Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 5 - Mai (5.1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 93 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Station. Das Bedürfnis nach der Stationierung jüd. Krankenschwestern in Frankfurt a.O. hat sich als sehr drirgend herausgestellt. —- Für die größeren geistigen Veranstaltungen wurden auswärtige führende jüdische Persönlichkeiten gewonnen. Insgesamt wurden fünf große Vorträge, die über den ganzen Termin verteilt wurden, gehalten : Prof. Heinrich Loewe-Berlin über »Sprachen der Juden« Rabb. Dr. Salzberger+Frankfurt a. M. üjber »Kohelet«. Rabb. Dr. Wiener-Stetti^i über. »Wer war der Schöpfer der fünf Bücher Mosis?« Stadtrat Brandes-Frankfurt a.O. über »Wohlfahrtspflege und Wohlfahrtseinrichtungen der Stadt Frankfurt«.' Dr. Felix Teilhaber-Berlin über »Einfluß der Juden auf die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Deutschlands«: Was auffallen mag, ist die verhältnismäßig geringe Zahl der Arbeitssitzungen, die sich in der Zeit vom 1. April bi»' 31. März 1924 auf nur zehn Sitzungen in Frankfurt selbst belief. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß unabhängig von diesen die fünf großen geistigen Veranstaltungen an Sonntagen stattfanden, weil die Brüder und Schwestern an Werktagen im Anschluß an die Sitzungen offensichtlich zu ermüdet gewesen wären, um dem Vortrage in wünschenswerter Weise zu folgen. Die Arbeitssitzungen waren durchschnittlich von 50 % der Frankfurter Brüder besucht. Die geringste Zahl belief sich auf 20, doch fanden reine Arbeitssitzungen auch mit reichlich mehr als J$fj Besuchern statt. — Außer den geistigen Veranstaltungen und den reinen Arbeitssitzungen fand ein jüdischer Kunstabend am Chanukkafeste und eine gesellige Veranstaltung im bescheidenen Rahmen am Simchas Taurohfeste statt, die naturgemäß stärker besucht waren. Gleiches gilt selbstverständlich von den geistigen Veranstaltungen. — Die Schwesternvereinigung der w. Hardenberg-t^oge hat unter der tatkräftigen Leitung des alten Vorsiandes in jeder Hinsicht erfreuliches geleistet. Sie wurde finanziell von den Brüdern auf Grund des aufgestellten Haushaltplanes unterstützt, hat aber im übrigen vollkommen selbständig ihre Wirksamkeit mit bestem Erfolge entfaltet. Die Tatsache, daß die Schwesternvereinigung regelmäßig ihre Sitzungen an den Sitzungstageij der B/üder abhielt, hat zur Steigerung des Logenbesuches beigetragen. Mit Ende des Termins verläßt' der Mitbegründer. Br. Dr. Salomonski, dem die Loge viel zu danken hat, Frankfurt, ohne daß zunächst sein förmliches Ausscheiden erfolgt. . * j ' Julius Plotke-Loge, Kaiserslautern. Bericnt über das Geschäftsjahr 1^24.25;: Wir konnten 19 neue Biüder einführen, dagegen mußpen wir den Tod vorj 3 Brüdern * beklagen. Unsere Mitgliederzahl, beträgt z. Zt. 147, davon sind allerdings nur 70 in Kaiserslautern ansäßig, die übrigen gehören zum'größten Teil unseren Brijidervereinigungen in Pirmasens und Landau an, t|er Rest verteilt sich fast Über die ganze Pfalz. Von auswärtigen Brüdern sprachen bei uns:- Br. Dr. Sali Levi, Mainz über »Logengedänken und Logenarbeit«, . Br. Dr. Jakob, Darmstadt über Die geistigen Strömungen des 19. Jahrhunderts / Br. Dr. Seligmann, Frankfurt über »Der dramatische Höhepunkt der jüdischen Geschichte«, Br. Dr. Grotte, Breslau über »Das Prager Ghetto*. Außerdem sprachen hiesige Biüder z. T. in geschlossenen z. T. in offenen Logen u, a. über folgende Tfiemen: . j > , . Logengedänken in unserer teiU, »Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht, Wie macjren wir neu aufgenommene Brüder mit dejr Logenarbeit bekannt?)«, Bodenreform im alten Israel«, Kulturbilder aus dem Leben der deutschen Juden im Mittelalter«, ’’ Aus den Protokollen der Weisprf von Zion«, Ueber den nationaldeutschen Juden«, »Chassidismus«, Soziologie des Antisemitismus ,. n . Jugend Wohlfahrtspflege«.; Auch bei unseren Brüdern ip Pirmasens und Landau hielten wir Sitzungen ab.j *Das im Jahre 1924 fällig gewesene 20 Stiftungsfest unserer Loge mußte s. zt. wegen eines Tratrejjfalles ausfallen. . Wir hielten nun dieses Fest in'größerem Rahmen im jänuar 19-5 ab und konnten' bei dieser Gelegenheit Br. Großsekretär pr.GoIdsch'midt sowie .eine größere Anzahl auswärtiger Biüder bei uns begrüßen. ... 9t —