Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1924
- Issue
- Nr. 7/8 - Juni/Juli (6.1924)
- Date
- 1924-06-01
- Page
- Seite 63 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, Jaai/Jnli 1924. Nnaaer 7/8. rri >4 SSUttemu für 9.^: (ZHngBtragene.r Bereit!. Wurm Urrlafl ün ®roßligr, ft- $ 62, tlctßW 12. ©flfpljoi: atfjimuft JamUttJirt Ärfthel au« btefen fifißoiD 4619. tyrittittoitg: fttoi 16333 ItttEtlungcn Verboten. Jtuigea Brüder zur Logealdec. — Bemerkungen zu des AnsfObrungen tob Br. Rotenfeld. — MI. Oenermlkomttc«. Mzi 1924.;— Alfred D&blin. — Loge and KantL — Richtlinien zur PSrderang von Konti und Künstlern hi den zu den Ausführungen des OroßschstzmeUteri Maximilian Stein anlUUch der Beamteneinf&hrang bei der Inatallation der Scfawiblichen .oge In Angsbnrg. — Ana dem Büro der Orofiloge. — An» den Logen de» VIII. Distrikts. — Bficherachan. — Ana dem Verband« der Fraoenvereinignngen (SchareaterUcbkeit). — Mitteüongen. — Ana dem Oedichtniabnch der Qroßloge. Inhalt» Die Erziehaag der Sitzung vom II. Logen. — Nachtrag Pie Erziehung der jungen Brüder zur Logenidee. "~L r. n-- ■*' - --' r'-.-ij Zion-Loge, Hannover.; « Von Br. Baurat [Paul Rosenfeld * w I Der Erfolg einer Erziehung ist von zwei Faktoren abhängig: Von der Begabung des Schülers und der Methode des Lehrers. Bei einem unbegabten und trägen Schüler wird der beste Lehrer nicht viel erreichen. Verfehlte Erziehung |kann selbst einen Gutveranlagten irreleiten. Für unsere Betrachtung ist’der Schüler der neueintretende Bruder, sein Lehrmeister die Loge. Als Grundlage für unsere Erwägungen müssen wir uns i jäher zunächst mit der Psychologie des jungen Brüders beschäftigen und dann die gegenwärtige geistige Verfassung unseres Ordens zu erkennejn versuchen. Erst auf dieser Grundlage wird es möglich sein, das uns beschäftigende Problem zu lösen und ein besonderes lUnterrichtssystem aufzubauen. Die zu uns kommenden jungen Brüder kann man in etwa drei Einmal geistig imr Or ruppen teilen: strebende Menschen, welche die Loge suchen, tim dort gemeinsam mit Wahlverwandten ihr W( sen zu vollenden. Sie finden von selbst den Weg zu uns und bedürfen unserer Erziehung kaum. Die gegensätzliche Gruppe bilden die, welche von ihrem Eintritt in den Orden vorwiegend gesellschaftliche oder geschäftliche Vorteile erhoffen, im übrigen aber jeder idealen Bestrebung mit Ironie oder Skepsis begegnen. Diese sollten am besten durch ein, sorgfältiges Vorverfahren ferngehalten werden. ‘ Die weitaus zahlreichste Oruppe der Aufnahmesuchenden steht in der Mitte zwischen den beiden Extremen und bildet daher den eigentlichen Gegenstand unserer Betrachtung. Sie kommen in dem ungeklärten, aber edlen Streben zu uns, sich einer geachteten Gemeinschaft von Stamme£genossen anzuschließen, um für sich selbst und die ihrigen geistige Förderung und gesellschaftliche Beziehungen zu finden. Unendlich mannigfaltig an Charakter und Begabung ist ihnen allen gemeinsam die dem Juden eigentümliche Neigung zu geistiger Fortbildung und der Sinn für Wohltätigkeit. Sie alle, mögen sie nun akademischen Berufen angehören oder aus geschäftlicher Tätigkeit zu uns kommen, suchen in der Loge eine Steigerung, über did Stimmung ihres alltäglichen Daseins hinaus. 63 -