Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 9/10 - September (9.1923)
- Date
- 1923-09-01
- Page
- Seite 82 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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r Uebersicht über die letzten Ereignisse j im Orden. Linderung der wachsenden Not und Wieder-. aufbau! Das sind die beiden Pole, um die das öffentliche und im besonderen auch das jüdische Leben sich dreht In unserem engeren Kreise hat sich ein erschütterndes Bild wachsender Not von Brüdern, Witwen und Logenangehörigen entrollt. Die Spende der tschecho-slovakischen Brüder, die in so rührender Weise für den Brudergedanken sich eingesetzt haben, hat gewissermaßen den Vorhang hinweggezogen, hinter dem schamhaft und tapfer der Kampf gegen das Elend geführt wurde. — Der Dank für die Brüder in der Tschecho-Slovakei muß ausgedehnt werden auf die Brüder in Oesterreich und London, die sich mit in den Dienst der Sache gestellt haben. Hochangesehene Brüder unseres Distrikts ringen mit widrigsten Verhältnissen, Witwen, und Kinder von Brüdern können die Erfordernisse von Krankheit und dürftigstem Leben nicht mehr allein tragen. Wenigstens einigermaßen und auf Zeit konnte in den uns zur Kenntnis .gekommenen Pallen geholfen werden. Nachdem der' Feriengedanke für Brüder in Ober-Rochwitz einen verheißenden Anfang genommen hat, wird seine Fortsetzung in anderen Teilen Deutschlands hoffentlich nur eine Frage der Zeit sein. Nicht minder wichtig oder vielleicht noch wichtiger ist die' Ausdehnung des Logenheimgedankens, der Altersheime auf ganz Deutschr land. Vorerst existiert nur das Berliner Logenheim-in Lichterfelde-Qst Es kann nicht voll ausgenützt werden,- weil bisher für frühere Nicht- Logeninsassen keine anderweitige Wohngelegenheit geschafft weiden konnte. Bei genügenden Mitteln in fester Währung wäre ein Anbau oder Ausbau ‘zu den bestehenden ca. 30 Zimmern um 30 bis 40, ja um 150 Zimmer möglich. Ein wunderbarer Oedanke, wenn man den stürmischen Andrang bedenkt, der den Logenheimen zustrebt, die Verzweiflung in Betracht zieht, die eine Absage hervoTÜft. Hier ist eine Aufgabe, die dem ganzen deutschen Distrikt für Logen und Brüder zufallen muß. Aber es darf nicht bei dem einen Logenheim bleiben. "Es sind mehrere in verschiedenen Teilen d.es deutschen Distriktes notwendig; da die Forderung unabweislich ist, die alternden Insassen nich zu entfernen. Die A von ihrem Familienkreise führung wäre möglich, wenn der ideelle Oedanke den ganzen de itschen Distrikt erfaßt, wenn sämtliche Logen mit sämtelbstverständliche liehen Brüdern es ats Pflicht Bruder Fjerienstellen, ansehen, mit angepaßten Spender! als Mitglieder des Vejefns Logenheint* dabei zu sein. Wenn alle Brüder — überzeugt von der Notwendigkeit — an der Durchführung des Oedankens arbeiten wollten, müßtb es möglich sein} durch die vorangehende Kran des deutschen Distriktes — eventl. mit Hilfe der auswärtigen Distrikte — einen Erfolg zu erzielen. < j Die Zeit erfordert, das soziale Oewissen der Brüder aufs schärfste zu wecken. Das' vortreffliche Beispiel, das ein kürzlich gegeben, den Maaßeranteil seiner reise für Logenzwecke zur Verfügung zu muß aneifemd wirken. Allerdings dürfen die Logen bei ihren! Unternehmungen nicht vergössen, daß es aucty eine Pflicht gegen die Oroßjloge gibt Es muß!einen merkwürdigen Eindruck hervomtfen, wenn seitens der Oroßloge reichliche Summen für notleidende Brüder und Logenfantilien übersandt werden, während auf der anderen Seite eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Logen ihrer Bejtragspflicht gegen die Oroßloge — teilweise bereits von^ 1. Januar er. he# — nicht riachkomijijt und so 1 eine katastrophale i Lage herbeiführt, i j Auch die Logen werden sibH bemühen müssenL! ihren Beitrag für die Oroßloge wertbeständig gestalten. Unser Arbeitsnachweis hal sich Jüdischen Arbeitsamt vereinigt Monbijou-Platz sollen i gekündigt werderi, 1 Es steht zu erwarten, daß die Jüdische Oen ieindc die Schreibstube in ihren Räumen Rosenst aße 2 unterbringen wird.' Berufsberatung wuijle in 343 Fällen für Knäbetj, in 190 Fällen füll Mädchen gewährt. 178 Knaben entstammte^ östlichen, 165 westlichen Verhältnissen. Bbi' den Mädchen war dies Verhältnis wie 87: 103 Diie Brüder — Arbeitgeber — werde i gebeten, idle bei ihnen frei werden den S eilen dem Arbeitsnachweis zu melden. B^i den Beratungen des deutsch jüdischen Komitees für Mädchenschutz beteiligten w r uns zu mit! fdem Die Räume am' \, 82