Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1925
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ihm aber unser österreichischer Ordensdistrikt. — Mitglied der ältesten Loge »Wien«, wurde er zwei Jahre nach seiner Einführung 1897 Präsident, im Jahre 1911 nach Verlegung der Oroßloge von Prag nach Wien Großpräsident. Oie Großlogentagung in Karlsbad im Herbst 1919 war für den Großpräsidenten eine der schmerzlichsten Episoden seines Lebens, da an diesem Täge durch die Kriegsfolgen der alte österreichische Distrikt in verschiedene Teile auseinander gerissen wurde. Das alte Oesterreich blieb vereinsamt mit zwei Logen zurück. Unter Leitung unseres Bruder^Ehrmann entstanden nach kurzer Zeit zwei weitere Logen in Wien und eine fünfte in Linz, die den Namen unseres Jubilars trägt. Am 23. Oktober 1922 konnte die Großloge XII installiert werden — ein Fest- und Freudentag für alle.Brüder Oesterreichs. Eine Fülle von Liebe, Verehrung und Dankbarkeit schlug dem Jubilar ‘bei seinem Festtage am 19. Dezember 1924 entgegen.' Die Wünsche des Deutschen Distrikts für den verehrten Jubilar und den gesamten XII. Distrikt, diesen in.Glück und Leid erprobten wahren Brudetdislrikt, brachte unser Ehrengroßpräsident Brüder. Geheimrat Timendorfer bei persönlicher Anwesenheit zum Ausdruck. "Gdt. ' Die Loge der Bnoth Brith. Ein offener Brief an Frau Dr. Eschelbacher. Sehr geehrte Frau Dr. Eschelbacher f Manche Probleme werden buchstäblich tot-- geredet. Man erörtert das Für und Wider so lange, bis Freund und Feind die Lust verliert' und froh ist, unter die nun langweilig gewordene Diskussion einen Strich zu machen. So ist es mit der Frauenfrage im Order, gegangen. Man hat das irr der letzten Großlogentagung gesehen. Wenn nur das Wort »Frauenfrage« fiel, fing alles an, unruhig zu werden. Nachdem das Problem totgeredet 4ist, wird es totgeschwiegen. Das ist der Lauf der Welt. Aber auch totgeschwiegene Probleme bleiben Probleme. Werden sie nicht gelöst, dann sind sie wie eine schwelende Flamme .unter der Asche. Es besteht die Gefahr, daß die Frauen, denen die Loge das Recht auf Mitarbeit nicht gibt, die Lust am Logenleben verlieren — und ihre Männer nach sich ziehen —, daß sie sich anderen Aufgaben zuwenden, und dem Orden wertvolle Kräfte verloren gehen. Das aber ist nicht im Interesse des Ordens. * Der Verfasser legt Wert darauf, zu betonen, daß1 er in den vorliegenden Ausführungen nur -seine persönliche Anschauung zum Ausdruck bringt. Die Frauenloge Mirjam in Konstantinopel ist als erste Frauenloge auf der Grundlage eines Ballots und unter Anwendung eines Rituals begründet worden. Die Stellung des Exekutivkomitees zu dieser Neugründung ist uns zunächst noch nicht bekannt. Red. - Also weiter reden? Weiter diskutieren? Das hätte wenig Sinn. Wo die Rede versagt,' muß die Tat, die mehr ist als da's Wort, vorangehen. Den Weg hierzu, hat Br. Prof. Werner in der einzig praktisch—verwirklichbaren' Anregung auf der letzten Großlogentagunggewiesen. ■ . Wissen Sie, daß es in Konstantinopel ejne Bnoth Brith-Loge Mirjam Nr. 678 gibt? Ist Ihnen bekannt, daß in Beiruth und ,Belgrad derartige Logen im Entstehen begriffen sind’? Aufgebaut auf den Statuten der ßne Briss-Logen, mit ihrem Ritual und ihren Gesejzen, .installiert von dem Großpräsidenten des Distrikts bezw. dessen Vertretern? ‘ - Es ist nichts weiter nötig a|s der Mut; anzufangen. Beruflen Sje eine Versammlung von 10 — 20 Damen ein. Es brauchen' nicht nur Frauen bisheriger Logenbrüder 2u sein, es sollen auch Unverheiratete, auch dem Logeftleben bisher Fernstehende'dabei sein, denn rficht die Eignung des Mannes odef des Vaters, sondern die Persönlichkeit der Frau ist das Entscheidende. Beschließen Sie, sich unter der Ordehsdevise zu vereinigen! Geben Sie sich die Statuten der Loge, die. ja bekannt sind, ebenso "wie* das Einführungsritual, auf das es ja Wohl kein deutsches Reichspatent gibt! Und dann f stellen Sie den Antrig auf Erteilung eines Freibriefs bei. der Grollloge! . p ' ' * ***. 4 _ i »' / 7