Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 39 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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t>r. Alfred Gotdschmidt Distrikt des Ordens Br Br. Großsekretär Ooldschmidt bereitete den Teilnehmern an dem Jubiläumsfeste denten eine besondere Freude u i Ueberreichung seiner Geschichte des Ordens B. B. Die Arbeit ertspringt einem von der amerikanischen Ordensleitung ausgehenden, primär aber bereits im Jahre 1913 von der Alleman a-Loge-Stettin in das Ordensleben gebrachten Oedunken, Geschichte des Oesamtordens zu auf die Geschichte. der einzelner Ein Hinweis auf Maretzkis des h-schw. Großpräsi» ld Ueberraschung durch des Deutschen Distrikts eine umfassende veröffentlichet, die sich Distrikte stützen soll. Geschichte des Ordens B. B. in Deutschland ist bei Besbrechurg der verdienst- Eiücherschau. Der Deutsche Bri ss (U. O. B. Bi) nicht zu umgehen. Madie deutliche Erkennung Maretzki kam seine!“ Ordens in Deutschland 1907 (zu schreiben, in . Br. Goldschmidt c h t qer Tätigkeit nd zwar sowohl in der vollen Arbeit des Großsekretärs retzki will in seiner Geschichte vorangegangener Tatsachen und ihre kritische Beurteilung bringen, desgleichen die Erklärung uncj Würdigung der ein wirkenden Persönlichkeiten, Wirkung und Ursache de) treibenden Ideen und die Verkniipfung des gesammelter) Stoffes mit der Tendenz des Ordens. ’ Aufgabe, die Geschichte des während der 25 Jahre 1882 bis einem 283 Seiten fassenden Werk^ nach will nur eine Gesamt übers des Deutschen Distrikts geben ul von Maretzki besprochenen Zeit von 25 lahren, wie über das Jähr 1907 hinaus,' d. h.'während! der vierzigjährigen Tätigkeit des Ordens'in Deutschland bis zum heutigen Tage. Ihm stehen hierzu nur 72 Seiten •zur Verfügung. Diese sowohl durch die Zeitverhältnisse wie durch die Eile gebotene äußerste räumliche Beschränkung macht eine Zusammendrängung qes Stoffes erforderlich, eine Kürze — ich kann n)cht sagen Schwäche — welche zugleich eine Stärke, ein 'Vorzug dieses Compendiums ist. Sie setzt den Lesjer jnstand, sich außerordentlich schnell über alles im Ordeii und fürjden Ordert Wesentliche zu unterrichten. M(t dankenswerter Kürze kann sich insbesondere der Neuling über die Gründung des Ordens in Deutschland, seinie Organisation und die Arbeiten der Großloge (vgl. Kapitel Großlogentagungen« und -Groitlogenschöpfungen ) unterrichten. Ich begrüße es, daß der »Akademiker Goldsjchmidt sich auch ^rotz aller Kürze mit gewissen Begriffen — Klarheit suchend —i erfolgreich abmüht, so mit der Frage des »Logengedan-t kens« überhaupt, mit der Frage, ob wir einen jüdischen Orden oder einen Orden jüdischer Männer bilden und dergl. Trotzdem das Geschichtswerk seiner Natur nach chronologisch ist, wählt der Verfasser zur Uebersichtlichkeit für einige Hauptfragen den horizontalen Durchschnitt, indem es sie in besonderen Kapiteln zusammenfaßt. Andererseits steht der Verfasser den Ereignisscnj noch so sehr nahe, daß er häufig eine Aufzählung der Tatsachen einer kritischen B sgründung, ob und inwieweit die Tatsachen das Ganze der Oifdensentwicklung zu beeinflussen geeignet sind, verzieht. Der Leser muß hier wohl oder übel innerlich »historisch mitarbeiten. Ganz besonders objektiv, fast ängstlichist -der Verfasser — zu meiner Freude — bei Besprechung der Frauenfrage«. So ängstlich, daß er sich im wesentlichen mit Hinweis auf die Beschlüsse der letzten Großlogentagung und auf die Literatur begnügt. Es hätte aber.doch - vielleicht die segensreiche Tätigkeit der Fratlen in ahn- -' licher Weise geschildert werden können, wie es Maretzk?, der in seinem Geschichtswerk nicht für die Gleichberechtigung der Frauen plädieit hat, tat. Völlig unbefangen find über der Situation stellend 1 beurteilt der Verfasser die Frage des Zionismus und das der Entwicklung entsprechende Einfühlen der Brüder—nicht der Logen — in den Zionismus.. Ebenso unbefangen und reffend sind z B. die Auslassungen 'des Autors über di^e Monatsberichte, über die »Subjektiven Grenzen«, wie ich sie n innen möchte, des Interesses, das der einzelne, den Veröff :ntlichungen der Logen und der igt oder entgegen bringen kann. Großloge entgegen brin Maretzki schließt S' Gedanken über dessen die Brüder zum Idealisin Logen, zur sozialen Arbni klingen. Bruder Goldscp einem »Ergebnisse« ül sammen, in welchem bindung der Menschheit diese Verbindung auf de •unserer Logen arbeitend kapitel ist nicht eigentlich unter Zitaten aus Jacobs in der Eignung ' des We)l sondern auch zu begeht des an erster Stelle für einzelne »Leistungen der gestellt. Es übersteigt di nebenamtlich« die Prot auch nur für den Zeitrau und kritisch zu lesen, wa erheblich ist. Darum hat virie Geschichte des Ordens mit Zukunft,» die in einen Mahnruf an us, zur Einheit der deutschen it und. Liebe zürn Judentum ausmidt faßt seine Darlegungen in Verschriebenen Schlußkapitel zuden Weckruf nach einer Verertönen läßt und uns, anfeuert, n Boden unseres Judentums und - zu erstreben. Dieses Schluß »historisch«, sondern »lyrisch* Traum eingestellt. Ich erblicke kchens, nicht mir zu belehren, ern, einen besonderen Vorzug Brüder geschriebenen Opus - * Maretzki hat für seihe Arbeit' alle Berichte und Protokoll^ sämtlicher deutscher Logen herangezogeif und in, besonderen Kapiteln behindelt, was die einzelnen Logen Besondere^, Abweichend -«, Bezeichnendes darboten! Ein ie solche Gründlichkeit war damals möglich, als die Zahl der.Logdn und ihre Aufgaben geringer waren. Bruder Goldsehmidt hat gleichwohl J Logen summarisch zusammene-Kraft eines einzelnen Mannes, akolle sämtlicher Lögen, wenn n seit 1907, daraufhin zu sichten für die Geschichte des Ordens J der Sonderausschuß der Großloge für geistige Intel essen auch beschlossen, d^ß die einzelnen Logen bezw, ih^i zur Berücksichtigung der wicklung der einzelnen Logen für die gemeinsame Ge schichte des Ordens in Protokolle selbst prüfen solltn: mit welchen geistigen Fragen von besonderer Bedeutung sich die einzelne Weise beschäftigt hat, Und gehenden Einrichtungen e korrespondierenden Mitglieder materiellen und geistigen Ent- Deutschland ihre Berichte und und die fragen beantworten s Loge in etwa hervorzoheßender. welche dauernden oder vorüber- oder Stiftungen die einzelnen Logen oder ihre Frauenvereine geschaffen haben (vergl. Mitteilungen der Qroßloge Nr. 8 von 1922 Seite 102.). 39