.O. BfB. Logen (Frauehvereln der L<$sirtg»Loge; 2. 'l'.o.B.B.i Schwettembund der Humatritas-l oge, üldwitz; Einsamkeit). — Ml i einem 70. Gebujri Jer OroBloge. - Abgänge bei den ung des Distrlk teitungen. — Bei Tig tstag. — Der Maler und Oraptalker Erich Hilfsverein der Deutschen Juden.' — Aus Logen. — Aus dem Verbände der Frauerfts des ostpreuflischen Schwettcmverbandes läge: Logenbeiichte. Jüdischer Geist in der neuen Daß1 jüdischer Oeist Kunst und Dichtung. Von [ Kurt Walter Golds chtpidt. einen grbßen, ja, am -T Bd Ikerungsanteil gemessen, außerordentlichen B vag zum neueren und neuester Geistesleben gcliLfert hat — die Tatsache selbst ist unanfechtbar. Wenn es nich schon ah sich in die Aügen spränge, würde es die wütjende Gegnerschaft 'beweisen, die oft eben durch dieSfe Tatsache vausgelöst wird. Ein gewisser Antisemitismus — und gerade der einer höheren Stufe und Spielart, sei w eit man bei schlechten Rassenhaß-Jtjslinkten tiberhaupt von Unterseiüeijtetihder Höktfllage j sprechen kann — ist g<- adezu ein mehr odfr minder' ungewolltes K mpliment für die Gföße jüdischer Kulturle; .ung. — Zwejerlei überrascht dabei auch den ki digen und unparteiischen Betrachter: das in Jahrtausenden der Unfreiheit oder Halbfreiheit ni cht zu erschöpfende Ausmaß jüdischer Vitalität— fu!;J der verblüffende Einklang zwischen den Zfcitbewegungen und den Evolutionen des jüdischen Geistes. Und das ist doch wonl nicht nur aus der grolßen Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit dieses Oeistes zu erklären, d; 1 dabei freilich auch dine gewisse, aber nur untergeordnete Rolle spielen mag — sondern man wird darin1 doch tieferen Zusammenhang, wirkendes Gesetz erblicken müssen. Aber eben hier liegt auch zugleich die Schwierigkeit! Denn sofort erhebt sich die Frage nach der Art dieses Zusam nenhanges und Oesetzes — und nach den Grenzen des ajllgemeinen und des'be&onddren jüdischen Anteils.! — Nun gibt es kein echtes; Problem, das restlos lesbar wäre, und auch| diese F rage nach Art und Umfang des jüdischen] Anteils läßt sich hur bedingt und ahdeutungs weise beantworten. Man wird sich auch hietj des anregenden und in die Tiefen führenden! Grübelns nicht restlos zu entsqhlagen'brauchenj aber nicht in unfruchtbarer Vergrübelung stecken, bleiben dürfen, sondern sich besser an die Tatsachen halten, die beredt genug sprechen. Man hat den jüdischen ».Intellektualismus« geschmäht, und es ist nicht zu leugnen, daß er seine Schattenseiten hat — über eben .dies jüdische Geistigkeit, die ebenso sehr Ausdrud ursprünglicher Rassenanlage wie eines vieltafusend jährigen Kultur-Erbteils sein mag, gibt geradei den vorgeschrittensten jüdischen Geistern jenes - 05 -

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