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Der Orden Bne Briss · 1925-03-01 · Nr. 3/4 - März/April (3.1925) · p. Seite 49

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 3/4 - März/April (3.1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 49 (sequence 1)
Language
German
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Berlin, März/April 1925. Naaaer .3/4. (ßiitgetragenet »ereilt. _ _- - _ .'s Ctgtin Utrlag Uti Broßlogr. (man: $)D 62. Slftttgragf 12. topljon: 2lmt £fi$om 4619. Dollfdjtife&tratii: fjerlta 16338 Dadlfrrudt räirrtltrijpr Vrfihel aua bieten SHttetluhecn t»erbaten. ssütt; Inhalt i Reichtprltldent Pritz Ebert — Preisau'Jchreiben.—143, Genenlkomltee-Sltzung vom 8 Mira 1925. Frankfurt a M-—Zur Eröffnung der Universität Jerusalem —Weißt Du auch, was Mlrchen sind? Die lllustratior.en der Pessach'Haggadah — Ferdinand Lattalle. — Die Juden unter den Karolingern.— Aua dem Bfiro der Oro6(oge. — Logeoberichfe aus dem Deutschen Distrikt. — Aus den amerikanischen. Distrikten. — Oeneralkondtee-Mitglieder und deren Stellvertreter. — BOcherschau. — {Aus dem Verbände der Frauenvereinigungen der U.O.B.B. Logen (Die erste Distriktstagung der Schwesternvereioe des Nordostdeutschen Logenverbandes; einige Winke für weibliche Berufsausbildung; Austausch für'Söhne und Töchter in Logenkrel en. -» Mitteilungen. — Aus den Gedichtnisbuch der Großloge. ] r Reichspräsident Fritzi Ebert. Dem jäh aus seinem hohen Amt durch den Tod gerissenen Reichspräsidenten Fritz Ebert widmete der Beginn der Großpräsident in Frankfurt a. M. Br. Dr. Baeck zu 8. März 1925 am abgehaitenen General-Komitee-Sitzung folgende Worte der Erinnerung, die von den Anwesenden stehend angehört wurden: Meine lieben Brfideij! Ich glaube, ich spreche in Ihrer aller Sinn, wenn ich zu Beginn unserer Beratung des Reichspräsidenten ’ gedenke, der seinem hohen Amte so plötzlich entrissen worden ist. jedes Leben bedeutet eine Verbindung von Schicksal und Tat, von Gegebenheit und Leistung. Im Leben des Reichspräsidenten kam beides in geschichtlicher Zeit zusammen. Zu ihm kam die Stunde des Schicksals, aber er hat es verstanden, diese Stunde zu begreifen und die Stunde zu-s e i n e r Stunde zu machen durch die Tat, die er vollbracht hat, durch die Leistung, die sein Lebenswerk ißt. Für jeden, der im öffentlichen Leben wirken will, sollte es eine Entwicklung geben, die den geraden Weg bezeichnet, die Entwicklung vom r Parteimann zum Politiker und vom Politiker dann zum Staatsmann. So mancher - wir wissen das ja auch vom Logenleben — bleibt stehen .auf |der Stufe des Parteimahnes. Mancher schreitet weiter empor zum Rang eines Politikers. Die. Seltenen gewinnen die Art des Staatsmannes. Fritz Ebert ist nicht Parteimann geblieben. In der ernsten Zeit des Krieges ist er.zum;Politiker, im edlen Sinne des Wortes, geworden, und er ist dann emporgewachsen zu dem Manne von weitem Horizont, zu einem Manne, dessen Blick-hinausreichte über die Grenzen und Schranken der bloßen Partei und der bloßen Politik, hin zii den großen Zusammenhängen, zu dem großen Ganzen hin. Er ist ein Staatsmann geworden. In jedem Leben! in jedem öffentlichen Wirken bedeuten die Aufgaben, die man empfängt, mehr noch als die, welche man wählt. Ebert hat sich so manche Aufgabe gewählt. Aber durch die Aufgaben, die er sich gesetzt hat, wäre er nie die historische Persönlichkeit geworden, die er gewesen ist. Dazu hat ihn erst die Aufgabe; gemacht, die zu ihm hintrat, die historische Stunde 49

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