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Der Orden Bne Briss · 1926-03-01 · Nr. 3 - März (3.1926) · p. Seite 35

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1926
Issue
Nr. 3 - März (3.1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 35 (sequence 3)
Language
German
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Der Orden uikd die Jerusalem-Bibliothek. Br. H Wenn sich der Orden Bne Bris; die Pflege von Kunst und Wissenschaft als Eines seiner hohen Ziele gesetzt hat, so erreicht er dies Vorbereitungen zu durch Förderung kultureller Bestrebungen, die geeignet sind, im Oeiste des Judentums und aus-ihm heraus Kultur zu schaffen. In diesem Sinne waren es die Bne Briss-Loj en in Jaffa und' Jerusalem, die die ersten jüdischen Bibliotheksgründungen in dem zu n >uem Leben erwachenden Lande in die Wege lei eten. ist keine Frage, daß diese Bibliotheken zuerst recht ,klein und nur Vereinsbüchereien waren. Als aber Dr. Joseph Chasanowicz in Bfaly$tok seine Oedanken und sein Unternehmen, ade! jüdische Literatur der Welt zu sammeln und alles an einem Orte geordnet aufs uspeichern, was jemals irgendwo von und über Juden, für, gegen und über das Judentum geschrieben worden war, mit der Jerusalem-Bibliothek verhn-■ ’a bekamen diese Bibliotheksgründungen einen allgemein jüdischen Zweck. Wenngleich sie auch dann noch für eine lange Zeit nur eine verhältnismäßig geringe örtliche Bedeutung ' hatten, so erregten sie doch die Aufmerksamkeit der Qroßloge des deutschen Distriktes des Ordens, und diese hat es durch ihre zahlerlmäßig doch eigentlich geringe Biihilfe erst ermöglicht, daß die Jerusalemer Bib iothek, für die Dr. Chasanowicz seine ganze Lepensenergie einsetzte, nicht bloß sich langsam systematisch erweiterte, sondern auch schlimme dauert hat. Die Leitung befand sich Jahren in den Händen der Jerusalem-Loge unseres Ordens, und auch die andere palästinische Bibliothek Scha‘ar-Zion in Jaffa (und jetzt in lei Abib) wurde von der Loge aus Ihre Gründerin und Trägerin war Scha ar-Zion U. O. B. B. in Jaffa (Tel Ms die Idee, in * Jerusalem einmal eine hebräische Universität zu errichten, sich zu verdichten begann, wurde von fachmännischer Seit*, sofort angeregt1, )die bisher Von einrich Loe w e, 4 ontefiore-Loge. wurde einem Fachmanne der Auftrag erteilt, als künftiger Direktor1 der National-Bibliothek al ahre Oberin diesen gegründet, die Loge Abib). »National- Bib' r.thek«' genannte Jerusalemer Oründung so zi' ■ stalten, daß sie eine Universität:; •Bibliothek Universität vor dem Kriege begonnen werden sollte, rle. Als dann die Oründung der einen sollte, großen Teil der Ausbau treffen, daß sie ihrem eigentlichen Ziele und zugleich dem* Zwecke einur Universitäts'- Bibliothek dienen könnte. Der Krieg hat zwar diese Arbeit verlangsamt, aber nur zum Teile unterbrochen. Sie wurde utimittelW nach dein Waffenstillstände mit dir größten Energie v^ieder aufgenommeri und tuet dazu geführt, daß jdie Bibliothek, die ,am 1. Ju i 1920 ungefähr z^ranzigtausend katalogisierte Bände zählte, heutei rund hundertzwanzigtausen 1 haben dürfte. Bei Gelegenheit des 1923 abgehaltenei i Karlsbader Kongresses trafen sich* Mitglieder des Ordens aus Ellen Ländern und berieten unter dem Vorsitze des dortigen -Logen* Präsidenten über die Teilnahme des U.O.B.B. an den Arbeiten in Palästina. Dabei.'wiirde als bevorzugte Tätigkeit des Ordehs, auf die e seiner Energie. Verwender i der Jerusalem-Bibliothek an gesehien. Dieser Einhelligen Meinung der sc zahlreich besuchten! Versammlung*yon Brüdern entyj icht auch das Interesse, das die hochwürdige Großloge für Deutschland seit langen Jahren der Jerusaleiji-Bibliothek zuwendet. Und mit Recht!; Denn die Bib iothek ist nicht bloÖ’ die Grundlage der do(t entstehenden Universität, nicht bloß die Vorbedingung aljer kulturellen und wissenschaftlich en. Arbeit überhaupt, sondern es gibt keine Institution und keine Behörde, keinen Chaluz, der nicht der Büchersammlungen und besonders der Jerusalemer Bibliothek angewiesen, wäre. Diese ist zugleich der Grundstock einer Biblio :hek, die alles^ jüdische Wissen und alles Wissen vom Judenfume in sich vereinigt und eine allgemeine Universitäts-Bibliothek, wie auch andererseits die große freie Volks- und Stadt- Biblio hek, deren e|ine, kulturell gesinnte Bevölkerung dringend l bedarf, vertritt.; t In Deutschland ist es die »Gesellschaft derFreiinde derje.ru$ajem- B i b 1 i,o t h e k C. V[c, die die Trägerin dieses . \ keinen Beamten unt auf die Benutzung 35

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