Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 9/10 - August (8.1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 117 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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nicht getrauen, sich darauf einzustellen, einmal einige .Monate dieier Aufgabe sich und ihre! Zeit unterzuordnen Täten sie es, sie wären reichlich entschädigt durch die Befriedigung, die ihnei^Aeinerseits au; der herzlichen Anhänglich. . keit, dem sonniger Wesen der jungen Hausgencssin, andererseits nach kurzem aus deren Arbeitsleistungen erwüchsen. Und es kann etwas so Wundervolles s :in, wenn ein gleichgestellter Mensch Einblick ii unser Leben, unsere Aufgabe, unsere Ansichten, ja auch in unsere wirtschaftlichen Verhältnisse bekommt. Wenn wir uns mit i|jm offen über alles aussprechen können, wenn er uns von seilten jungen, vorwärtsstürmenden Ideen, wir ihm von unserer Ausgeglichenheit geben. Urtd wenn wir später in Tagen des Leides und der Freude auf seine Mithilfe, sein. Mitempfinden rechnen können! Gefühle, die nur aus vollem Sichkennen und Verstehen hervorgehen können. Vielleicht wäre es bei unserer derzeitigen , Wirtschaftslage erwünscht, wenn dort, wo ein Austausch nicht stattfindet, die jungen Mädchen als »zahlende Gäste« kämen. Mit den Rechten, aber auch mit den vollkommenen Pflichten einer sozusagen noch a s Lehrmädchen berufstätigen Haustochter. Es sollen ihr in dem wohlgeleiteten Haushalte nach urd nach die Arbeitsleistungen einer »Stütze« nach einjem festen Arbeitspläne zugewiesen werdet Si^ soll auch lernen, mit ihrer freien Zeit, die nicnt allzuknapp bemessen sein sollte, haushälterisch umzugehen. Sie wird gebotenes Vergnügen und Bildungsmöglichkeiten doppelt schätzen, weil sie nicht selbstverständlich sind. Und da sie auch, wie das im Haushalt öfter der Fall ist, manchmal wird verzichten müssen, wird ihr Wille diszipliniert, sie aber zur Selbstbeherrschung erzogen. Wenn sich nicht genug Familien mit zum Lehrberuf befähigten Hausfrauen finden, raten wir unseren Töchtern, sich entweder in Jüdischen Haushaltung;sschulen auszubilden oder als Helferinnen in bestehende jüdische Institutionen, wie Kranken-, Säuglings-, Erholungs- und,Mädchenheime einzutreten. Sie werden da wohl zunächst die nicht allzu hohen Kosten ihrer Lebenshaltung bezahlen müssen, wohl nur insolange, als ihre Arbeitsleistungen noch geringesind. Dafür werden sie aber auch die festen Pflichten einer nach haus wirtschaftlichen, ökonomischen und sozialen Grundsätzen geleiteten Gemeinschaft kennen lernen. Sie werden sich an ein Leben der Einfachheit; Pünktlichkeit und Ordnung — auch Unterordnung — gewöhnen. Vor allem werden sie an Umsicht und Organtsationsfähigkeit gewinnen. Und es wird ihnen zum Bewußtsein'kommen, daß die leider noph immer nicht nach ihrer Wichtigkeit eingeschätzte Hausfrauentätigkeit hinter keinem Berufe zurücksteht, wenn sie berufsmäßig, das heißt: mit Ernst, Sachlichkeit und Liebe ausgeführt. wird.. V- \ Wir, d. h. die oben angeführte Kommission (Frankfurt/M., Brentanostr. 6) stehen alten Logenangehörigen in der so wichtigen Angelegenheit der Heranbildung ihrer Töchter zu Hausfrauen gern mit Rat und Tat zur Verfügung. Frankfurt/Main, Mai 1924. * L Camilla Burstyn. Für die uns anlä Aufträge meiner Frau unc Mannheim, 28. A Danksagung. ßlich unserer silbernen Hochzeit übermittelten Aufmerksamkeiten gestatte ich mir, im im eigenen Namen herzinnigsten Dank zu sageü. lai 1924. Jeselsohn, VizegroBpräsident, --4= -- - - - - - . Zur Herbstmesse im Logenheim ArnatstraC) Leipzig-Loge findet eine MeBsondersitzung am Montag, den 1. September, abends 8 Uhr, e 1 statt.1 Brüder, die die Messe besuchen, sind'mit ihren Damen -herclichst eingeladen. t s o I d Zugunsten jüdischer Fron auf dem Platz des berliner nahmeberechtigt sind Werbesportfest. der Errichtung eines Sportplatzes für alle jüdischen. Verbände veranstaltet der Re ic h s b u ri.d aten, Ortsgruppe Berlin, am Sonntag, den 31. August, nachmittags 3 Uhr Sport-Glub 1895 E-V., Kurfürstendamm, Cicerostraüe ein W e rb e spo rt f e s t. Teil- ...... alle jütischen Vereine und Einzelpersonen. Meldungen haben bis zum zO. August zu erfolgen. Die Ausschreibung enthält Lauf-, Sprung- und Wurfkonkurtfcnzen, sowie Turn-, Box- und-Fechtwettkämpfe-. Sämtliche jüdischen Sportvereine Berlins haben ihie Beteiligung zugesagt Nähere Auskunft b<i dem Büro der Ortsgruppe Berlin des R. j. F., Burgstr, 30, Zimmer 76; Femspr. Norden 8858. 117