Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 12 - Dezember (12.1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- Seite 233 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6727475-6029128-6074664--0992-4867665- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
J I non der Frieüensausschuß, der Ehrenrat usw.' p:,nd, wenn ic h mich in dem ganzen Kreise vergebens umseie, wem ich mich vertrauen könnte, ’wer als wahrer Freund zu mir stehen würde, wer mir helfen würde, wo ich es nöt'g hätte — dann dürfte ich mich fragen, ob nicht n zwangloser Stammtisch . mir ebensoviel misten würde, ohne so große Ansprüche zu . leHen und Unterwerfen. Meine Ausführungen werden', vieleicht n(ianchen nüchtern erscheinen, und eis ist wahr, bleiben weit hinter dem Schwung und und Weihrauch zurück, die-bei solchen mich so starken Bindungen zu sie S chwall Anlässen üblich sind. Aber es isf‘nötifc und Ieilsam, einmal hinter den Vorhang"zu sehen nd von den Dingen prosaisch z;ureden, -Ist < s aber aucfy nur ein Pfennig, mit dem der ganze Leiter übergoldet ist — genug, wepn erwenig- .tens vrirklich Oold ist. Protokoll der Jugcjndschriftenkommission am MittW j vormittags 10 Uhr im Logenhaus, Br. O a 11 i n e r übernimmt den Vorsitz und gibt einen Ueberblick über die Arbeit der Kommission seijt 1904. Er verweist auf daS letzte Preisausschreiben der Jugendschriftenkjommision, das zu keinem Ergebnis geführt habe. Als eue Aufg iben schlägt er vor, Schriften über iuden und Judentum den Schüler- und Lehrerbibliotheken unentgeltlich zu überweisen. Das Vorurteil ln den Lehretkreisen sei groß, und selbst Gutgesinnten fehle das Material, das sie über Juden und Judentum aufklärt. Für die Versendung an die Lehrerbibliotheken empfiehlt er: Blaeck: Wesen des Judentums Blbogen: Jüdische Geschichte und das jSammelwerk »Lehren des Judentums«, weil diesej besonders auf Nicht juden einen nachhaltigen Eindruck gemacht habet). ' Er schlägt ferner vor, in den Logen das Geld für jdie Verteilung solcher Bücher an Schulbibliotheken aufzubringen. Br. (jlalliner bittet, zunächst Punkt 1. Konstituierung. zu erledigen. Nacp eingehender Aussprache werden gewählt:! BrJ Oalliner zum Vorsitzenden, Bri Elbogen zum stellvertretenden Vorsitzenden, Br^Finkei zum Schriftführer. Ferner wird die Zuwahl der Br. Br. Emi Levy und Emil Bernhard Cohn in Berlin b schlossen. och, dem 18. November 1925 Kleittstr! 10 i . ’ P ' ■ da: ■ ~ 2. Antfag auf Unterstützung «inerjijgend bücherei. Zu diesem Gegenstand ist tferr« I)r. Klibansky aus Breslau erschienen, der über seinen Plan eine Jugendbücherei. zu schaffet), ausführlich belichtet. . » : . Diu Jugendbücherei soll jüdisch pogi tiv sein, darf ater keiner Parteirichtung dienen, sie muß in gutem Deutsch geschrieben sein und den Stil der heutigen Jugertd entsprechen, Es darf einzelne Heft muß billig sein, den Prdis von 30 Pfg. bei einem <Umfalhg von 2 Bogei nicht übersteigen. Er teilt mit, daß er Material für die. Herausgab« von 10 Heften bereits habe, und daß namhafte Schriftsteller ihre zunächst ‘unentgeltliche Mitarbeit zugesagt hätten. Er erl ittet die Hilfe der Großloge in der Weise, daß ihm für die erste Herausgabe der 10 Hefte ein Betrag von M. 13000.— leihweise überlassen weide, und ein technischer, sowie ein Fachausschuß seitens der Grdßloge eingesetzt werde zur Prüiung des Stoffes und zur Verhandlung mit dem Verlage. Nach eingehender Diskussionen d :r darauf hingewiesen wird, daß auch von Frtnkfurter Schulmännern die gleichen Bestrebungen im Gange seien und hervorgehoben wird, daß eine Herausgabe der Hefte zu so billigem Preise kaum möglich sein werde, und 'daß. mindestens ein Preis von 60 bis 80 Pfennig «ngesetn werden müsse, wird beschlossen, die Angelege lheit der Oroßloge zu unterbreiten. 233 — r