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Der Orden Bne Briss · 1924-10-01 · Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924) · p. Seite 152

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Festnummer zum Ordenstage : Oktober 1924 (10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 152 (sequence 18)
Language
German
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f die Kranken zu besuchen' und zu pflegen, den Opfern der Verfolgung zur Hilfe zu kommen,- Witwert und Waisen zu beschützen und ihnen in allein Lagen hilfreich beizustehen«, der neuert Jugend den* Weg .zeigen, auf dem _sie in festem Anpacken der Wirklichkeit sich von allzu abstrakter Einstellung freimachen kann. Unser Orden ist zugleich [der natürliche Bundesgenosse der Jugend — und er soll es noch weit mehr werden — in ihrem Kampf gegen die yon -der älteren Generation 'in sie hineingetragene Politisierung im Sinne der überkommenen Parteigruppierungen. Die politische Zerklüftung der in fortdauernder organisatorischer Umschichtung befindlichen Jugend, nicht nur der jüdischen Jugend, ist .das Werk des Parteiegoismus der Alten. Diese habeh sich nicht gescheut, unter, der offen verküni^eten Parole »Wer die Jugend hat, hat die Zukunft* die gesunden, gerade gegen »die Sürideh!der Väter« gerichteten Energien doch wieder für sich einzufangen und in das Gegenteil « umzubiegen. Die Grundtendenzen der Jugendbewegung führen aber von selbst, dazu, daß die! Jugend immer entschiedener den Kampf gegen diese unnatürliche Fesselung aufnimmt. Hören wir z. B. wie sich diej katholische Jugend im »Schildgenossen« (Heft 6j 19) -über politische Versammlungen äußert:;>Das sehen wir scharf: wir wachsen und leben in einer ganz anderen Welt. - Sie i^t aber wesentlich’, grundsätzlich völlig ahders, außen und innen. ' Eine ganze Litanei von Alltäglichkeiten (Zusammenkommen, Wortsjtreit, Taktik, Rauschgifte, Alfcobölzwang, Festfeietn usw.) zog einen djcken Strich, den selbst ein Blinder sehen mußte.! Wir sind eine andere Luft gewöhnt. Geradezu mit Händen konnte man es greifen: wir habjen eine, grundverschiedene innere Einstellung! Unsere geistig-sieelische Haltung biegt sich heute mit keiner Linie dem geschichtlich überkommenen Gebilde zu, das man Partei nennt. Auch die Partei,$ die uns weltanschauungsgemäß am nächsten stehen soll, betrachten wir nicht als eine einige Kategorie. Unser! Lebensideal deckt sich — bis: auf das, jenseitige Ziel — in keinem Punkte mit dem der andern. Wenigstens fanden i wir so. Das muß gesagt sein, auch wenn es undiplomatisch ist.« Treffend faßt Foerstej seine Feststellungen zu diesem Problem tnd di i erst den all« r Mö|;l zusammen:-5) Pädagogen nähme dieser Nirgends denen man so größerer Politik, seit Egoismus, a Isolierung, der Staatsbijd zieherin der sie auf neuerung und dem Sinne ist da »Pfingstfeuer wurde; »Wir sondern verantwortlich heit die von Gott gei satz »politisch Notwendigke der eigenen leben sicherfi gleiche Mö; keit der andfc bringen, am arbeiten, du von dorther Forderung du Menschlichkeit des politisch weiteren auch die Stirn »Die Funktion, alten Leute, durchs Volk wundern, sei als diese Art in Zukunft das gesunde ander strebt.« essanfe Versh ein einheitlic i »Besonders lehrreich für den Sozial, den Soziologen ist die Stdlung- Jugend zum politischen .eben, ngt man sich in Problem? ein, Aoch nicht gewachsen ist, mit um Sicherheit aber fühlt man, diiß die der Renaissance nur angewandter so Technik der Auflösung ui d der dann wieder wahrhafte Kunst ung, konstruktive Synthese, Er- Gemeinschaft werden könne, wenn Fundament einer 'sittliche i Er- Beziehungen zwischen dem »Du« ch« aufgebaut wird. In ciesem Programm zu verstehen, dai im in den kurzen Worjten entwickelt wollen nicht politisch denken, isch leben lernen. Wir sind dafür, daß jedes Glied der Mi nschichkeit zur Entwicklung der ihm ^ebenen Anlagen hat.« In dem Vorleben« ist der Kern der neuen t getroffen. Nicht bloß dem Ich, Gruppe, Klasse, Nation das Aus- , sondern dem Neben wesen die £lichkeit schaffen, die Wiiklichren anerkennen und zur Geltung . Zusammen stimmen, aller Einzelrechte r :h einfachstes eigenes Beispie erleuchtetes Denken — das s Tages und der Beitrag der und iM die nach drängenden Jugend zur Erneuerung?n Geistes.« Vergleiche hierzu die iele bei Schlemmer,8) insbesondere men aus der proletarischen Jugend: äre; gleichgültig welcher Parte , und die heute mit der Jugend Mauern ziehen wollen, sollen sich nicht Ijen sie sich plötzlich allein. Stärker Baumeister erweist sich vie leicht Hoch mehr als heute, so hoffen wir, Empfinden der Jugend, das ::uen- 7) Auf gleicher Linie liegt der interch von Werner M a h r h o I z,8)> les politisches Programm für die ) Foerster °) a. a. O. ") Schaffen« ”) W. Mahl i sehen Jugend, ßerlitl IQ22. 'I — 152 — a. a.i O. S. 273 S. 7lj ff. e Jirgend 1922 Nr. 3 Ein politisches Programm,de«) deutioIz,

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