Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1926
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6727475-6029137-6074684--1056-4867704- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
uns der Gedanke des Patronats einen uns alle beglückenden |Ausweg zeigen. In einer Logenzeitung wurde von einem Bruder derselbe Gedanke ausgeführt. Er sprach in seinem Artikel von einem Nahbruder. Die Vorsitzende bestimmt eine der ältere Schwestern, das Protektorat zu übernehmen. Da ja die neuaufzunöhmende Schwester niemals eine ganz fremde sein kann, ist es natürlich empfehlenswert, wenn eine befreundete Schwester das Protektorat übernimmt. Diese übernimmt die Verpflichtung, die neue Schwester einzuführen, sie bekannt zu machen im Kreise der Logenfiauen, und bleibt bemüht, d is Interesse n tuen Schwester am Logenlebt n wachzuhal Eie neue Schwester fühlt >ald die ec & ihwesterliche Fürsorge, faßt Fuß im neL K reis, fühlt sich bald heimisc 1 und empfirj si thnell dieses feine Gefühl (es inneren / sammenhangs, der tiefen Bincung der Log frauen. Und darum sollten Einführungen Solcher oßer ähnlicher Form mit Protektor ir allen Sch westernvereinen vorgeiommen wercj denn sie fördern den Geist " ngchörigkeit und den inneren s, immenhang. der Zusamnr seelischen 7 :n ■■tt *itti t Die Heime als hauswirtscha für unsere weiM Von Bertha Kauft i Gekürzt wiedeijg tliche Ausbildun^sstätter iche Jugend. ann, Hannover, egeben.) I Neue Wege weisen zurück auf gute alte Zeiten, in der die deutsche Hausfrau, die jüdische Gattin und Mutter nodi höher bewertet wurden. Durch den Krieg, seine Begleit- und Folgeerscheinungen wurde die Frau jäh und übefgangslos aus ihrem eigentlichen Wirkungskreis, der Familie, herausgerissen, wurde in den Existenzkampf gestellt und mußte den Wettbewerb mit dem Mann aufnehmen. Sehr schneil erkannte •sie dann, daß -das Gebiet, welches sie bis dahin votwiegend ausgefüllt hatte, ihr in Zukunft nicht mehr genügen würde und überspannte im Gefühl der wachsenden Befähigung ihre außerhäusliche berufliche und soziale Tätigkeit. Sie verlegte den Schwerpunkt ihres Schaffens zu sehr nach draußen, oft zum Schaden der eigenen Häuslichkeit^ Die-, heute wirtschaftlich so schwere Zeit aber fordert, gebieterisch auf der einen Seite die tüchtige Hausfrau, dfe imstande ist, ihren Haushalt sparsäm und doch tadellos zu führen; andererseits die Verständnisvolle Gefährtin des Mannes, die seine geistigen Interessen teilt, die Mutter, welche nicht nur für das körperliche Wohl der Kinder zu sorgen weiß, sondern auch dank ihrer Kenntnisse auf ailen Gebieten helfen und raten ann. Imm er hat es Sturm- und Drangperioden in der Jugend gegeben, noch nie aber wurde sie so revolutioniert und in ihren Orundf^ßten erschüttert, so haltlos gemacht und entwurzelt, vie es heute der Fall ist, und doppelt wichti ist es daher, daß die Mutter, vertraut mit dt Ideen .der Jugend, ihr eine Freundin sei. Diese mannigfachen Aufgaben können nur dann e ne befriedigende Lö.sung finde n, wenn zuvor s ichgemäße hauswirtschaftliche Grundlage bildet. Die [Leitung muß zielbewußt sein, zweckmäßig und praktisch die Zeiteinteilung, lilealsynthese zu verwirklichen, die Frau von des Tages Mühen sarbiert werden und wird ihr nolcti Zeit, Spannkraft und Aufnahmefähigkeit bleiben, um sich mit den Dingen; die Jaußerhalt des Alltage > liegen, zu beschäftigen. Wie vers :haffen wir nu Schulung die im Haushalt iie Handhabung tur dann ist die nur dann wird licht völlig ab Leben hinausdben, sei es in unseren Töchtern, ehe wir sie ins z ehen lassen, sei es ins Berufs die Ehe, die sachgemäße Ausbildung? Das Althergebrachte war die Ausbildung Elternhaus. Aber diese .Methode bewährt si< nur in den wenigsten Fällen. Aut die versch denen anderen Ausbildungsmög ichkeiten v e h aushaltspensionate oder dergl. n öchte ich hie■: nicht eingehen, die Einführung eim s Pflichtjahr s a l Haushaltungsschulen ist freudig zu begrüße % denn gefordert werden muß eine ächmännisc Ausbildung. Es sei deshalb die Aufmerksamk l' hingelenkt auf eine Pionierarbeii, welche 2 ion-Loge Hannover mit der Errichtung ein dem Kinderheim in Norderney ungegliederte * — 14