Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 27 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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seine Brüder schlägt. Rate des ßr. Bien an Das Titnendorfer»Jub!läJtn. E. F. »Seien Sie («sonders bedacht einenjMann zn berufen, welcher die notwendigen Eigenschaften besitzt, die Herzen aller zu gewinnen, und dessen Herz rückhaltlos für Dieser Wunsch in dem klugen die Repräsentanten der Oroßloge 1898 ging durch die dimals erfolgte ‘ glückliche Wahl des Br. Timendorfer zum (Iroßpräsidenten ganz in Erfüllung. Im Laufe seiner langjährigen Amtsführung erwarb er sich die Herzen aller Bundesbrüder, weil er die Liebe und Sorge für jeden einzelnen in seinem Herzen trug. Davon legte von neuem beredtes Zeugnis ab das Jubelfest, das Br. Timendorfer unter herzlicher und allgemeiner Teilnahme am 25. Februar feierte. Schon die voraufg tgangenen Tage seit dem 20. Februar — dem eigentlichen Tage seiner Wahl — brachten dem Jubilar Ehrungen und Aufmerksamkeiten in reicher Fülle. Die jüdischen Zeitungen würdigten das segensreiche Wirken des Br. T imendorfer im Ordern Bne Briss und für die gesamte Judenhcit in ausführlichen Festartikeln. Das hochwürdige Exekutivkomitee, der hochw. Ordenspräsident (Br. Kraus und Orden »Sekretär Br. Seelenfreund, sämtliche Distrikte des Ordens, die Logen- und Schwestervercinigungen, die Jüdische Gemeinde Berlin, verschiedene Organisationen und Wohlfahrtsinstitute stellten sich mit Glückwünschen und Depeschen ein. Liest man all’ diese herzlichen Kundgebungen, so wird jinan an die Worte Paul Lindau’* an Moritz Lazarus erinnert: »Sie besitzen die beneidenswerte Qabe, jedes Mal, wenn Sie mit dem Nächsten verkehren, Freude zu bereiten.« Weil Br. Timendorfer stets seinen Mitmenschen, mit denen er in Berührung kam, Freude (bereitete, so wetteiferten sie jetzt, ihn an seinem Festtage zu erfreuen. Unvergeßlich wird dieser Festtag all' denen sein, die ihn mitfeiem durften. Bereits die Arbeitssitzung des Oeneralkomjtees am Sonntag vormittag erhielt einen festlichen Charakter durch nachstehende Ansprache des VlzegroBpr&sldenten Br. Kuznltzky: Hochwürdiger Br. Oroßpräsident! Die heutige Zusammenkunft des Oeneralkomitees steht unter dem besonderen Zeichen Ihres 25jährigen Amtsjubiläums und erhebt sich damit zur denkwürdigsten und weihevollsten seit dem Bestehen der Oroßloge. Wer dereinst in der Oeschicnte unseres Distriktes davon Ilsen wird,, der dürfte sicherlich' glauben, daß am Präsidium der heutigen Sitzung ein Greis in Silberlocken gewaltet hat; »wir aber sehen Sie, liebster Br. Timendorfer, zu unserer größten Freude mit kaum noch angegrautem Haupte in' jugendlicher Lebendigkeit «die Geschäfte leiten und dürfen damit feststellen, daß die Ordensarbeit, der Sie sich in den langen Jahren mit beispielloser Hingebung gewidmet, haben, zum Jungbrunnen für Sie geworden ist. Wie nach der Sage Antäus aus jeder Berührung mit der Mutter Erde, so haben Sie aus der Betätigung als Großpräsident immer wieder neue Kraft und Lebensfrische geschöpft. Es ist nicht meiie Aufgabe, vor diesem wohlunterrichteten Kollegium ein Bild Ihrer hohen Verdienste um den Orden zu entrollen — das wird bei der festlichen Ver- > dadurch haben Sie, freudigen Sinne* habtnSie getan, weil Sie In je lern A neben tiefster Dankbarkeit Seiten, unwandelba re Treue anstaltung eingehin: erfolgen — ich soll mich hier nur darauf beschränken im Nämen des ganzen* deutschen Distriktes Ihneii hellen Dahk zu sagen für Ihr segensreiches Wirken: Ein : Leistung, wie die Ihrige, findet in der Geschichte des gesamt«^ Ordens nicht ihresgleichen, wird auch kaum jem t s von ejinem anderen erreicht werden, Damit etwas $o 0: valtiges geschaffen wird, muß eine ganze Reihe von Momenten und Qualitäten Zusammentreffen, die sidh will einmal, aber, nicht-oft vereinigt finden. Es gehören lazu nicht* allein ungewöhnliche Befähigungen, unermf l liehe Arbeit und größte Opferwilligkeit, nicht nur hohe ■ Idealismus und Entsagung an Vielem, woran Herz und N :i jung jju hängen pflegt, sondern vor allem ganz besonder« persönliche Eignung und'Autorität, die nur einem Auserwählteij gegeben sind.- In Ihrer Persönlichkeit, lieber Freund, jsind alle diese Eigenschaften und Umstände |in g li cklichdter Harmonie verbünden^ und estützt aller Brüder, die m nderbnre Leistung vollbracht. Und auf das unentwegte Vertrauen die schier unermeßliche Arbeit ugenblicke fühlten, daß Ihnen und Bewunderung Von allen a erwiesen wurde,- und daß die - Herzen aller Brücer Ihnen jederzeit Hebend /entgegenschlugen. > \ , - - Dieses schöne Ejewuß sein war die Triebfeder Ihres ' Ausharrens auf dem so verantwortlichen und sörgenvoilen Posten und gab Ißrteh zug eich die Kraft zur Bewältigung |e. D e Oröße und Bedeutung‘Ihres niemand besser beurteilen als ich selbst, dem es vei gönnt wjur, Ihr Mitarbeitei1 zu sein. Aus vollster Ueberkeugutig kanji ich darum sagen, daß, wer auch immer naeü IIinen den Stuhl des Präsidenten besteigen wird, driigjeid Ihres Rates und Beistandes begroße Werk fortsetzen zu »können, cht viersagen mögen, darum* möchte es Opneralkomijees herzlich gebeten dürfen wird, um las Daß Sie sich ihir nl ich Sie im Namen q haben. Danken sö» ich nur zusammenfiassen Ihnßn, und ich kann diesfcn Dank in dir uns alle beseelerftien Fürbitte, daß reicher Segen ai f Hißen und Ihrem Hause immerdar ruhen möge. Das tyalte jeine gütige, Vorsehung!. Tief bewegt utt I mit vön Tränen erstickter Stimme dankte Bruder Groß|>rasident; er erinnerte an den Tag seiner Silberhoch «eit, den] die Brüder durch die Beweise der Liebe und Anhänglichkeit zu dem schönsten und glücklichsten sein es Gebens gemacht haben. Auch Jamals sei es Br. Kuznitzky gi wesien, der durch seine warmherzigen . Worte im Naratjn des (Oeneralkomitees und des ganzen der Freude und des tiefen Dankes . bei ihm und seiner jFarßilie ausgelöst habie. In dieser Arbeitssitzung wolle er siqh auf wenige Worte beschränken und die gleiche Bitte an IBr. Kuznitzky richten,- die dieser an ihn gerichtet habe; auch Br. Kuzititzky möchte seine gründlichen Kenntnisse, seine reiche Erfahrung und seinen bewährten Rat c em Orden. nicht entziehen. 27 —