Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 9/10 - August (8.1924)
- Date
- 1924-08-01
- Page
- Seite 109 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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band aufgenommen zu ehrenhaft und zuvirlässi sind, ist klar. Gegen die der Geschichte der Mit diesem Unterricht Jahr nach denr Eintritt in Idie Schule bereits geläufig englisch sprechen, f ießend lesen und richtig schreiben können. Br. Iva p 1 a n , der Klassem lehren, lehn englisc i lese i, indem er die Lese, stücke dramatisiert und zur <onversation Bilder zur Illustration der gele< enen Texte zeichnet. Diese fast in allen Orten bestehenden Logenschulen bilden Ruhmesblätter in amerikanischen Logen — das wissen unsere Btüder sehr genau! — ist es nicht getan: s ie erstreben eine Einwirkung der Schule auf das Elternhaus und suchen durch das Medium der einzelnen Zöglinge ganze Fa milien zu brauchbaren amerikanischen Staatsbürgern zu erziehen. Die Denver-Logb begrjeift in den Kreis ihrer Amerikanisaticnsaufgaben Naturalisationspapieie für daß sie nur diejenigen Eie wert erachtet, in den amerikanischen Staatsver lisatjonsverweigerung jedoch erhebt die Loge Einspruch. Behörde und der Loge arbeiten zusam einem Bruder der Denver-Ljoge die Einbürgerung versagt werden sollte, weil er wende freidenkerischen sehen Bestrebungen sein die Beschaffung der die Einwanderer ein; Tiente für wünsenensijverden, die ihnen als bekannt geworden unbegründete Natura- Naturalisationskomitee men. Als im Winter er in dem Rufe stand und sogar anarchisti- Interesse zu, ließ die Staatsbehörde dje Ar geleg« inbeit nochmals durch die Loge untersuchen unc willfahrte auf Grund des von der Denvi:r-Logb erstatteten Berichts -dem Naturalisation»esucli des Einwanderers. »Heut ist er längsi ein guter Amerikaner, der auf sein Bürgerrecht stolz ist,« sagt die Denver- Loge. Da in Amerika k:in Staatsbürger sein Religionsbekenntnis anzugüben braucht, so ist es schwer, den Zusammenschluß der in einer Stadt lebenden Juden zu ermöglichen. Die Denver- Loge hat daher büschloissen, eine sorgfältige Statistik aller in De wer lebendenden Glaubensgenossen anfzunehmen, Der unausgesprochene Zweck dieser Aufnahme ist nicht die Heranziehung von möglichst vielen Kandidaten für pnsern Orden, sondern die neuzugezögenen wiq auch nen Juden im ‘Sinne führung, die immer gegen den Antisemi restlcse Beeinflussung aller der bereits eingesesseeiner einwandfreien Lebensdie b :ste Waffe im Kampfe ismus darstellt. Gegenüber diesen hohen ethischen Aufgaben des Ordens in Amerika verblassen die anderen Fragerj, welche ihn; gegenwärtig beschäftigen, vor al em die Erörterung, ob die Geheimhaltung unserer Logen Verhandlungen, und namentlich unseres Rituals, beibehalten werden soll oder nicht. Mit Entschiedenheit tritt Br. Asehheim, Mitglied der Konstitutionsgroßloge, für die Beibehaltung des Loeengeheimnisses eirl; die »Handvoll Männer, diej] sich das Recht anmaßen,, althergebrachte Sitten und Gebräuche beiseite zu stoßen«, bezeichnet er als »Faschisten:. Demgegenüber macht l enser Bundesorgan darauf aufmerksam, daß ► das neungliedrige Verfässungskomitee des Ordens bei seiner Tagung zu Cleveland | empfohlen jhjat: Einführung und Ritual brauchen nicht geheim gehalten zu werden.. , Hundertdreiundzwanzig — alpo nicht ^eine Handvoll«— Delegierte stimmten dafür, zweiund-. fünfzig dagegen.. Unser Logenorgan .tritt für Oeffentlichkeit unserer Einführungen mit Wärrne^ ein. Wenn diese Feier schon auf unsere Glaubensgenossen einen so (tiefen Eindruck macht, wie muß sie erst auf Andersgläubige wirken, wenn sie ihr zufällig beiwohnen, sagt Br. A. B. Freyer, Expräsident der Groploge des 7. Distrikts.. Aus seiner eigenen Erfahrung berichtet er,, daß er während seiner Amtstätigkeit häufig solche öffentlichen Einführungen vorgenommen pnd jedesmal den ungeheuer erhebenden Eindruck habe feststellen können, den diese Feier auf Hunderte von anwesenden Glaubensgenossen, gemacht habe. Seitdem der Corden irt Amerika sich vpn den egoistischen Tendenzen , «der Lebensversicherung freigemachjt habe, sei ^kein so bedeutender Schritt ztjr Abwärtsbewegung des Ordens getätigt werden, wie gerade diese Oeffentlichkeit der Einführungen.,.— Von unserem deutschen Standpunkt aus ist jeder Versuch, unsere Logeneinführungen in voller Oeffentlichkeit stattfinden zu| lassen, abzuweisen. Aus dem Logenleben in der Union wird allerlei Interessantes berichtet. -Die Großloge des 5. Distrikts hielt ihre Jahrestagung in Washington ab. Hierbei wurde beschlossen, dem unvergeßlichen Br. Simon Wolf ein die Jahrhunderte überdauerndes Denkmal — in Form einer großartigen Wohlfahrtseinrichtung — zu . stifteli. Ueber die Art dieser ungewöhnlichen, aber wohlverdienten Ehrung, w'urde ein Beschluß — 109 —