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Der Orden Bne Briss · 1925-05-01 · Nr. 5 - Mai (5.1925) · p. Seite 96

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 5 - Mai (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 96 (sequence 20)
Language
German
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B. B. Eine neue Einrichtung dieser'in Familien der Union gelesenen Mo latsscf rift ist die auf der Innenseite des Titelblattes abgec ruckte Charakteristik der Verfasser aller in der betr Nummer veröffentlichten wissenschaftlichen Aufsätze; auch' der junge französische Jacques de. Lacretelle, des im »Magazine« -fortlaufend Romans »Silberrrrann«, findet hie Würdigung. j Die vorliegende (Januar-)Nlummer bringt neben einer begeisterten Schilderung der'jüdischen Stadt Tel Aviv aus der Ffeder ^on JL pavid Ooitein in London, der sich ausdrückl Nichtzionisten bekennt, einen tiefgründigen, herzigen Aufsatz des New Yörkjer?omandichter der Verfasser abgedr tickten kurze eine Dr. Joe‘l Blau über »Der Christus des 65 000 ch als warm- RaBbiners Chris- Christi«, der Amerika sich breit Uniori wirkmung) eines, hristen und il O. liirsch allmählichen tentums gegen das Christentum die — trotz allem auch irt machenden Judenhasses — in der samen Bestrebungen zwecks Anbs besseren Verstehens zwischen C Juden wiederspiegelt. Bereits Br. En in Chicago hatte . der Frage einer Angleichung der beiden großen Weltreligionen nachgesonnen und trotz der stärksten Vorbehalte gewünscht:?Wir treten nie it üb^r, wir treten bei.« Dieser vetfrühte Radikalismus konnte selbst in dem freier denkenden Ajmerika keine Nachfolgerschaft finden. Nicht die großen christlichen Konfessionen, sondern die nicht um die Palme der Varherrschaft ringenden, und daher um die vahre Ausbreitung des Gottesreiches auf Ercen bemühten kleineren Gemeinschaften geben von Zeit zu Zeit i Beweise ihres Verständigungswillens. So hat der Gemeihdebund der »Kirch« Christi« auf seiner letzten Tagung in Atlanta die jährliche Hergabe einet^ Summe von 15 000 Dollars — zunächst auf drei Jahre — zur Bekämpfung des Judenhasses- und zur Schaffung enes besseren Verstehens zwischen Christen und Juden beschlossen. Kurz zuvor hatte unser Br. C I a u d e Monteiior.e hv London ungtfihr 400 Vertreter aller in England äusgeübten Kulte in die Liberale Synagoge geladen, um »statt bloßer Duldung -wahrhafte Anerkennung einer Religion durch die andere«, zu erzielen. In Amerika hat die. »Arnos - Gesellschaft«, deren oberster Rat aüs achtzehn angesehenen hat die tabbirier bei |uden und Christen besteht, zu d< m nämlichen Zweckt eine von Dr. I si d o r S i n ge i , dem leitenden Herausgeber d^r »Jewish Encyclopedia«, verfaßte1 Flugschrift iunter den Tjitel >Eine Religion der Wahrheit, der Gerechti jkeit und des Friedens« an Jausende von Geistlichen und Theolpgiesludenten versandt,1 um ihnen zu zeigen, »Wie v e! Juden und Christen gemeinsam haben untf bis zu weichem Ausmaße sie iie religiösen Grundsätze in die Tat umzusetzen suchen, die vop den jüdischen Propheten verkündet und von Christus gelehrt werden«. Gleichseitig Zentral conferenz amerikanischer ihrer Tagung in Cedar Point (Ohid) einen Ausschuß eingesetzt, der in diesem Sinne per religiösen Versöhnung mit den Andersgläubigen tätig s ein soll. Der Orden B. B. wird I hierzu, wie da; »Magazine« meldet, hilfreich^-Mitarbeit leisten.! Selbstverständlich gibt das Jud enturri hierbei »njeht |ein Titelchen« seiner Lehre undj Ueberzeügun{g auf. Das ist auch der Sinn des eingangs |erwähnten ausführlichen. Aufsatzes von Joel Blau, welcher eine Uebersetztng ins Deutsche ijnd demnach weitestgehende Verbreitung vetdienjt. Punkt für Punkt führt der gelehrte Verfasser den Nachweis, daß der Christas des Christentums dem religiösen Ideil des Judentums m keiner Weise entspricht, faß hingegen das Christentum Christi der heroischen Gedankenhöne der jüdischen Prophetie wohl gleichkommtj »Stände Jeschua ben Josof heute auf» wie seine angeblichen Gefolgsleite glauben«, sagt Jojel Blau, »würde er da gegen die sogenannte^ Gottesmörder eifern oder gegen die, wßlchej ihn zum »Gott« machten? Ur bedingt wi|rde j sein Zorn gegen diese Phantasten entbrennen. Er würde ihnen wegen ihr er UnmenschlichkeitjVorwürfe machen; er würde s e wej;en ihrer Grausamkeit gegenüber den Juden, seinen Brüdetn, ajrg schelten; er würde vor hnen die mit Blikt geschriebenen Annalen des jüdischen Martyrium^ aufrollen und mit flammend':r Entrüstung di^ •Strafe. des Himmels auf diejenigen herabwünschen, die wegen eines Mythe s ein ganzes Vcllk jahrhundertelanger Quälerei au »setzt :n. Vor allem Würde er sich wutentbrann gegen den Mvthoi wenden, in dessen Mittelpunkt nan ihn gestellt! hat; er würde von seinen sogenannten Gl^ubi^en seine ihm geraubte Menschheit - $6

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