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Der Orden Bne Briss · 1925-10-01 · Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925) · p. Seite 136

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Festnummer zum Ordenstage ; Nr. 10 - Oktober (10.1925)
Date
1925-10-01
Page
Seite 136 (sequence 8)
Language
German
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War Mendelssohn somit ein Führer und V.-t» kämpfer für seine unterdrückte Stammes*!und Glaubensgemeinschaft, so wurde er nicht minder auch seinen andersgläubigen Mitbürgern ein Kr* wecker und Förderer zu deutschem Nariojril* bewußtsein. Zü einer Zeit, wo man in Deuisdi* larid wahre Vaterlandsliebe und nationales Se bst» gefühl kaum kannte, wo selbst ein. Friedrich der Große französische Art und Bildung bevorzugte und allenthalben, in Literatur sowohl wie auf der Bühne eine starke »Ausländeret« sich geltend machte;, tritt Merjdelssoho mit Eifer für deuisehe Gesinnung, für Wiederherstellung des gesunkenen . Nati^naU gefühis ein und mahnt die. Deutschen, »ihren eigjenen Wert zu erkennen*. Vor allem aber hat er1 den damals in Deutschland herrschenden Skeptizismus, der in weiten Schichten der Bevölkerung entmutigenden Pessimismus und Atheismus erzeugt hatte, durch seinen »Phädon«, dem gelesensten Buche der damaligeniZeit, wirksam bekämpft und seinen Zeitgenossen mty dem Glauben an Gott, -Unsterblichkeit und Vorsehung neuen Halt und innere Festigung gegeben. Am höchsten aber steht uns MendelsseHn als Mensch. Wie seih ganzes Streben und Vfjrken auf das rein Menschliche gerichtet war, wie er, der Vertretet der Aufklärungsphilosophie, den Begriff der ällge meinen, von Stand, Religion i nd Nation »unabhängigen Menschlichkeit wieder zu Ehren zu bringen;ich bemühte, so war er selbst der Typus eines; sin liehen Charakters, zu dem m. n sich hin. gezogen fühlte. Ja in seiner Lauterkeit und Her zjenseüte, in seiner Bedürfnislosigkeit und An» sprumslosigkeif, in seiner philosophische i Gelassen^ heit Und frommen Ergebung hat man ihn mit So* kratep i nd Spinoza verglichen. D;s schönste aber hat ihm sein Freund Lessing in dem Weisen gesetzt, in dem im dinblick auf Adel der Menschennatur und das sittlichideal in höchster Voller düng dar* geste|!t vird. > dürfen wir Moses Mendelssol i;ern nennen, wir freuen uns,;:u seiner Verherrlichung und beigetragen hat, und wir hoffen, daß dauerndem Gedächtnis, zur Mahnung eifernng fortleben und allezeit die Hergen der Men» scher vi :redeln wird. Jd ep ssoh n - Log e , Magdeburg. Men H^nry Jone Von . Br. A 1 f f e d L i s i e r, I la nburg. Ma» schrieb den 13. Oktober 1843. In feinem in welcher das fiebernde Leben der Qroßstadt allf Geschäftslokal Grand Street 450 in New yqrk saß Isaac Rosenbourg über, seine Bücher gebeugt, als ein Klopfen an der Tür ihn emporschreckte. Auf seinen Ruf »come in, please!« tratseinFreund Henry Jones in die kleine, nur mit den notwendigsten Bürömöbelnausgestattete Stube. »Du hättest ruhig »Herein«, sagen können«, sagte der Efntretende, den Freund mit einem kräftigen Händedruck begrüßend. »Jetzt ' aber lasse Dich nicht stören, ich warte hier ruhig, bis' unsere anderen Freunde vollzählig er» schienen sein werden«. Henry Jones rückte sich den Lehnsessel ans Fenster und blickte sirjnend auf die Straße mäh n mit Stolz daß unser Verewigung;ein Bild zu und Nach» S. ich verebbte. Sein träumerisches einen fast vision; ren Blick und seine Gedanken trugen ihn weit hinaus übe* den Ozean in die alte Heinat Hamburg am Strand der Eplbe. ein Jahrzehnt seitdem der Maschinenbauer I Auge zeigte Kaum whr verflossen, ju ige deutsche ieinrich Jonas sein :r - 136 - Elternhaus und Heimat verlassen hatte, un im Lande der Freiheit se n Glück zu versuchen. In :äher Arbeit war er vorwär:s gekommen, aber der eigen : Erfolg genügte ihm nie >t, um sich glücklich zu fühl :n. Das Los Stammesgenossen, insbesondere perer, die aus hinab, der trauten deutschen Heimat gleich i im den Weg

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