Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1924-08-01 · Nr. 9/10 - August (8.1924) · p. Seite 113

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 9/10 - August (8.1924)
Date
1924-08-01
Page
Seite 113 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/6727475-6029118-6074602--0592-4867262
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

zählige schaffende, blüher waren dahingegangen. Wie und wo sollten die Löcken sich schließen, wo sich spannen über Untiefen de, bauende Leben sollten die Brücken und Abgründe. Da an Männern armge- Prstarken an der von wurde den Frauen di: politische Gleichberechtigung ausgesprochen. Das wordene Vaterland s ollfe der Frau ausgehenden Kraf.. Der Geist der Au 'klärung, der seit 200 Jahren auch die Stellung der Frau gehoben hat, ging seinen Weg. Man gab den Frauen, was ihrer fortgeschrittenen Entwickeung gebührte. In dieser Entwicklung ist die jüdische Frau der zeitgenössischen nicht Jüdischen Frau nicht zurückgestanden. Sie würde von dem Niveau, auf das sich zu '«teilen sie verdoppelte Pflichten hat, heruntersinken, wollte sie nicht trachten, innerhalb ihres eigentn Kreises die gleiche Beachtung zu finden. Uni so wär nun nach,Kriegsende der Wunsch einer vid größeren Interessengemeinschaft mit de n Brüdern ein begreiflicher und gerechter. Ür d er wurde durch den einsichtigen Willen vieler herrschenden Anschauungen ein erfüllbarer. Der geistige Einzug der Frauen in die Logen vollzog sich ohne feste Verpflichtungen seit:ns dür Brüder, als ein^Akt ven Naturnotwendigkeit. Die hochwürdige Großloge erkannte nit weitem Blick die idealen Momente dieser verstärk len Interessengemeinschaft. Sie mußte der Entwickelung des Logen- :|n. Dip Zahl der Schwesterneine erste Verbandsvährehd. Von 19 im Grünlebens zum Segen se Vereine, die zu gründen pflicht ist, stieg fort dungsjahr waren es es 54 geworden, auf denen die Frauen die ethischen und - teiligung an den Logen und die au und Erziehlichen Frau wurzeln.- In mit den Brüdern, in ddi denen sie mit gleichem Hecht der Stimmen gehören, in den offenen Logen, wo immer Gewird, und 1920 schon 32, heute sind Die i:wei großen Gebiete, mitStc Iz sich behaupten, sind die aufbauenden. Die Be- Wohlfi hrtseinrichturrgen der bauenden, die im Geistigen beispielgebenden der den gemeinsamen Sitzungen n Kommissionen, zu meinsames beraten die Beachtung, die ihr gebührt. Ergänzend wirken beide harmonisch.. Wohl gibt.es noch immer Zweifler unter den Brüdern;- Männer, die. den Fraueneinfluß als einengend fürchten, > die es als des Logengeistes wesensfremd, wfeil ursprünglich nicht vorhanden, verneinen, daß Frauen mitarb^iten. Auch diese Herzen werden gewinnen, wenn sie erst erkennen, wie unser Mitgebenwollen kein Machtgelüst ist, sondern hervorgerufen aus dem Kulturrecht def Gegeriwartsfraü und aus dem uralten Rechte der jüdischen Frau. Und wie wir mit Bescheidenheit immer mehr unseren Weg kennen lernen wollen und unsere Richttmg uns wahren. . * Der Verband hat allel zwei Jahre seine Generalversammlung, jedes Jahr eine.« Vorstandssitzung und da erleben wir stets die. Freude zu ' beobachten, wie unsere jüdische Frauenwelt sich hebt. Wie der Geist der Erziehung den Schwestern eignet, wie sie im Sinne des Logengedankens ernst arbeiten, wie kein Problem ihnen fremd ist, jede Gegenwartsfrage sie anregt, Nach dem Muster der Brüder sind die neuen Schwesternvereine installiert und arbeiten sich ein Die umfassenden Leistungen der BÄtehenden sind ergänzt vön den Werdenden. -Neue Zeitfragen, Forderungen ijes Tages, Ausblicke in Zukunftgestaltendes, alles wird zur Angelegenheit der strebenden jüdischen Frau. . . Diese Selbsterziehung, Bildungstrieb,. Gerechtigkeitssinn, Verständnis für die Wirklichkeiten des Lebens, Kenntnis jüdischer Vergangenheit durch Geschichte und Lehre, die Betrachtung aller aufbauend wirkenden rückgratfestigenden Forderungen muß ihre Heimstätte jm triebkräftigen Erdreich der Loge findend Dann gedeiht was im treuen Wollen geschieht; dannkönnen die Einzelvereine Ernten ihrer Liebessaarten sehen, •dann wird unser Verband immer mehr |um, ■ Zweckverband, dann erreicht er im großen, was jede einzelne Schwester im kleineil wild er lindert Not und Sorgen, er bereitet Sonnenschein und Freuden. Und das gebe Gott' für unser - aller Arbeit. . findet die Schwester •Berlin. E. Eschelbach er. -113

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.