Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- Beilage 1927 (1927)
- Issue
- No. 4 (4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Referent bei Punkt I und 7 statt Oebet die Worte Eröff-; fiuug und Schluß vorschlagen, die ja alle Möglichkeiten von Formen in sich. einschließen. Der Referent fügt sodann eingie vergleichende Bemerkungen hjnzu: er betont, daß die Ostpreußische Loge in sachlicher Beziehung des Zusammenarbeitens am wei-. testen vorgegangen sei und gute Resultate berichte. In jüngster Zeit hat auch die Zacharias Frankel-Loge großes i Entgegenkommen bewiesen.. In außerdeutscfien Distrikten, so besonders im Orient-Distrikt und in den amerikanischen Distrikten, ist die Erfassung der frauentätigkeit im Rahmen selbständiger Logen, Hilfslogenj (Bnoth Brith) mit Ballot und Ritual erfolgt. Es wird \|on guten Resultaten berichtet. Er empfiehlt die Annahjne der von Br. Leszynsky und Br. Lewkowitz mit .Zustimmung des Geschäftsausschusses vorgelegten Organisdtionsbestimmungen, mit Einschluß der kleinen von ihm ^rwähnten Abänderungen.' Br. L e w k o w i t z-Breslau jerklärt sich mit den Ausfüllungen des Referenten einverstanden, hält besonders eine feststehende Tagesordnung )für erwünscht und schlägt vor, die Bestimmungen obligatorisch zu machen. Br. Timendo-rfer ist füti Streichung des Punktes 6 (Zulassung Von Nicht-Logenfraupn) und Punkt 7 (Genehmigung der Beschlüsse durch dert Beamtenrat). Er wünscht die 'Feststellung des Generalkornitees, daß die Ueber lassung des Logentempels bei i gewissen Feierlichkeiten bedenkenfrei ist, und befürwortet die Annahme der Organisationsbestimmungen als Gesetz, da sie einen Schutz für die Schwesternvereinigungeni bedeuten. [■ I. Br. Strauß- Ka rlsruhe; hält die" Bestimmungen zu sehr auf Berlin zugeschnjtten. Der Südwestdeutsche Logenverband sieht keinen zwingenden Grund zu einer allgemeinen Regelung. — Punkt 6 möchte auch er gestrichen haben und das Ganze lieber als Richtlinien sehen, denn als Gesetz. . | Br. Ge.orfe C öh n - S t e t!t i n legt Wert aufd>e Bestimmung, daß die Wiederverneiratimg mit einem Nicht- Bruder den Austritt bedingt. | Br. Hoeniger-Ratibojr hält die Bestimmung für tief in die Struktur des Ordenslebens einschneidend, wünscht Abgrenzung deV Mitgliedschaft be! volljährigen zum i Hausstande gehörenden Angehörigen. L Die Punkte 6 und 7 müßten gestrichen werden. Br. Wiesmeyer-Prag berichtet, dal) die Situation bei den Schwesternvereinigungien in seinem Distrikte ähnlich-wie in dem vorliegenden Entwurf des VIII Distrikts geklärt werden solle. Br. Doernberger- Dortmund erwähnt, daß die Schwesternvereinigung seiner Loge gegen jede Regelung sei, insbesondere aber die Aufnahme von Andersgläubigen ablehne. Br. F I s e n t h a l-D ü s s eil d o r f betont im Gegensatz hierzu, daß die Schwesternvereinigungen des Westens Gesetze erwarten, alleinstehende Frauen; aufnehmen wollen und gegen Aufnahme von Andersgläubigen seien. | Br. Storch-Hamburg erwähnt, d^ß außer im Orient und - in Amerika auch in London eine weibliche Zu ü Hilfsloge bestehe. Er wünscht nur Richtlii i die ganze Frage dem Geschäftsausschu 3 überwiesen sehen. Br. H i r s c h - B e r I i n ist für den Geschäftsausschuß nach Fühlungnafti Schwestemverband und spätere nochmal i| Br. B a e c k glaubt, daß die Frage sei, und rät. die Bestimmungen als zu em linien anzunehmen und die redaktionell« Berücksichtigung der hier vorgetragenen Geschäftsausschuß zu überlassen. Im gleichen Sinne äußert sich Br. Frankfurt, der unter Weglassung der die endgültige Erledigung dem Geschäft übertragen wünscht. _ Im Sinne der Ausführungen der Merzbach wird beschlossen. ckweisurv. an me mit dem ge Erorii ong. rnügend g.Uärt afehlende! R;cht- Fassung u-'.er Wünscherem Merzbach' Punkte (ij i::id 7 tsausschu!' w B 3r. Baed -.md- Tuberkulose-Fürsorge. Br. Seeligsohn berichtet: Es galt als feststehende Tatsache, daß vor dem Kriege die jüdische Bevölkerung in fast allen Ländern eine viel geringere Sterblichkeit (Mortalität) 'an Tuberkulose hatte als die christliche. In Berlin z. B. starben im Jahre 1905 auf 100)0 Lebende der ien und möchte noch fcGinal von den Juden □esam'b^völkettei den ungen vyunien djer ganzrii Welt Gesamthevölkerung 21,66 an Tuberkulose, nur 9,S1 '70. Auf 100 Todesfälle bei der rung kamen 12,4S an Tuberkulose Verstorbene, Juden nur 7,04 °/„. Aehnliche Beobach nicht nur in Deutschland, sondern in gemacht. Trotzdem /die Juden viele zur Tuberkulose di^ponie rende Faktoren besitzen, war auch die 2ahl an £rkram kungen an Tuberkulose (Morbidität) unter ihnen feiner als bei den Nichtjuden.■ Wissenschaftliche Untersuchungen sehr eben den Juden eine besondere Rassehimmunität zu; behat pteten, daß sie im Ghetto einen Ausleseprozeß ’durchgen acht haben, in dem die nicht widerstandsiahigen Elemente der Tuberkulose erlagen und ihre Art nicht fortpf anzen könnten, hoben den Einfluß der Religion und. der ri bellen Hygiene, die Sdrge um die Familienmitglieder, < as rechl'zeitige Aufsuchen des Arztes, die sorgfältige Behandlung und Pflege hervor. Fast bei allen Völkern Europas seh :n wir in den Kriegs jahren eine erhebliche Zunah me kulosesterblichkeit, bei den neutralen Läi idem gerem, bei den am Kriege teilnehmenden Völkern höherem Grade. Die Ursache lag in der I Jhteremäjhiutig, der Verschlechterung der ökonomischen und Wirtschafti liehen Bedingungen. So stiegen in Alt-Berlin die T. desfälle an Tuberkulose bei der Gesamthevölkerung von '249 i. J. 1913 auf 5039 i. J. 1917,, bei den Juden von 74 alh 152, d. h. um mehr als 100°/,, In den’nächsten Jahrcrj >mk allerdings die Sterblichkeit bei den Juden erheblich;! ßte 1922 23 bereits den Friedensstand erreicht und sank .324 noch mehr, dagegen hat sich in den Nach triegsjahtjen die Schwere der Fälle gesteigert. j Eine auch nur einigermaßen brauchba e Statistik (j her den gegenwärtigen Umfang der Tuberkuloseerkrankjun;;en unter den Juden gibt es nicht. Es ist vi rsucht wörtien,; der Tuberm gei'inin 4