Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 2 - Februar (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 47 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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wir werden allen seelischler od£r materieller dann das I^enndoch alles ^agen können, von Ritter Schwester kann man Hilfe ohne Zögern ^nnehmen. Dieses Gefühl der SchwesterJichkeit isoll die Loge in uns erwecken. Wir sollen jwissen, daß wir dastehen einer für alle und 4lle für einen. Es ist im Grunde eine Umformung des Gedankens, den Hillel als Kernpunkt dejjüdischen Lehre hinstellte: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.« Wenn wir wirklich diese echte Nächstenliebe empfinden, datln werden wir nicht nur Wohltätigkeit üben, sondern j wohltun, die sich in ' Not uns nähern. Wir werden Zeichen wahren Menschentums an der Stirn tragen, von dem Goethe spricht: »Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, denn das allein unterscheidet ihn von allenWesjen.die wir kennen.« Ganz von selbst erwächst aus dem Gefühl der Schwesterlichkeit die Eintracht unter den Mitgliedern der Loge. Sie alle streben nach dem gleichen Ziel, alle Unterschiede zwischen arm und reich sind ausgelöscht, denn hier kann jeder der Gebende und der Nehmende sein. Das "Bewußtsein der Zusammengehörigkeit soll alte erfüllen und mit ihm -ein Gefühl der Kraft, ( denn es ist eine alte Wahrheit, daß Einigkeit stark macht. Wann hätten wir Juden das Gefühl der Kraft und des Zusammenhaltens nötiger gehabt als heute? Ringsum sind wir vonGegnern * umgeben, die rastlos bemüht sind, uns zu unterdrücken und zu entrechtem Unsere Kinder sind Anfeindungen ausgesetzt, denen sie wehrjos j gegertüberstehen, wenn wirj ihre Mütter,"-sie j nicht stark machen in der Treue zum Judentum und sie befähigen zur Abtvetyr der Angriffe. Wir können das aber nur, wenn wir selbst stark sind. In der Loge finden vfir uns mit Gleichgesinnten zusammen, in ihr ist eine Pflegestätte des Judentums. Bei manchen! Schwestern hat es vielleicht schon Zeiten gegeben, wo das Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zim Judentum eingeschlummert war. Dieses wieder geweckt in der Loge, i die Lehren l Der Mahnruf der 6 flerli Vereinigungen, Herz und Hänjl ' vielen unserer Logenangehö des Judentums wird bereichert und. vertieft, unser Stolz, Nachkommen des .alten Gotte^volket zu s ein, lebt apf. Und wenn dieser dann werden wir unsere Auf- Mütter erfüllen können, denn auch einpflanzen in das Herz ihn fast werc Stolz uns beseelt gäbe als Jüdische wir wierden unserer Kinder. Leider i|st es ihren Beruf ferngejhalten essen die Kinder Gute Nacht Werk der Erzieh wohl jede von v bedeutet, einen seine Iguten zu uhterdrii cken, Persönlichkeit sc licher| Faktor in Wentf wir Mütf< Vorbjld sein wo heute so, daß. die .Väter durch den ganzen Tag vom Hause en. Kaum, daß sie beim Mittagsehen und ihnen abends noch sägest können. So liegt das ,große ung der Mutter ob.' Ist sich 3rnherein klär darüber, was es Menschen heranzubilden, alle Anlajgen zu fördern, die schlechten' eine kraftvolle, harmonische taffen zu helfen-? Ein wesentder Erziehung ist das Vorbild, er also unseren Kindern ein len, dann müssen wir zunächst Bewußtsein wird nser Wissen um einmäl an uns jselbst arbeiten, uns selbst erziehejt. Dazu gjibt uns die Loge Gelegenheit. Das Leben in einer Gemeinschaft erfordert Selbsterziehung. Unsere persönlichen Wünsche müssien wir zurückstellen zum Wohle des Oanzen, Selbstbeherrschung müssen wir lernen,.das Recht 1 der ^nderen ^chien, Pflichttreue und Opfersinn uns äneignen. In der Entwicklung unserer Persönlichkeit dürfert wir nicht stehen bleiben, unsere Bahr) führe auf wäHs und dieLoge weise tfnsden Weg. Auf die Fra^e: Was kann und soll -die Loge . uns frauen geben? möchte ich also-in folgender- Weise antworten: Sie gibt uns Stunden der" Weilte, der Erbauung ur.d Belehrung,- Wir finden in ihr ein Betätigungsfeld für das Wohltun, j aber auch schwesterliche Hilfe und Trost, wenh wir selbst in Not sind. Die Loge soll uns jdas Gefühl der Zusämmengehörjgkeit geben, ein (dort des Judentums sein und eine Schule der Selbsterziehung. Sie steckt, uns ein Ziel, d«6sjen Erstrebung ein würdiger Inhalt unseres Lebens ist. / ✓ I Chanukah-Leisturigen der 6 Berliner Schwestern Vereinigungen. ner Schwestern- Chanukahfest zu bereiten, ist nicht ungehört e zu regen, um verhallt. Er hat all unseren Wünschen Erfüllung r gen ein frohes gebrächt. ’ - -47 —