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Der Orden Bne Briss · 1925-03-01 · Nr. 3/4 - März/April (3.1925) · p. Seite 59

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 3/4 - März/April (3.1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 59 (sequence 11)
Language
German
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Die Illustrationen der Pessach-Haggadah. Von Br. Rabbiner Dr. Italiener die Haggadah manche ihrer Buch, das uns Wenn wir in diesen Tagen wieder aulschlagen, so weiden Leser glauben, daß dieses kl:ine Juden nun schon viele Jahrhunderte auf unserem Gang durch die Oeschichte begleitet, von Anbeginn di| vorliegende Gestalt besessen habe. Das ist keineswegs der Fall. Der Orundstock der Haggadah allerdings findet sich schon in der Mischnah, beispielsweise die bekannten Fragen des jüngsten Kindes >Ma nischt^noh . ^(fr<ulich in., 'die'1 vier^Tßedfi efr^d^4}£?§: b&fscfien "'tieilclltr 'der Sederschüssel. Aber erst seit etwa 800 nach der gewöhnlichen Zeitrechnung finden wir die Haggadah als selbständiges Büchlein, allerdings in geringeremUmfange. So stammt beispielsweise das »Chassal Siddur Prssa dem 11. Jahrhundert, und das lied und das Lied vom Lämmchen findet sich in keiner vor etwa 1500 entstandenen Handschrift. Ebenso wie der Text, so hat auch llustrierung iaggadah ihre schiphte. Die canhten Bilder, denen unsere;adahausgaben der etzten 2 Jahrhunderte geschmückt sind, gehen meist zurück tuf die im Jahre 1695 erschieneneAm s te rdatjierKupferstichausgabe. Erst in neuester Zeit hat;rfreulicherwelse diej Bild 2. llustrierung der Hag- Bild 1 ... erst aus sodenannte Zahlen- Darmsladt. i .1 ' * ’ gadah eine Wiederbelebung erfahren. Damit haben sich unsere jjüdischen Maler und Radierer einem Kunstzweigi wieder zugewandt, der im Mittelalter durch die Zunft _der Sofrim die‘eifrigste tf Pflege erfahren Und köstliche Blüten gezeigt hat.. Diese aus dem Mittelalter überkommenen Proben jüdischer Kunst sind die anschaulichste Widerlegung des weit verbreiteten Irrtums, daß die Juden sich infolge des bekannten Verbots des Dekaiogs 'auf dem Gebiete der bildenden ir Kuhst niemals betätigt <rJ»^eA>4iu-WaJ»rtleit bezogt! ^j'-' ftiän diesei's' Wrbot im all-- gemeinen, nur auf Werke der Plastik, hielt dagegen die künstlerisqjie Nachbildung auf der F lä c be ,für unbedenklich, abgesehen von der' Darstellung der m e n s c h liehen Gestalt, ins-- ijschlichen G e s i.c h t s z ü g e. mählich Eingang in jüdische < das 1348 in Hamelburg _ *' Tnprrjrpyqi' n“f'i ■m Tca« "S 3T ■>' .ijn’wa «ir* frm» aWepaa-ryT"’^ besondere der] mens Diese fand erst Handschriften J ’ * - 50 Bild 3.

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