Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Festneummer zum Ordenstage - Oktober 1923 (10.1923)
- Date
- 1923-10-01
- Page
- Seite 124 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6727475-6029115-6074569--0449-4867138- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
rialien übergroße Steine, kalter, weißer Marmor und pomphafter schwarzer Granit zum Ausdruck innerlichster Empfindungen wurden. Die Pflege der Tradition und künstlerische Werke ver* loren immer mehr an Werten und durch Zeit und Entwicklung begünstigt, trat an Stelle dieser künstlerischen Werte eine künstliche Aufmachung in den bekannten weißen und schwarzen Grabdenkmälern, welche für jeden Geschmack, für jede Grabstelie und für jede soziale Stellung im Leben Verwendung fand. Um die Wende des Jahrhunderts vollzog sich durch ein junges Geschlecht eine Geschmackswandliing, welche mutig den Kampf gegen das anspruchsvolle Unwesen, das sich auf unseren Friedhöfen breit machte, aufnahm; es entstand ein neuer Stil, zwar fremd ipi Wesen und innerlich nicht sp überzeugend, daß eine Abkehr in großem Umfange von den bisher beliebten Grabsteinen, welche den. Beschluß einer absteigenden Entwicklung bildeten, stattfand. Nach kurzer Lebensdauer,wich diese Strömung einer Entwicklung, welche wieder Freude an den Vorbildern der Vergangenheit fand; man wurde wieder auf Gediegenheit heimischen Materials (Sandstein, Muschelkalkstein), künstlerische Formen, einfache Gliederung, liebevolle Pflege der Schrift aufmerksam. Es kam hinzu, daß niben der Pflegje des einzelnen Grabsteines die gärtnerische Behandlung des Grabes und des F iedhofes impier mehr in den Vordergrund rücl ten. Es entstanden Friedhöfe, deren architekfoni;che Gliederung und gärtnerische -Auigestal ung sich zu jgroßen Wirkungen ergänzten, rend früher Schönheit der Friedh ganz natürliches war,, müssen heut und viele Vorschriften angewend^t um sie) erstehen zu lassen, sich eiifer Anwendung solcher Mittel nicht ablehnend gegen aber ohne Zwang wird selten diejenigen Schönheiten achten, Wähöfe e was alle A ittel wei|pen, Man künstlt iberste jemand welche uns fast verloren sind. Dieser Gesichtspunkt und das Bewußtsein, an der Erhaltur Werte mitzuarbeiten, wird riger Helfer und Förderer der Bi sein, qie Kultur der Friedhöfe Stätten halten. wieder zu erwecken und! zu * i g ethis schließlich ein strebufi und gen Graber- Die Einwirkung der klassischen Eine Anregung., von kr. Alfred Witte Schon seit längerer Zeit ist es mein Bestreben, klassische Musik dem Volke zugänglich zu machen. Ich gebe alljährlich, und zwar in Gemeinschaft mit meinen Kollegen,den Professoren Mayer-Mahr und Grünfeid, zahlreiche Konzerte, die nur für die breite Masse' des Volkes gedacht sind. Wir spielen alsdann die größten Werke der Kammermusik-Literatur! 1 Ich muß sagen, daß die Eindrücke, die ich von diesen Volkskunst-Abenden habe, wahrhaft erhebend sind! 'Es ist erstaunlich, mit welcher Andacht dort die Musik genossen wird. Einen ganzbesonderen Fall muß ich erwähnen: Als ich vor jahresfrist in Tempelhof einen solchen Abend hatte, wurde ich gebeten, die Ciacona von Bach für Geige-Solo zu spielen. Als ich darüber mein Bedenken äußerte, wurde mir von den Veranstaltern des Abends gesagt, daß das Musik auf grqße Volkskreise nberg-Berlin (Berth. Auerbach-Loge}. Publikum sicher auch diese für äußerst schwere KoSt verdauen wagte ^s also! Der Bleifall war derart daß ich heut noch m t Freuden dara Esi wäre besonders für dieeine schöne Aufgabe, derartige Aber Arbeitejr. einzuführen. Ich könnte die Großindustrie von Wolffen bei führen,1 Die dortige Direktion der g veranstaltet ,in diesem Jahre mehren Abende für Ihre Anges teilten. An spielenj wir die Kammermusikwerke Hbffentlich fallen diese Anrej; frtichtljaren Boden! . I spoi naive Zulji Würde, g n denk oßindu de für ils Be Eiitterfel i rpßen klass! dieslen Aben sphe den Beethovens, ungen auf '/ C \ iprer Ich itan, 4. strie hre spiel i„_ an- Wtjrke i — 124 -