Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 12 - Dezember (12.1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- Seite 239 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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t nie ist mit vielen Wohlfahrtsbestrebungen aufs >te verknöpft. r * * Einwanderungsbüro in Mexico. Die Zahl der Einwanderer in Mexico beträgt atlich im Durchschnitt 2000. Das vom Orden eingesetzte Büro bemüht ‘sich-, nach verschiedenen Richtungen hin, Hilfe zu leisten Zum Tätigkeitsprogramm gehört auch ärztlich« Hilfeleistung. Ferner ist eine Darlehnskassc begründet worden. * Bücherschau. ■»feinthal, H.: Ueber Juden und J'u dcntu m. i-je und Aufsätze, Ed. Gustav Karpeles. III. Auflage. .. >1. Nathan, Berlin 1925, Poppelauer. Preis: Mk. 7,60 »geh und Vereine Mk. 5,70). an Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten liegt zwischen ,teu upddritfen Auflage, und unter den Aufsätzen n sich solche, die vor mehr als drei Jahrzehnten .lieben sind. Und dennoch, wenn man sie liest, will. iS bedünken, als wandelte Steinthal noch jetzt in Mitte und spräche zu uns. So aktuell is der , so frisch und lichtvoll sind die Gedanken, die hier lagen werden. ie Aufsätze erwärmen und ergreifen uns, wejl sie, :r Verfasser selbst bezeugt, mit seinem Hetzblut eben sind. >e der Prophet bald grollend, zürnend und drohend, erhebend, aufrichtend und tröstend, so wende! sich Welt weiser in diesen Blättern an seine Olaujbens- ■sen, Männer und Frauen, um sie aufzuriitteln, ianzu- und ihr Leben und Tun zu veredeln. Denn er ■ite Israel frei wissen von jedem Fehler: es soll ein. > s Volk sein . (S. IS ) k Beim Lesen werden wir. von feinen Apercus und gen Aussprüchen angenehm überrascht, die wir am en auswendig lernen und uns undj unseren Kindern ■.-efhigelte Worte einprägen möchten. ‘.inige mögen hier folgen: Unsere Fehler sind derartig, daß sie offen vor aller en liegen Darum dürfen wir auch offen von den- ■m reden: sie sollten nicht Versteckt werden, sondern san. 'S. 4.) Du liebst dein Kind? Du liebst es fürchtest du nicht, daß. gerade diese deine Liebe hindert, deine Schuldigkeit gegen d«s Kind zu tun? I Was liebst du denn in feinem Kinde? Die Fort- -ung deines leiblichen Lebet)s? .... Soll dein Enkel perlicher Linie mit deinem Vater Zusammenhängen, licht geistig? Soll er nichts davon haben, was die!tem im Schmerz getröstet, in der Not erhoben, in;'eit gestärkt hat? Also laß deinen Sohn die Ge- ' seiner Väter kennen lernen. (S. 10.) Wer Wert >ut legt, . Integer vilae und Oaüdeamus singen zu men, müßte sich schämen, wenn ihm die viel schöneren mien fremd blieben. (S. U.) Bedenke, welcher Ahnen Sohn du bist! Lerne von .'n Völkern, aber nicht Ihre Fehler und etwa ihre ster, sondern nur ihre Tugenden!« (S. 13) und I Stoffen. ein Von niemandem werden dje Juden härter.beurteilt werden sie so verurteilt, wie von den Juden sejbst.- Wärupi Weil es jeder Jude fühlt und weiß, daß jhm der'Fehle jedes Glaubensgenossen angerechnet und zugeschriebe wird (S. IS.) Lernt einer Temperament beherrschen" (S.-19 Prahlt nicht, : sucht nicht zu glänzen, glänzt miß nicht* auch nicht mit Lobenswertem, geschweige mit, Tand Suchet keinen Ruhm, gehöret zu ’ den- S tr 11 eh Lände!- S. 20.) Die beiijimte jüdische Nüchternheit. und> Mjßigke t soll sich nic| t bloß* auf Speise und .Trank beziehet sondern sie so I ein Uebermaß jeder Art, den Luxusin jede r Form vermeid m. Man ist nicht bloß von Weih,trunke i berauseft, sondern auch von Steinen, Metaller (S. 21) „ . .^Das Heft ist ein Organ, und ihr wißt, 'wenn Organ gesutil bleiben soll, so muß es in Tätigke t bleiben So | altet auch euer jüdisches’Herz in Hebung in Enthaltsamkeit, in Keuschheit, .in Liebe imd Aufopferung, in |)enrut.« (S. 49.) . .. Der Gesellschaft zur Förderung deß Judentums >ow auch dem Vjrlag schulden wir Dank für diese schölle? Gabe, die in ) einem jüdischen Hause/in keinem jüdisch« n Verein, in keiier jüdischen Loge fehlen darf. E. F i n k e 1 Felix P nner. Das neue Palästina, volkiwirtschaftlich! Studien 1926 — Rudolf MoSse ßiichverh g . 82 Seilern Der'Vefflisser will neben das »Lyrische und’Qefüh te’ und Fachlich :«, aus dem heraus die bisherigem. Büch :r über Palästih t entstanden sind, eine Schrift stellen, (ie eine Synthejs: zwischen Menschlichem und Fachlichem bieten soll. 1 Die Idealität des Paläslihajuden, die ein Menschentuh mit besonderer siftlicHer, gesellschaftlicher nationaler IPi ägung schaffen will, muß sich mitv Rat onalität verelr igeh, damit das Ziel erreicht werde.' * ln siebei i Kapiteln verbreitet sich der Verfasser üt er die Problenii des Bodens, der Arbeit, der;SiedIung< n, der Einwanderung, der Märkte, der Industrie und (es Sozialismus) ’ Ueber Id is Stadium der Utopie, so. führt der Verfas ier giundsälzlic! aus, ist die Palästinafrage hinaus- und in.i as Stadiurrj der realpolitischen Experimente hineingewachs :n. — •,239