Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 9/10 - August (8.1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 116 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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arbeit, insbesondere die Organisation der letzten Zeit. — Nach anregender Besprechung] wurden folgende Resolutionen gefaßt: 1. Die am 17. lind 18. J u n i in D G s s e 1doTf vertretenen Schwesteirnvereinigungen de r U.O.B. B. - Lo gej n sind durchdrungen von der Njo t w e n d i gkeit, sich zu einem rheiriisch-westfälischen Logenfrauenverband zusammenzuschließen, um in Gemeinschaft .an den Interessen der Loge mitzuarbeitert und in Geschlossenheit die h oTi e n Ziele zu fördern. 2. Alle Sch western von Duisburg, Crefeld, Gladbach und Köln, die der Tagung am 17. Juni in Düsseldorf beiwohnt erkannt, d u rt g s e v e reinig u sich . als;n, haben es für notwendig n ihren Logen die Orün- ^ständiger Schwei ternngem zu befürworten und solche dem Rheirisch- Weitfä-lis^cf en Logenfrauenverpande anauschl e,ßen. 1 | jÄm 18. Juni schlossen s»ich Vorträge an. Unt^r dem V jrsitz von Frau Lewisohn sprachen Frai| Bertha Ischelbacher - Düsseldorf über „Londoner Eindrücke“, Frau Dr. phil. ,j Martha Welrthein er-Frankfurt a. M. übelr „Die jüdischen Fü irerinnen der Frauenbeweguhg“,und e m a n n - Dortmund über i,Das ulturfaktor“. Sämtliche Vorträge beifällig aufgenommen. Fratji H e i r Kind als wü&ien sehr AustauS&fi von Söhnen und Töchtern aus Logenkreist i Als Mitarbeiterin der Kommission zum Austausch von Söhnen und Töchtern von Logen- Angehörigen beobachte. ,ich seit Monaten die Zunahme der Fälle, in welchen iTöchter zwecks hauswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ausbildung »ausgetauscht« oder in Logen-Familien untergebracht werden sollen. Besonders aus Kleinstädten melden sich Angehörige junger Mädchen, die .ihren Oesichtskeis. durch den Aufenthalt in der Großstadt erweitern wollen. Zp unserer Freude ist es uns in vielen Fällen möglich gewesen, einen Austausch oder Unterbringung in die Wege zu leiten und durchzuführen. Erleichtert war diese Aufgabe bei bereits im Haushalt vorgebildeten jungen Mädichen oder solchen, die eine Ausbildung als Kindergärtnerin oder ähnliches haben. Größere. Schwierigkeiten haben wir heute in Fällen, wö kein Austausch stattfindet oder möglich ist und bei der 'Unterbringung von Haustöchtern, die noch keine praktische Vorbildung haben. Einer der Hauptgründe hierfür liegt wohl darin, daß unsere »Logenfrauep«, selbst solche mit erwachsenen Kindern, sich nicht befähigt fühlen, nicht genug- Ruhe, Geduld und Zeit zu besitzen glauben, um dieser immerhin pädagogischen Aufgabe gerecht '-zu werden. Auch erlauben es heute die wirtschaftlichen Verhältnisse weniger denn je, einen Gast,] dessen Arbeitsleistungen zunächst noch geringe, dessen Lebensansplüche oft große sind oder Scheinen, für Monate laufzunehmen. Auf welche Weise wollen wir aber doch unseren Töchtern die unbedingt nötige bauswirtschaftlicfie Ausbildung sichern? Und wie denken diese selbst darüber? Wir sind überzeugt davon, daß es jedem jungen j Vlädchen heute zum [Bewußtsein kommt, daß ei arbeiten muß. Arbeiten will es auch, aber nichjl dilettantieren! Unp deshalb mögen wohl vieljs unserer Töchter sich einem außerhäuslichen itaufe zuwenden. Weil sie den Hausfrauenberüso wie er sie jetzt [gelehrt wird, wie er ihnen selbt vorgelebt wird, nicht als eine vollwertige Beschäftigung betrachten. Wir müssen sie davon überzeugen, daß der schwerste, unter Umständen aber der befriedigendste Frauenberuf, der der Hausfrau aei. Soll aber eine Tätigkeit] als Beruf aufgefaßt werden, dann muß sie e ne feste Kette von) Arbeitspflichten, pünktlicher Zeiteinteilung unjl Verantwortlichkeit sein, so| daß man auch den krbeitserfolg sieht. Dann jiiuß diese Tätigkeit iine organisierte, wohl durchdachte und durchgeführte sein. | Unsere Töchter und unsere Fragen fühlen unsere Notwendigkeiten.' Nur daß sich eben unsere Fragen, besonders die in den Oijc ßstädten,