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Der Orden Bne Briss · 1924-08-01 · Nr. 9/10 - August (8.1924) · p. Seite 108

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 9/10 - August (8.1924)
Date
1924-08-01
Page
Seite 108 (sequence 14)
Language
German
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schließlich. auf eine Zerstörung Frankreichs, Deutschlands^ und übehaupt der europäischen Zivilisation-hinausläuft.<■■ Br. LeSviri fordert den Orden auf, einzutreten .1 ür ein yerbot des Wettrüstens, für einen Bun i der Völker, nicht der Diplomaten, für die Entscheidung aller internationalen Streitigkeiten durch einen Obersten - Gerichtshof, für die Abschaffung der Geheimdiplomatie, für die Durch ührung der vom Schiedsgericht gefällten Urteile nötigenfalls durch wirtschaftlichen Boykott etc Selbst der »Fragekasten« bringt Notizen, die nicht bloß den amerikanischen j Bruder angehen. Auf eine Anfrage, warum das Judentum unserer ■ Zeit keine Mission treibe, führen die B. B. News aus, daß in der römis:hen Kaiserzeit grade in der Aristokratie viele U< bei tritt« zum Judentum stattfanden, über die Hcraz, Martial und Juvenal sich weidlich lustig machten. Unsre heikle und unsichere Stellung in der modernen Umgebung ist zweifellos im Verein mit urjserm Mangel an religiöser Begeisterung die Quelle unserer entschiedenen Ablehnung jeglicher [religiösen Propaganda, vernachlässigen wir do<|h selber unsere Pflicht gegenüber der-'.religiösen Unterweisung unserer Jugend und gegen die leistungsschwachen kleinen Gemeinden! Im Interesse der Selbstverteidigung sollten wir in'unseren eigenen Reihen für bessere Kenntnis Unserer! Religion durch Verbreitung von . Traktaten ujid Aufjdärungs- schritten sorgen. , ’ 1 Leider sehr bittere Wahrhejten! j Die Entfaltung reügijöser Propaganda ist den amerikanischen Gla'uben^genosslen weit; weniger möglich als allen anderdn Juden) auf dem weiten Erdenrund, denn im Mittelpunkt! ihrer kulturellen Bestrebungen steht der ^oziale [Hilfsdienst, d. h. die Fürsorge für den Jüdischen Delinquenten, und die Amerikanisation, d. hl die Erziehung der Einwanderer zu treuen, ,dife Landesgesetze beobachtenden amerikanischenj Staatsbürgern. Spaltenlang berichten die B.! B. News über diesen Zweig der JLogehtätigkeit. Der jüdische Frauenbund hält Kurse a]b für di :se Einwanderer. Seine Mitglieder suchen diese teufe persönlich auf und stellen sich ihnen zwecks Raterteilung und Hilfeleistung zur Verfügung. Diese ungewöhnliche Fürsorge für die^e Einwanderer beruht auf etwas Egoismus: dif aus Osteuropa stammenden Glaubensgenosse^ bringen nicht imnter die, besten Chakaktereigens! :baf en mit, und da ihre Kinder in Amerika meistens ohne Religionsunterricht aufwachsen, so fehlt diesen die sittliche Bindung;r werden sie erst den Gefahr :n der Straße preisgegeben, so kommen sie seht leicht mit dem Strafgesetz in Konflikt. Demgemäß ist leider der prozentuale Anteil der Juden, namentlich der Jugendlichen, an der Verbrecherstatistik erschreckend hoch. Diese Kriminalität der eingewanderten — nicht der sessenen — Juden ist eine der Hauptachen des in Amerika sich rriindeiitenü ebenso wenn . nicht noch stärker a 6 in Wirkenden Antisemitismus. Wenn Europa nun — emgje urs stark aus so folgern unsere Brüder jenseits de die Einwanderer, gleich nachdem sie fes gefaxt haben, in Logen-Abendschul :n englische Spra amei iche und — in stärkerem Maße ah; je?iikänische Bürgerkunde lernen, so Gerrütsleben von Anfang an in richtige gelenkt: »erst ein guter Amerikaner werjden, der unserer Glaubensgemeinschaft keine macHt1* sati s Ozeans — ten Fuß :uvor — wird ihr Bahnen Schande Das ist das Ziel, das jenen Ailnerikaniojisbestrebungen zu Grunde liegt, n einem diesbezüglichen Aufsatz, »Der Unterricht des Einwanderers,* gibt ans Br. j o - seph L. Weiner von der Joj.e|)h-Loge ein Bild von der Organisation, dem Lehrplan und der Sequenz der in St. Joseph (Mis souri) eingericht den Logen-Abendschule. Dies Institut besteht aus drei Klassen, die an zwei Abienden der Woche von zwei Brüdern B. B. unc einer Dame im Englischen sowie in amerikanische rGeschichte und Bürgerkunde unterrichtet werden. Die Frequenz^ betrug im abgelaufenen Winter 24 Zöglinge im Alter von 16 — 40 Jahren, die von drei Moniten bis drei Jahren in Ameika1 Weilten. Auf der Oberstufe kam es vor, daß jur ge Mädchen die nur lernen wollten »wie werde ich rechi schnell eine echte Amerikanerin?« den Unterricht in der amerikanischen Giscfichte für völlig unnötig, die Unterweisung im Staatsgesetz „für;ine Torheit hielten. Auf de: Mittelstufe war der Unterricht voll befriedigend: Bv Weiner legte hier dem Sprachunterricht die Lek üre einer Zeiting zu Grundej an deren Han i ei die Elemente der Bürgerkunde entwickelt!:. ir unterwies sie auch in der englischen Korrespondenz. Glänzend sind die Ergebnisse de» Unterrichts auf der Unterstufe, deren Zöglinge ein halbes tos

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