Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 2 - Februar (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 25 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, Februar 1925 Nummer 2. (Eingetragener Birein. Ctgnifi Dräng per ©roßLoge. Dumm: 0) 62, $letg|trajße 12. Ktltgljira: - Badjbruift rämtlttfirr XtfUtel au« btefcn Jjrt g&poin 4619. DoSfülräbjmto: $rätn 1633S UHtttUunßro Verboten. Ifiiialtc Nach der Wahl. — Verflechtung vn« Leben und Tod. - Frane Werfel. — Alolf Kraus. — Scbulböfer-Ehrungv Einiges Aber Brüder» lichkeit. — Zur Frage der autonomen Pttuenloge. — Aus dem Büro der Qmflloge. — Logerlberichte aus dem Deutschen Distrikt. Nachtrag au den Beschlüssen der OroBlogentagung. — Neueste Nachrichten des Exekutivkomitees. — Jüdische Familienforschung. — Aus Amerika. — Bücherschau — Aus dem Verbände der Frauenvereinigungen der U O. B. B. Logen (Wjw kann und toll dte Loge uns Frauen ^eben? Qunukah-Lelstungen der 6 Berliner SchwestemvereinigQngen). Mitteilungen. .1. ^4hr*- Nach der Wahl. Die Wahlen zum Preußischen Landesverband jßdischerGemeinden sind vorüber. Das vorläufige Resultat ist: 71 Liberale, 14 Konservative, 5 Mittelpartei, 31 Zionisten, 2 Poale Zion. Möge nunmehr die Zeit gekommen sein, wo nach dem Unsachlichen, Verhetzenden und Verletzenden, ohne das es leider bei keinem Wahlkampf abgehen zu können scheint, jüdische Oruppen und jüdische Menschen sich zu einem gemeinsamen Gedanken zusammenfinden. Der gemeinsame Gedanke des Landesverbandes ist die Vertretung jüdisch-religiöser Interessen — auch über trennende Varianten hinweg — und der Schutz dieser Interessen, soweit er gegebenenfalls im Rahmen staatlicher Verhältnisse geboten erscheint. Man möge dabei bedenken, daß es im jüdischen Leben noch immer ein Gemeinsames gibt. Die Verhetzung überlasse man unseren Feinden. Sie verstehen sie ausgezeichnet Wir wollen mit ihnen nicht konkurrieren. Der Oedanke des ZusammenfindCns hat in unseren Logen unter Ueberwindung der Schäden einer »Inflationszeit« zweifellos an Vertiefung gewonnen. Es gibt wohl Jcaum eine Loge, die auf diesem Gebiete grad in der Gegenwart sich nicht mitzuarbeiten bemüht. Die gegenwärtige Generation vpn Präsidenten — Akademiker wie Kaufleute — bemüht sich in sichtlicher WSts^" die Brüder enger zusammenzuschließen, Interessen zu wecken, die Säumigen an ihre Pflicht zu erinnern, Oeistiges aus eignem Kreise zu schaffen. Die Klagen über stagnierendes Logenleben sind erheblich zurückgegangen.-- . Daß es zum Glück in allen möglichen Beziehungen bejsser geworden ist, ergibt sich auch aus der Tatsjache, daß eine ganze Reihe von Logen in die Lage gekommen ist; eigne Helme, zu beziehen oder die alten wohnlicher auszugestalten. Die schönere Umgebung sollte aber auch dazu miahnen, des wachsenden Elends in dem eignen Ordenskreise zü gedenken. Die Not von Brüdern und Logenfamilien, die zu uns dringt, ist grbß, und wenn in einzelnen Logenorten gesagt! werden kann: wir haben keinen Fall von Wirtjschaftsnot unter unsern Brüdern— so wolle man einmal den Blick auf die Zentrale lenken, die aus Mangel an ausreichenden/ ihr zur Verfügung stehenden Mitteln oft nicht ln der . Lage ist, so! — wie sie möchte oder wie es erforderlich Wäre — einzugreifen. Der Oedanke, Bruderhilfsfonds .zu schaffen, ist auf dem Marsche und die lokale Begründung