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Der Orden Bne Briss · 1925-06-01 · Das Kulturwerk des Hessischen Logenverbandes = Juli/August (6.1925) (6.1925) · p. Seite 3

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
Beilage 1925 (1925)
Issue
Das Kulturwerk des Hessischen Logenverbandes = Juli/August (6.1925) (6.1925)
Date
1925-06-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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fand, den Anwesenden die Festgebete und schloß den Unterricht der .Irgend an. Nach Beendigung desselben besuchte ich noch einige Familien, um im Wrsönlichen Verkehr näher mit «len Leuten bekannt zu werden. Abfahrt hier *412 Uhr, Ankunft 5 Uhr. i 3. Am 2H. Oktober hatte icli einen Vortrag iil>er den Wochenalschhitt festgesetzt. I«-h fuhr um 10 Uhr n Weil bürg per Kad ab und kam gegen >41 Uhr |in . . . an. Ich hielt zunächst Unterricht bis U3 Uhr, worauf der Vortrag in der Synagoge bei Anwesenheit von 8 Herren, 2 Damen upd 2 Jugendlichen erfolgte. I)a in dieser Gemeinde nur am Sabbat Vormittag Gottesdienst ist, trug ich den Anwesenden die meistert Gebete des, Freitagabendgottesdienstes \|or, was großem Interesse begegnete. Daran Aussprache über «lie religiösen in der Gemeinde un«| über, di? bevorstehenden Wahlen, Auch hier wurde die von jüdischen Zeitungen und wünscht. Es war schon V« Versammlung beendet war t> Uhr zu Haus«*. Na«*h meinen bjslmrigei) genügt es nicht, den Leuten schloß sich eine Verhältnisse Wissen ip Form von Vorträgen zu brieten. sondern sie müsst*!! befähigt tiv am Gottesdienste zu beteiligen. dürfte «latiurch erreicht wer« so weit bringt, eine Haftarah Zusendung Zeitschriften geor -jl Uhr, als die Irii war gegen l . Beobachtungen ediglich jüdisches werden, sich ak- Dieses en.jdaß man alle sagen zu können und einige wenige «las Vorleben aus «ler Thora zu lehren. Es ist nu j eihmal aiif dem Lande, wo keine jüdischen Vereine vorhanden sind, so. daß «las jüdische [,eb<m im Gottes- «li«*nste wurzelt, und es b« daß bei Vorträgen allein «l^s schwinden «liirlte. Auch kantoralen Gesänge dürfte fürhalten von großer Wichtigkeit sein. g«*z. Unterschrift. stellt die Gefahr. Interesse bald I las 1 Einüben «ler nach meinem Da- Leli In den Bezirken Offenbaph I«eitet seit Jrini 1924 Herr •us Gr«)ß-Steinheim. Er ve «len Mühlheim a. M., Klein- Langendiebach, Weiskirchen, miinster und Wächtersbach. und Hanau arreij Oppenheimer rjsorgt «lie Gemein- 4ulieim, Hainstadt, Dietesheim, Salviele kleine «>w Judenniederlassungen in der Nabe dieser Orte. Die Berichte dieses Herrn sind so anschaulich und zeigen so deutlich die Not des flachen Lan- «les und die Notwendigkeit unserer-Hilfe, deren Arbeitsweise, Schwierigkeiten und Resultate, daß einige im Auszuge hier Plafr finden mögen. Die Zustände in diesen weit von.der Heeresstraße abgelegenen Zwerggemeinden, sind himmelschreiend. Die Leute haben jahrelang von den Vorgängen ifn Judentum nichts gesehen und nichts gehört; sie gleichen einer Herde ohne Hirten, Bedauernswerte, jämmerliche Zustände. Am schlimmsten traf ich es in.- an. r/A\ dieser,Gemeinde von 7 Familien g«*hören noch.(2 Fam.), . . . (2 Fam.) und ... . (1 Fam.), zusammen also 12 Familien. Diese stehen nun ganz abseits. Die jungen Leute, Damen umMIerreri, sind im Begriffe, christliche Ehen einzugehen. ( 1p meinem Vortragt1 habe ich diese Zustande’ eingehend behandelt; es besteht Vielleicht Hoffnung, in diesem Sinne noch manches gut machen zu können; ganz bes*>nders die älteren 4.cute le«hz«*n nach einem jihliscben Wort.. Der nächste Vtirtrag findet dorten in der kom- . inenden Woche statt. — Auch in, . . .V traf ich schlimme Zustände an, hauptsächlich o *i «ler jungen Generation. Zn <lit*ser Gemeinde mit 12 Familien gehört mich . , . mit; fünf Familien. Die Kinder haften seit /wei Jahren keinen Religionsunterricht; jefet sorgt «lie „Freie-Vereinigung" für denselben. Die Leule interessierten sich sehr für.meinen Vortrag, und ich mußteeine baldig«! AVjederhbiung vor-', sprachen. 'Von «Inn 20 Minuten entfernt liegend«*!! .war je«loch niemand er§ehi3.ucn. Durch «lie langjährige Wrnachliissignng «lieser Gemeinden ist «*in<* Interesselosigkeit für «las Judentum eingetrateii. die an Stumpfsinn grenzt. Auch in O \ . (ca. 12 FaUnlienj. her'fischen die gleichein Verhältnisse. Seit 20.Jahren kein Lehrerj früher eine große Gemeinde. Bei .meinem ersten Vorträge wayen sechs Damen und ül Herren anwesend,, während beim 2. Vortrage schon J2 Damen gnd 10 Herren erschienen waren. ' Durch längeres intensives Arbe ten ist den Leuten Interesse., Judentum wieder beizubfjngen, - da jses Empfinden vorhanden ist. für das noch tief religic: 3 4

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