Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 2 - Februar (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 41 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Br. Silberberg: [Die Erziehung' des anormalen Kindes. Br. Lewy: Gegenseitige Hilfe im Tier- und .Men-‘ schenreich. Br. Dr. Schleisner : Aus Kunst und Oeschichte der Stadt Hannover. (Offene Loge.) Br. Lichtenberg: Ottilie von GOsihe. Br. Landsberg: Parsifal (mit* Erläuterungen am Klavier. Offene Loge). : Das ganze Jahr hindurch zog sich das Bostreben der Loge nach Gewinnung eines eigneh neuen Heims. Nach langen mit den Magistratsbehörden geführten Verhandlungen glückte es Ende Januar 1925, das neue Heim zu beziehen. Die Notlage der Samsonschule veranlaßte die Loge, durch Br. Präs. Schoeps eine gemeinsame Aktion der Logenbrüder und des Vereins früherer Samsonschüler in die Wege zu leiten, als deren Ergebnis der Schule im Februar 1924 Mk. 1000,— überwiesen werden konnten. In Verfolg der Beratungen über geistige Arbeit begünstigte die Loge (Anregungen des B(. Kauffmann, Vortragszyklen! zu. veranstalten, die geeignet, waren, bei Jugend und Aelteren jüdisches Wissen zu verbreiten und Interesse an jüdischer Religiosität wachzurufen und zu vermehren. Da man der Ansicht war, daß innerhalb der Logenarbeit dafür kein Raum sei, wurden Logenräume an freien Zeitspannen hergegeben und die Erlaubnis zur Teilnahme nicht auf Logenangehörige beschränkt. In besonderer Weise wurde der 60. Geburtstag des verdienstvollen Br. Exprgsident Dr.Catzen-i stein gefeiert. Zum Schluß bespricht der Bericht zwei dauernde Sondergebiete der Zion - Loge: die Krankenschwesternstation und das Kindererholungsheim auf Norderney. Die erster« ist dem Br. Expräs. Strauß besonders ans Herz gewachsen. Sie besteht seit zwei Jahren und hat, wie die Erfahrung zeigt, wirklich einem Bedürfnis abgeholfen. Hier wird die anstrengendste tägliche Arbeit, Verkehr mit den IjCrankenschwestern und deren Vergebung, von Schwestern geleistet. Es standen drei Krankenschwestern zur Verfügung (jetzt fünf). Die Schwestern bekamen — ein Zeichen der Zeit — für die Ij)ekade 1 Gm., daneben freie Station und im Sommer drei Wochen Erholungsutlaub in unserm t)leim in Norderney. Dieses Heim bildet seit punkt unserer Logenarbeit. Jahren den Glanz- Der Ausschuß für dieses Heim wird immer möglichsj.ih alter Zusammensetzung belassen. Es gibt Brüder, die ihm Jahrzehnte angehört haben, und'solche, die ebensolange darin sind. Hineingewählt zu werden jbedeutet eine besondere Auszeichnung. Der f Ausschuß hatte im Berichtsjahr den Wunsch, daß eine ganze Logensitzung einmal dem Heim gewidmet würde, damit auch die jüngeren Brüder über diese unsere Institution ausreichend unter- / richtet würden. Der Vorsitzende Br. Ftiedmann sollte dann den Jahresbericht bringen und Br Dr. Gatzenstein einen äußerst reizvollen Bericht über den Besuch, den er dem Heim abgestajtet hatte, im Plenum der Loge wiederholen. Den beiden Referaten schickte Br. Präs. Schoeps eine historische Uebersicht über die Entstehung und Entwicklung des Heimes voran. So kamen Systematik, Praxis und Schönheit zu ihrem Recht. Vom Mai bis September einschließlicli' wurden' * 405 Kinder aufgenommen, 35 Frei-, ,70 Wöhlfahrts- (zu ermäßigten Preisen) und 300 vollzahlende Kinder. Der August war .fast ganz Rheinr und Ruhrkindern reserviert. Auch das Otto-Haus (für junge Mädchen, die für den ganzen Sommer aufgenommen und als Helferinnen ausgebildet werden) war wieder voll besetzt. ’ » Rhenus-Loge Mainz.. Aus dem Bericht der Rhenus-Loge Mainz über das Loge/ijahr 1923;24, Die Rhenus-Loge hat sich in der schlimmsten Zeit des wirtschaftlichen Tiefstandes um die Erhaltung jüdischer Lehrkräfte auf dem Lande bemüht.. In Gemeinschaft mit der in der Stadt Mainz von ihr mitbegründeten,Zentralwohlfahrtsstelle hat sie erfolgreich für Renfner, und Arme gearbeitet und insbesondere auch eine ganze Anzahl leidender Kinder in verschiedene Heimstätten entsendet. * Im Berichtsjahr verlordieLoge von 215 Brüdern 7 durch Tod,! 1 durch Austritt,! 10 Kandidaten wurden aufgetjommen, so daß die Gesamtziffer am Ende desj Jahres 217 war.- Die Zahl der Sitzungen betrug 27, darunter -2.'offene, der durchschnittliche Besuch war 40 Brüder. — Erfreulich war die starke Benutzung der von der Loge eingerichteten Bibliothek," wie das geistige Leben der Lojje überhaupt.- ,, |. " .1 ■+ 41 \lf i " 1