Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- Seite 67 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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I fau und Oberschlesien sprach Br. Kober, für Frankfurt a. M. Br. Out. reiche Worte farid rabbiner Br. Posner, stadt Cottbus die Ordens gedankenvoll Sehr schöne und sinnder Cottbuser Gemeindeindem er mit der Weber- W. B. E. - Tendenzen' des verflocht. Ferner kamen noch zu Worte: Br. Pinthus-Erfurt für Mitteldeutschland und Br. Ehrlich-Tilsit für Ostpreußen, den persönliche Jugenderinjnerungenmit dem neuen Präsidenten verknüpfen. Zuletzt nahm dieser selbt das WorLj üm in einer warmherzigen Ansprache allen, allen tiefgefülten Dihk zu sagen, die bei der Begründung der Adolf Kraus-Loge mit Tatkraft und Treue ihm zur Seite gestanden hätten. Er gedachte dabei der 24 Jahre zurückreichenden Entwickelung des Logengedankens in Cottbus, versicherte die Victoria- Loge als Mutterloge der dauernden Treue der Cottbuser Brüder und bezeichnete den Namen Adjolf Kraus' als Leitstern der neuen Loge. ■ ‘ Salomonski. Ober-Rochwltz — U Tage im Ferienheim U. O. B. B..— r Vom l.bis 15. Juni 19.23 besuchte ich mit meiner Frau das Ferienheim U. O. B. B. Ober- Rochwitz. Das Heim liegt auf einer Anhöhe, dicht am Walde, ca. i km vdn Dresden entfernt, das man von der Veranda aus malerisfch daliegen sieht. Die Stadt ist mit Hilfe der von Loschwitz lierabführenden Schwebebahn leicht zu erreichen. Der Weg vom Heim bis zur Schwebebahn dauert 30 Minuten. Er führt teils durch Wald, teils durch schöne und; saubere Dorfstraßen bei schönstem Ausblick - auf Elbe, Stadtpanorama und Höhenzüge. D|er »Weiße Hirsch« ist in 40 bis 45 Minuten äji errei:hen. Rings um das Heim, besteht die Möglichkeit abwechslungsreichster Fußwanderungen, mit mehr öder minder großer Steigung. Auch für völlig Ruhebedürft'ge bietet das Heim, der Garten und der. anschließende Wald angenehmsten Aufenthalt. Das Heim ist ein Tat gewordener Logengedanke, dessen .Wjert gar nicht hoch genug eingeschätzt werden Ibnn. Durch die Zusammenkunft von männlichen utjd weiblichen Logenangehörigen aus allejn Teilen Deutschlands wird eine Familiengemeinschaft hergestellt, die in solcher Form bisher noch niemals ermöglicht wurde. Eine zwanglose Annäherung durch Hausverkehr stellt sich ein, wodurch man sich näher und tiefer kennen lernt als sonst durch jahrelange Bekanntschaft. Tagsüber zerstreuen sich die Insassen zwanglos nach eigener Wahl in die Umgebung.’ Abends wurden besonders bei kühlem Wetter Familienabende eingerichtet. Es wurden kürzere und längere Vorträge über Ordensfragen, öffentliche jüdische Interessen u.dergl. ^gehalten. Im Anschluß daran fanden Aussprachen statt, sb z. Büber das Verhalten * in Geschäften bei antisemitischen Redewendungen u. dergl. m. Vorlesungen dichterischer Erzeugnisse heiteren und ^ernsten Inhalts wechselten mit Reisevorträge^ undeinem Vortrage über Strindberg, welch letzterer die Ursachen und Tiefen Btrindbergscher Psychologie beleuchtete. An einem Abend fesselten Rezitationen, die auf künstlerischer Höhe standen, die Zuljörer in besonderem Maße. Daneben , wurde Wert auf 'eine Ferienheiterkeit gelegt, die gelegentlich auch bis zum Uebermut gesteigert wurde. }:* Ganz besonders erfreulich ist es, daß das Bestehen des, Ferienheimes für die 'Dresdener Brüder-und Schwestern Veranfassungzu häufigen Besuchen ist, um sich von dem Wohle der anwesenden Logenangehörigen zu überzeugen und mit ihnen liebenswürdigst Fühlung zu nehmen. Die frohen Gesichter der Feriengäste .< sind der Fraternitas-Loge sicher pder schönste Dafik für das ausgezeichnete Werjr, das sie im Verein .mit den beiden andern sächsischen Logen .und dem Logenfrauenverband geschaffen hat, Dr. Alfred Gold schmldt. * ' * Um einer falschen Auffassung. entgegenzutrgten, wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß das Erholungsheim des U.’O. B. B. - Logenfrauenverbandes in' Dresden- Rochwitz eine Einrichtung ist, welche allen Logenbrüdern und Schwestern — an erster Stelle — 67 —