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Der Orden Bne Briss · 1924-06-01 · Nr. 7/8 - Juni/Juli (6.1924) · p. Seite 72

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 7/8 - Juni/Juli (6.1924)
Date
1924-06-01
Page
Seite 72 (sequence 10)
Language
German
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Stellung .von Richtlinien aus und bittet,'es jeder Loge zu überlassen,, wie sie die Auswahl der Aufzunehmenden vornehmen will. Zweckmäßig ist, an Orten, in . denen die Logen über die Zahl von 200 Brüdern angewachsen sind, neue Logen zu gründen. Br..Vizegroßpräsident Kuznitzky unterbricht die Debatte, um die Höhe der Diäten feststetlen zu lassen. Es wird, da Widerspruch sicht nicht erhebt, der Vorschlag des Geschäftsauschusses: Reisegeld 2.- Klasse und M. 7,50 Diäten für 3, evtl, für 4 Tage zu gewähren, angenommen. - . Br. Kuznitzky bemerkt, daß seine Ausführungen über die »Siebung« in den Logen mißverstanden seien. Er habe nur zum Ausdruck bringen wollen, daß gerade in der heutigen Zeit nur solche Kandidaten aufgencmmen werden sollten, die wirklich geeignet seien. Es soll aber keine Zuführung erfolgen, nur um die: Loge zahlenmäßig zu vergrößern. . Br. S t e i n : Die Frage hat gerade in der letzten Zeit die Berliner Logen stark beschäftigt und hat dazu geführt, eine neue Loge zu gründen, die im wesentlichen eine Sezession aus den alten Logen darstellt. Richtlinien sollen nur in dem Sinfie gegeben werden, daß in bezug auf die ■moralischen Qualitäten eine Siebung erfolgt. Damit eine Abwanderung geeigneter Kandidaten vermieden wird, müssen ari den Orten, wo die Muttertagen zu groß geworden sind, neue Logen gegründet werden. Br. Schulhoefer bittet, den Logen nicht das Recht, sich die ihnen genehmen Brüder auszusuchen, zu beschränken, wobei er aber alleräußerste Strenge bei Neuaufzunehmenden empfiehlt.. Br. Freundlich spricht Sich gleichfalls gegen Direktiven durch die Großloge aus. Bei einem zu großen Anwachsen der Logen müssen neue Logen gegründet werden. Bej Aufnahmegesuchen wäre in Zweifdlsfäilen, um einerseits ungerechte Härten zu vermeiden und andererseits nicht wünschenswerte Elemente hereinzubekommen, die besonders den kleinen Logen verderblich würden, eine Besprechung mit führenden Brüdern meiner Nachbarloge zu empfehlen, wodurch örtliche Voreingenommenheiten - äusgeschaltet werden könnten. Br. B a e c k: Eine prinzipielle Entsc teidung ist) nicht möglich. Jeder Loge muß <jlie Wahl ihrer Mitglieder überlassen werden. Zv ei Auffassungen machen sich geltend. 'Die ehe geht dsihin, daß die Logen etwas Abgeschlossenes innerhalb der ’ jüdischen Gesamtheit darstellen sojlen, während die andere dahin geht, du: Logen zu Ktaftquellen der Erziehung für das deutsche Judentum zu machen. Wird letzteres gefordert, dann ist eine dauernde Zuführung neuer pemente erforderlich, um die erzieherische Kraft)wirksam werden zu lassen. Dann aber muß die Furch vorder neiuen Loge überwunden werden. Eiine Neugründung von Logen ist überall da erfb'derlich,. wo die Zahl der Brüder über ein bestimmtes Maß hinausgewachsen ist. Erfolgt <jl e •gründung rechtzeitig, dann wird auch Seine Abwanderung wertvoller Elemente! in ander: Orden verhindert. Br. K u z n i t z k y : Die Diskussion ii ber den Gegenstand ist geschlossen.—‘Die Sach: selbst sei durch Aussprache geklärt, fcf habe|l idiglich zum Ausdruck bringen wollen^ daß d|< Logen bei der Auswahl von. Kandidaten vie rsichtig sein sollen. j Br., Kopfstein bittet, den Logen den Hinweis zu geben, daß bei allzu starkem Anwachsen an die Neugründung Von Loge i herangegangen wird, und daß geeignete Bewerber nicht zurückgewiesen werden dürfen. | 3.; Bericht der Kommission zur Ausfuhr ing der Beschlüsse des Generalkomitees (140. S itzun § Br. Walter bezieht sich auf sein schriftli vorliegendes Referat und bittet,! gemäß dem Vorschläge des Geschäftsausschussbs zu beschließen: Von der Durchführung dt}r Beschlüsse des Generalkomitees am 18. November li?3 betr. * > die Monatsberichte, sowie die Zusammenlegung der Stellen des Br. Cohn und des Frl Oordan, isowie die Zusammenlegung der Stelen der BBr. Goldschmidt und Finkei wird Abstand genommen. ' Eine Verringerung des Beamtenstandes n rscheint schon mit Rücksicht auf die beyorstehen le Großlogentagung nicht angängig.! Er gibt dann Kenntnis von der Beschlußfassung auf (em Südwestdeutschen Logenverbandstag, die da lin geht, den Beamtenabbau durchzuführen, die Monatsberichte öfters, möglichst allmonatlich, ei scheinen — 72

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