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Der Orden Bne Briss · 1925-02-01 · Nr. 2 - Februar (2.1925) · p. Seite 45

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1925
Issue
Nr. 2 - Februar (2.1925)
Date
1925-02-01
Page
Seite 45 (sequence 21)
Language
German
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In drei Teilen wird die Wohlfahrtspflege bei den Völkern des Altertums — in "'der europäischen Oeschichte des Mittelalters — in der Neuzeit geschildert. Unser Geschichtsunterricht war bisher eine Vollpfropfung mit Kriegen, Schlachten, Dynastien; hier schauen wir einmal ein Stück Kulturgeschichte. 'Den Logen und Brüdern empföhlet^ A. Odt. Rimon-Verlag für jüdische Kunst und Literatur. Herausgeber: Dr. M. W i s c h n i t z e Buber, Marti seine Nachfol Martini: Das ve M.. 3,50. Bei< e im furt a. M- Der Chassidismus legitime Sprö des r. Künstlerische Leitung: RahelWischnltzer-Betnstein, Berlin- Halensee, Auguste Victoriastr. 5. Einem jeden Eingeweihten ist esj bekannt, daß bei den erfreulichen Fortschritten, die die i Wissenschaft des Judentums seit den Tagen des Altmeisters Zunz zu verzeichnen hat, die jüdische Kunstforschung vernachlässigt wurde. Diese bedauerliche Tatsache! läßt sich hauptsächlich auf den Mangel an zuverlässigem Studienmaterial zurückführen. Wohl gibt es ungehobene Schätze von Kunstwerken, insbesondere auf dem (gebiete der Handschriftenmalerei, aber sie liegen in : öffentlichen oder privaten Sammlungen aller Herren Läijder begraben und haben bis jetzt weder von der kunstkntischen, noch von der kulturgeschichtlichen Seite eine genügende Beleuchtung erfahren. Dasselbe gilt von den Denkmälern der Friedhofskunst, des Synagogenbaues, [der Wandmalerei, den Erzeugnissen des Kunstgewerbes verschiedener Zeiten.1 Es ist daher mit Genugtuung zu begrüßen, daß der, vor kurzem begründete Rimon-Verlag diesem Mangel durch Erschließung jüdischer Kunstwerke abzuhelfen sich bemüht. Die bisherigen Publikationen dieses Verlages zeichnen sich durch gediegenen Inhalt, sowie durch vollendete. kunsttechnische Ausführung aus. Besonders hervorgehoben sei die Ketubah, eine Studie über die jüdische Heiratsurkunde von Dr. Oaster-London mit Reproduktionen — worunter vier in Farben — nach Kefuboth aus Ancona) Fostat, Gibraltar,, Krems, Rivarolo und Rom. Diese Studie, die in hebräischer, jiddischer und englischer Sprache erschienen ist, kann als eih Kapitel jüdische^ Oeschichte bezeichnet werden. | | Eine von dem Verlage begründete Zeitschrift, eben-t falls unter dem Namen »Rimon«, erscheint alle zwei Monate und beschäftigt sich mit d<n bedeutungsvoller) Erscheinungen der bildenden Kunst, qer Musik und des Theaters. Besondere Beachtung findet das künstlerisch^ Schaffen der Juden in der Vergangenheit und Gegenwart: Gelehrte und Künstler von Weltruf wie Idelson, Bialik: Tschemichowski, Oaster, Bemfeld, Täubler, William Cohnj Prof. Landsberger u. a. m., die zu der) Mitarbeitern dieser Zeitschrift zählen, bieten die Oewählr für die Güte der selben. Sie erscheint zunächst in hebräischer Sprache, der Verlag ist abe&bereit, beigenügendem Interesse auch eine deutsche Auflage hersjellen zu lassen. Wer Liebe zu jüdischer Kunst besitzt, sei hierdurch auf dei> Rimon-Verlag aufmerksam gemacht E. Finkei. i Judentums, einem ^Aaße Bewegungen, Oeboren aus Wärme^ nacl nüchtern und und befähigt Umgestaltung l. Der große 'Maggid und ge. 96 u. 23t S. M. 3,20. Buber, rborgene Licht. -1,4 S.. ’ 1924. Verlag von Rütten. u,. Loening, Franklling des 18. Jahrhunderts, der Jetcte der alten Kabbala, hat das'Schicksal V rrkenrrtfriy und Oeringschätzung,. in erfahien, wieleine der großen-religiösen denen die' Geschichte uns berichtet der Sehnsucht nach religiöser .Glut und innerer Befreiung von den Fesseln ei.ner ' formal gewordenen Frömmigkeit, bestimmt der Ausgangspunkt einer tiefgehenden Kräfte des Jidentu j * zweier Mens :hena|ter formenj entaitet u Seine Zeit wa r ihm ward Schreibung. Und verstehen missen. Vorwurf ent jangeh Sombart in r euere ■ Religion un< dem von Rätional smus und Erneuerung der idealen und religiösen . ins zu werden, ist er schon im Laufe erstarrt, in seinen Erscheinungs- . hd in seinem Wesenskern verdorben, seinen Absichten und Beweggründen,- ünstig No:h weniger wajes die- Folgezeit. Er iner laum verständlichen Weise, wo er nicht tetiegen wurde, verkannt, geschmäht und verunglimpft das Aschenbrödel der jüd. Gescbichts- _ doch hätte man ihn verstehen sollen, Vielleicht wären wir dann eher dem , den uns unter anderen besonders Zeit gemacht hat, daß der jüdischen jüdischen Wesen, weil, ausschließlich und Intellektualismus beherrscht, alles' irrational Geheimn svolle. Triebhafte und Schwärmerische, alle Hbrzensiibrunst fehle und fremd seif Im Chassidismus sehen;wir diese allen, nie völlig ausgelöschten ekstatischmystischen Strebu igen und Strömungen der jüdischen - Seele, die H trzens inbrunst, wieder lebendig und wirksam werdep, so wirksam, daß sie Hunderttausende, wo nicht gar Mlllioner von jlaubensangebörigen im Osten in ihren Bapn gezogen und auf lange, lange Zeit bis. iR die Gegenwart hinein jebunlen und festgehalten haben, Es ist las gi großen Küncer un i Herolde dieser großartigen religiösen Bewegung gerechtere \X tums versch. in d«r zw chassidischejt Sprachform wohnt sind aufs beste cmpfotlen - 45 - oße Verdienst Martin B u b e r s,. die der Verkennung entrissen und 'ihnen eine üpdigung. innerhalb und außerhalb des Judenr ifft zu haben. Seinen früheren Arbeiten auf diesem Getiete schließen sich die. hier verzeichneten Schuften würdig an. In der Erstgenannten \yerdin nach einer Einleit ing, die auf 96 Seiten eine historische und philosjophisc le Or erttierung bietet, legendäre Anekdoten, irfiten Antwortsprüche und .Lebrreden der Bo schaft in der .künstlerisch schönen wiedergegeben, wie wir sie an 'Buber ge-: Dor I sind sie nach den großen Gestalten, also auch dironol 'gisch, geordnet, hier nach den Gegen-* ständen des Lebens und der Lehre. In beiden will der Verfasser ke n geschlossenes Gedankensystem chassidischer Denker ent vickel t, sondern nur Lehre und Leben jener großen Meister und religiösen Schöpfer sichtbar und nachfühlbar mac len. Das ist ihm auch vortrefflich gelungen. Wer :sie keinen lernen will, dem seien diese Schriften Rabbiner Dr. Holzer. I

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