Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 3 - März (3.1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 49 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Vertiefung j de$ Sch \ yesterngedankens. Vo: geschieht dies, werden, würdig' ilvürdig in ihrer $ie zu gehen sie in sich das serer Männer Schwester Toni Wenn unsere Männer als Brüder dem Orden Brte Briss zugeführt werden, sc nachdem sie für würdig befunden in ihrem Tun und Handeln, Person und im Verkehr mit anderh. Bei manchen Lc^en wird sogar eine gewisse geistige Höhe verlangt, um eine Auslese von i Sonders wertvollen Menschen zu vereinen. Durch feierliches kitualr-wetden sie bei ihrer Einführung mit den Aufgaben desOrdens bekannt gen iac|ht, sie werden durch strengen Schwur verpflichtet, nit der ganzen Kraft ihrer Person und ihres Ve mögens an der Verwirklichung der hohen Ideale des Ordens mitzuarbeiten. Von begeisterte^ führern wird ihnen der Weg gewiesen, den haben, und voller Stolz tragen Bewußtsein, diesem Orden anzufeehören. Wie ganz anders bei uns 'F atien. — Nur durch die Zugehörigkeit zum Orden sind wir Logenschwektejrn geworden Kein Wort verpflichtet,*) keine Rt gd bindet uns. Wir finden uns zusammen und in einen uns zum großen Teil t Doch schon damit beginnt fiir uns die erste Aufgabe — denn wir müssen versuchen, die Leere, der wir gegenüberstehen, mit warmem Leben zu erfüllen, eine Aufgabe, gai sehr schwer, ch eben deshalb doppelt reizvoll, . Als Richtschnur diene uns|der Zweck des dens, der da lautet: Alle ^dcl denkenden •aeliten zu vereinen, zur Förderung der höchsten stigen und sittlichen Güter tiei Menschheit.' i seiner Fahne stehen die drei Worte: Wohligkeit, Bruderliebe und Eintracht. Zu diesem nner stehen auch wir. Aus der Fülle der uns -hllos zugewiesenen Frauen müssen wir verdien, edel denkende heraus zu finden und urch diese andere zu beeinflussen und zu bilden, i die höchsten geistigen und sittlichen Gütert -*r Menschheit zu fördern/ um Wohltätigkeit, 'hwesternliebe und'Eintracht zu üben. Soweit .sgedehnt ist dieses Feld, daß es immer wieder *) In vielen Schwesternvereinen vir ird! allerdings jede trejten oft fremd fiemden Kreis. t" eintretende Schwester durch c:liwesternschaft verpflichtet! e i s e r, Breslau. ,_. ' . ■. Irischer Kräfte bedarf, um jedem Wort der» lebendigen Oiem einzuhaüchen. Unter Wohltätigkeit verstehe ich nicht dlie soziale Tätigkeit zum Wohie der Bedürft igen und Leidenden, das .war immer die edelste (rabe der jüdischen Frauen, dazu bedarf es V nur Aufnicht Handschlag auf ihre Anna Lewy. erst des Zusammenschlusses' in .einer Loge. — Nein, ich verstehe darunter das Wdhltun an sichj mit allem, was ich vermag, mit meinem ganzen Herzen, mit meinem ganzen Vermögen, mi# der vollen Krqft meiner Persönlichkeit,- alles, was Gutes in einem Menschen ist, — und in jedem Menschen ist Gutes, — das soH dem andern iur Verfügung stehen, das soll ihn trösten,* vrenn <r leidet, das soll mit ihm sich frenen, wenn er freudig ist, das soll ihm menschlich wohliün, soll ihm das Gefühl der Zugehörigkeit geben, wenn er sich verlassen fühlt. Und-so eng sind (ie drei Worte miteinander verbunden, daß ohne < ie zwei andern, Schwesternliebe und Eintracht, nicht die Wohltätigkeit und das. WohUuri bestehen kann. Schwesternliebe. — Welch schönes Doppelwort, hier in eines verschmolzen. Schwester und l.iebe untrennbar verknüpft. Das .ke'tfsches^e und zarteste Wort »Schwester«, ein Begriff, den nan nur in inniger Verehrung nennen, den’jnan ar nicht aussprechen kann, ohne den .Begriff — .iebe. Und hier in unsern Jiehwesternvereinen nd Bünden ist uns das ßechrt gegeben; (einnder Schwestern zu nennen, ein Recht, das ns ein Halt ist in der Not, eine Erquickund im chmerz, ein Stolz für den Schwachen* aber auch i ine heilige Pflicht für den Starken, eine heftige nd zwingende Pflicht« der man sich freudig |und i emütig beugen muß. Alle Herzenswärme;'deren wir fähig sind, muß ausstrahlen, um das ^ort : uszufüllen, und nur Eintracht eimöglicht i es, i olch hohen Aufgaben gerecht zu werden. Wer reinen Herzens zu uns kommt, bestrebt ( urch Vervollkommnung und Veredlungseiner! elbst, ein Vorbild und ein Genosse der andern; u werden, wer sich tragen läßt von dem Oe- (anken, daß Schwesternliebe, wie wir sie vers tehen, die Verwirklichung der wahren Mensdi en-^ I ebe ist, der wird gar bald die wohltuende Wärme — 49