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Der Orden Bne Briss · 1926-04-01 · Nr. 4 - April (4.1926) · p. Seite 54

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 4 - April (4.1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 54 (sequence 2)
Language
German
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Vertiefung klarer ßegr ffe. Von .der ersten Sitzung an haftet sein Irteresse an den Dingen der Loge, auch an den nebensächlichen, deren zeitweiliges UeberwuchErn wir nicht immer hindern können. Es ist auch ein Vorteil,' daß dann die Reden der Einführungs-Sitzung dicht mehr primitiv und eiern« ritar zu sein brauchen, sondern auch dem älter« n Bruder Neues sdgen können. In großen Logen haben diese vorbereitenden Veranstaltungen eine schnellere gesellschaftliche Annäherung der Kandidaten an die prominenten Brüder zur Folge, und es ist nicht mehr gut möglich, daß ein neuejr Bruder nach seiner Einführung nicht wiedei; in die Loge kotimt und die Mitglieder des er nur int Halbdunkel Sitzung gesehen hat, nicht grüßt. j In diesen vorbereitenden Unterhaltungen bauen wir den Adepten keineswegs goldene Brücken zur Loge. Wiel man einem, der zum Judentum übertreten wilj, diesen'Schritt nicht allzu leicht machen soll, jso bitten wir die Kandidaten, lieber auf den Eintritt in |die Loge zu verzichten, falls sie ihr nicht Beamtenrats, die der Aufnahmemehr kennt pnd 1 genügend Zeit und Kraft widme i können j nd wollen. Um die jungen Brüder stärker an die L ge zu fesseln, hat man sie durch P«ragra( en zwingen wollen, in den ersten Jahren al an Sitzungen beizuwohnen. Ich gaube nicht an den Erfolg dieser Maßnahmen. Jtber ich gl* be, daß das Flämmchen des Logenir teresses s< ort heller aufleuchten wird, wenn nan; ihm j. aktische Arbeit als Nahrung gibt Der Neu .ng sollte sofort in den Kommissionen nitarbeiten. Ich schlage eine Bestimmung vor, wonach jeder Bruder im ersten J ihr nach st ner Einführung einer oder mehreren Kommissit nen angehören muß, und zwar als Beisitzer ohne Stimmrecht, der verpflichtet ist, lach Anleitung der älteren Brüder die schriftlichen und me hanischen Arbeiten auszuführen, n den Komissionen für Wohltätigkeitspflege, im* geistigen Ausschuß u. a. wird es viel Interessantes für den jungen Bruder zu tun geben Er wird von Anfang .an auch an der Kleinaibeit der Loge Interesse gewinnen, und der Best ch der Logensitzungen, auch der rein geschäftii :f zum Bedürfnis werden. Zum 75. Geburtstag vpn Alexander Moszkoufski. Von Dr. Ludwig! Da . Die "ganze gebildete Welt feierte im vergangenen Monat den fünfundsiebzigsten Geburtstag Alexander Moszkowskis, eines Wtltweisen, in dem sich bewunderungswürdige Gelehrsamkeit, tiefernste Fröhlichkeit, Liebenswürdigkeit, Bescheidenheit, außerordentlicher Fleiß und last not least Herzensgüte in einzigartiger Weise mischen. »Und wenn der Mejnsch in seiner Qual verstummt, gab mir ein Gjott zu sagen, was ich leide«, ruft Tasso zerquältj aus; — Moszkowski ist höher begnadet; ihm igab ein Gott das erlösende und versöhnende Lachen des Verstehenden, der — im Nebenberuf unverbesserlicher, galliger Melancholiker —, ^alle Hinter¬ und Abgründe des Lebens kennt und trotzdem seinen Humor nicht verloren hat. Die jüdische Bevölkerung bildet' im Deutschen Reich kaum ein Prozent, der Gesamtbevölkerung, Man stelle jedoch einmal alle v i d s o h n, Berlin. Kulturträger und geistig überragenden Kö.fe Deutschlands zusammen und prt fe nach, w e viel Prozent davon Juden sind; wahrlich m bischen mehr als ein Prozent! Ein auffallt ud hohes Kontingent intellektuell «öchstwerther Menschen stellen auch die Ostj iden. — ie Familie Moszkowskis stammt aus aus dem kleinen Püiza, jense ts der ob rschlesischen Orenze. Sie siedelte im zweiten Lebensjahr des Kindes über; hier ist er aufgewachsen Schule besucht. Es sind nur Alexander und Moritz. Beide haben es zu Weltruhm gebracht Musiker und Komponist; seine M|e!odien hab n sich alle fünf Erdteile erobert. — Alexander war froh, daß sidh ihm sei: n so früh deutsche Bildung um schließen durfte; dessen ungeacht« t wird jede h seine Jugend durch bestes und trautes jüdisches hen, wird ihm Südwestpo n, jedoch sci. jn nach Bres tu' und hat ie zfvei Söhne a, hochbega >t, Moritz wu ie

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