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Der Orden Bne Briss · 1925-07-01 · Nr. 6/7 - Juli/August (7.1925) · p. Seite 125

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 6/7 - Juli/August (7.1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 125 (sequence 19)
Language
German
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Zahlreich sind die Institutionen, auf die sich die Fürsorge der einzelnen Logen erstreckt. Man gewinnt den Eindruck, daß die Tätigkeit des Distriktes sich allmählich den Friedensverhältnissen nähert.- Mit herzlichsten Wünschen verfolgen wir den Weg des befreundeten Distriktes unter Leitung seines vortrefflichen Präsidenten. Verbindung mit Oesterreich können Brüder durch das bei dem Verband der Israelitischen liumanitätsvereine B’nai B’rith für ' ■ /' ' ■ I i f- Oesterreich (Wien, Universitätsstraße 4) bestehendjb Komitee finden, das bestrebt ist,' Brüderh, die durch die Ungunst der Verhältnisse in Oesterreich existemzlos geworden sind, auf diese Weise I zu einem Erwerb zu verhelfen. < . * * # 14. Zionistenkongreß. Brüder, die zum Zionistenkongreß nach Wien fahren, können auf herzlichen Empfang, und brüderliche Förderung rechnen. Während des Kongresses wird im Kongreßhause selbst ein Büro der Wiener B’nai B’rith-Vereinigungen sein, das Brüdern gern Auskünfte erteilt. Bucherschau. Der Morgen. 1. Jahrgang. 2. Heft Juni 1025. — Zweimonatsschrift. Herausgeber und Schriftleitung: Prof. Dr. Julius Goldstein, Darmstadt. Verlag: Philoverlag Berlin SW. Einzelheft 2,25M. Jahresbetrag 12M. Inhalt: Heinrich Frick: Was trennt und was eint die Konfessionen? — Franz Oppenheimer: Djer Antisemitismus im Lichte der Soziologie. — R. Hallo: t)ie Ausgrabungen am Sinai und das Problem des Moses¬ und des Goltesnamens. — Wilhelm Hausenstein: Das Opfer Manoahs. — B. Jacob: Einführungen in das Erste Buch Mose. II. Das Paradies. — Julius Bab:. Shylock — Nathan — 'Judith. ,— I Elbogen : Das Jud^istische Institut in Jerusalem. — J. Rotholz: Die Bedeutung der kommenden Volkszählung für das deutsche Judentum. Bei der Besprechung des ersten Heftes führten wir aus: »Der Morgen will Fragen von geistigem Wert, Menschheitsfragen behandeln und dabei unaufdringlich zeigerf, wie weit jüdische Werte Beziehungen haben, sich mit ihnen verknüpfen, sie durchdringen. Die Abhandlungen des zweiten Heftes reihen sich in gleichem Sinne und gleicher Bedeutung den Aufsätzen <\es ersten an. Unter den Buchbesprechungen von Fritz Heinentann, S. Jacob, Paul Fiebig heben wir die von S. Jacob über Friedrich Meinecke, Die Idee der Staatsraison in der neueren Geschichte hervor. Dr. A. Gdt. Emil Ludwig : Napoleon. Ernst Rowohlt Verlag, Berlin. Ö95 Seiten. In packender Schilderung und künstlerischer Form erscheint Napoleon, der Mensch, der Mann, und enthüllt sich vor unseren Augen redend, handelnd, treibend — und damit eines der gewaltigsten Dramen der Weltgeschichte. Der größte geistige' Motor — nach Caesar — auf dem Oebiete der Tatkraft, ein Rauschen, ein Brausen, ein Weltgewitter, reinigend und zerstörend, und ein Üntergehen in dem Staube, den er selbst aufgewühlt hat — weil in den Elementen dieser Urkraft etwas fehlt, oder zu wenig ausgebildet ist, was-- der letzte Sinn unseres Ordens'ist. _ Dr. A. Gdt. Die rührige junge Gesellschaft für jüdische' Familienforschung hat soeben das zweite Heft ihrer Mitteilungen herausgebracht und hierdurch den-besten Beweis für die werbende Kraft ihrer Idee geliefert. Das Heft enthält zunächst die Fortsetzung der von Dr. Kjibansky aufgefundenen, Frankfurter Stättigkeitslkte , von 1$02, d. h. eine lücken'ose Aufzählung aBer damals in Frankfurt a. M. ansäßigen Juden nebst ihren Ehefrauen, sowie genaue Angaben ihrer Behausung. Sodann bringt der Berliner Studienrät Pröf. Dr. Wölhe, der int Mannesstamm von christlichen TJieolog'en abstammt, sehr!interessante j Angaben aus -der Lebensgeschichte seines Großvaters.] — Der Leiter des Gesamtarchivs der .. deutschen Juden, Archivar Dr. Jacobsohn,, schreibt eine nrchiyalisch pelegte Darstellung der Namens^nnahme der- Würtfemberger Juden. Es ist äußerst reizyoll, zu -verfolge^, wie innerhalb der Regierung bald die tolerante und liberale Richtung die Oberhand hat, bald die reaktionäre Gesinnung die Einbürgerung der Juden mit allen Kräften zu verhindern oder doch Zu verzögern trachtet — Anknjüpfend an die Abhandlung, des Oberbiblibthekarsi, Dr. Stern über die Berliner Familie E p h r a i m.- E b e r s in der vorigen Nummer wird die pikante,Tatsache, mitgetei t, daß die auch politisch stark hervorgetretenen Gräfin Limburg-Stirum nicht bloß von-N einer Gräfin Johajtna, geborenen Ebers, abstammen, sondern'nfit landesherrlicher Genehmigung den Zusatznamen Ebers führen. — Erwin Dreyfuß steuert als Auszug aus seiner Monographie:. „Uel’er die Familiennamen der Juden in Baden“ bei» in der iiber 800 jüdische Familien erwähnt bezw. ethymolögisiert sind. — Dr. Czellitzer bringt' seinen Vortrag:' „Weihoden der jüdischen Familienforschung“,,-den er in der Märzversammlung gehalten hat, und stellt hieran in programmatischer Form leitende Gesichtspunkte für die Arbeit des jüdischen Familienforschers zusammen. Eine nach Wohnorten geordnete Mitgliederliste wird, vielen Interessentenerwünschte Möglichkeitzum Zusammenschluß geben. Den Schluß macht auch diesmal ein Suchblatt mit einer größeren Zahl von Anfragen aus dem | 125

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