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Der Orden Bne Briss · 1924-05-01 · Nr. 5/6 - Mai (5.1924) · p. Seite 49

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1924
Issue
Nr. 5/6 - Mai (5.1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 49 (sequence 7)
Language
German
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keit« bet den Abstufungen läßt sich viel disputieren. Dieses Moment muß iber m. E. zurücktreten zur Wanrung der Brüderlichkeit, aus sozialem Empfinden und um uns die höheren Einnahmen nicht selbst zu versperren, deren wir, nicht zum fertigsten für de wirtschaftlich weniger gut gestellten Brüder selbst und für unsere Witwen und Waisen n cht entraten können. — Es mag ferner seih, daß in kleineren Logen, in denen sich jeder Bruder beobachtet und »richtig eingeschätzt« fühlt, ein Appell zu Zahlungen — neben dem festgesetzten Mitgliedsbeitrag genügt, Für große Logen wird die Staffelung im Interesse der Gerechtigkeit und aus finanztechnischen Gründen nicht i u entbehren sein, wenigstens nicht, solange die politische und damit auch die wirtschaftliche Lage stark differenziert« die Brüder Es mag auch sein, daß einzelne Logen Schwierigkeiten bei Durchfühijung der Staffelung finden können, weil das Qewissen der Brüder sozial noch nicht in dem erhofftem Umfange eingestellt ist. Aber was bei der Kantloge. möglich ist, sollte bei andern Logen’ nicht. un<r möglich sein, und eine Abstandnahme voit der allein gerechten Staffelung dürfte erst dann.seitens , jeder Logenleitung gerechtfertigt erscheinen, wenn sie trotz energischer Bemühungen vergeblich versucht worden ist Von Interesse dürfte dabei sein, daß die Oroßloge die Einführung einer Staffelung in obigem Sinne offenbar nur als eine vorläufige Regelung in der noch immer .vorhandenen Uebergangszeit ansieht,idie also die Formalitäten einer Statutenänderung nicht'notwendig macht. ( i .... . 1 - - u . Ein in Der C1 Max Brod Gbei Von der Wuctti| und Ursprünge ganzen Werkes kann man sich keine machen. Der Verzweiflungskampf sehen gegen einen unsichtbaren Oer i ihn mit seinen geheimnisvollen mit einem geradezu unübersehbaren Beamten, Gebräuchen, Einrichtung^ lockt, festhält, verurteilt und tötet hof, der seltsamerweise immer nur altemsten, geringgeschätztesten Stäty bens, in einer Rumpelkammer, in von Vorstadthäusem usw. magische seines Daseins manifestiert, ei ne Behfljr der Held trotz aller Bemühungen untergeordnete, nicht einmal besoncjei Organe kennen lerm ... und denn jestät, die unwidersprechlijche, wenn zurückgedrängte Hoheit deis Gerichts mir die Worte aus. | Es |st nicht et dieser Roman mir fach Zeilen (Tage, anderes gefällt als seinem Bann lebe. efällt. Sondern focheif), in dener in denen ich Darm überkomm *) Aus dem Werk: Essays über zaitgenössi von Gustav Krojanker. Juden in der deutsche Wie Sei iriftsteller — — 1952. — Welt ichter Franz Kafka. r Kafkas ichkeit des Vorstellung eines Menibhtshof, der Vorladungen, Apparat von;n an sich Oerichtsden suben des Le- Dachböden Äußerungen ■de, bei der nur immer :rs honette dich die Maauch gern Hier gehen jwa so, daß gibt einmir nichts zöllig unter it mich die . 58 n Literatur«, herausgegeben Verlag, Berlin. Roman »Der Prozeß«.*) Empfindung wie bei Lektüre der wenigen, ganz großen Meisterwerke der Weltliteratur. Die Empfindung: dieses Buch genügt, Schluß, es braucht nichts mehr, nie mehr etwas geschrieben zu werden! Dieses Buch erfüllt den Horizont, den Weltraum, neben ihm ist weder Platz für andere Bücher, noch ein Bedürfnis nach ihnen. Bis ans Lebensende dieses Buch lesen, immer wieder von vom, wie ich einst Schopenhaue gelesen habe! Stumpfheit nur und Verständnislosigkeit kann neben ein solches Buch, jn eine Reihe mit ihm noch irgend etwas anderes stellen... Und wieder vernünftiger geworden,, sage ich mir: hier ist das Standard-Work der Gewissens zweifei geschaffen. Nicht nur reden und denken die Menschen Oewissensqual, — die ganze Szenerie ist Gewissensqual, di Hä yser,e Requisiten das Wetter, die Tage, (jedes Kleid an irgendeiner der zahllosen Nebenfiguren. 4. Und dennoch ist die Luft in diesem Roman so atembar, so rein! Sogar eine gewisse Behaglichkeit überkommt den Leser, so sicher fühlt er sich an der Hand des Dichters, der Hin ins Dunk i n Er sdvubt“ eben, aller Verzweiflung doch eine unendliche] ‘Hoffnung, ein unsichtbares Himmelsgewölbe gleich- «9 — V

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