Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 23 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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er eine vielgestaltige und vielseitige ■ Wirksamkeit wünscht, so stellt er doch in seinen Ideen, Botschaften und Berichten jederzeit die Persönlichkeit des Bruders in den Vordergrund. Er r belehrt uns, daß es nicht nur auf territoriale I Eroberungen der Ausbreitung, sondern auf moralische Eroberungen ankommt, daß der Wert und Reiz des Logenlebens nicht zuletzt darin besteht, den Logenbruder als Menschen zu umhegen, nicht nur als Subjekt der Mitarbeit, sondern als Objekt ethischer Erziehung und brüderlicher Anteilnahme. Die unter den Nachwirkungen des Krieges notwendig gewordene Fürsorge auch für unsere eigenen Brüder hat unsere Opferwilligkeit nicht gemindert, söndem ' verdoppelt. Unser altruistischer Grundsatz,; nicht an uns, sondern selbstlos an andere zu denken, ist hierdurch nicht aufgehoben oder eingeschränkt, sondern erweitert worden. Es gilt nicht nur zu Leistungen, sondern zu Gesinnungen hinzuleiten. In seinem wundervollen religionsphilosophischen Buch zeigt uns Br. Dr. Baeck, wie Gestaltung und Erneuerung im Judentum über den jüdischen Glauben an den Menschen zu dem Glauben an die Menschheit führt. Es kann auch auf die Frage nach dem Wesen unseres Ordens keine tiefere Antwort geben. Br. Timendorfer betont den Begriff der Menschlichkeit als etwas Individuelles, Eigenes, fürs Logenleben Charakteristisches. ■* Er schwebt nicht im Purpur unnahbarer Wfirde unzugänglich in den Wolken* er steht nicht souverän jenseits der Dinge, sondern mitten im Ordensleben, dessen Puisschlag er aufmerksam belauscht und beachtet. Jn .seiner Jugend soll Br. Timendorfer die Absicht gehabt haben, Theologie zu studieren. Er ist ohne Ornat und Talar ein Prediger, Priester der Menschenliebe geworden. Der Logentempel ist ihm oratorisch nicht minder Resonanzboden als e$ die Synagoge' gewesen wäre. Br. Timendorfer mag weniger Klassiker sein als Maretzki in der doktrinärer; philosophischen Höhe der Rede, aber seine Ansprachen bringen die behandelten Ordensprobleme menschlich um so näher, schaffen lebendigen Kontakt, wirken um so unmittelbarer, sie greifen ans He^z, treffen das Gemüt, packen und erwärmen und ihinterlassen stets den Zauber des Persönlichen. Maretzki verbreitete Tim ei Erkenntnis, vertrat die Lehre Eifrig und auf das Prestig^ und außerhalb Kleinen. Br. persönliche Mai konstitutionellen rität gibt sich ni darum um so In der freundsch beigeordnetenlr s und des General Gefolgschaft bietet Br. Timeji beschränkung, Verständnis füi bindet. Er sag cest moi, »der sich mit Friedrifc! des Staates. Als der Gei das Schlagwort nach Aenderun|gi Preis rief, ließ freien Lauf um fügungen die dem Wege de davon zu übeijzi Hause aus Ordens ist, und esse läge, an heiligten Formeh Dabei hat Br. Ti punkt einer des Oeheimnisvbi Er trat eher für der Abgeschlos: iei Großlogenmona s für Brüder besji gänglich. Er wart von Schvjri gleichberechtigt» n Logen zu stimm großen Anteil als unsere wil ihrem Recht gei Zulassung auch glieder derGroßlfai handelt, deren gi ndorfer ihre Ausübung; Maretzki Time idorfer ihre Verwirklichung, siferst chtig ist Br.'Timendorfer des Ordens bedacht, innerhalb ies Ordens, im Großen wie im imendorfer trieb niemals eine i<Jhtpolitik. Er ist das Muster eines Gro Präsidenten. Seine Autoi :mals autokratisch und setzt sich sjicherer und entschiedener durch.' lafflicl »-kollegialen Zuziehung, der itanze n des Geschäftsausschusses komitees, die ihm um sq williger ten, je weniger er sie übersieht, dorfe ’ das Vorbild einer Selbst-* lie kluge Taktik mit objektive^ die Anschauungen anderer veTr nichi mit jenem König »fetaf Orden bin ich#, sondern, fühlt .4 wie seinen igen illen, :h den Großen als erster Diener >t dei Revolution aiich bei uns' der Demokratisierung prägte und;en jnd Reformen um jedeh Timei idorfer den Diskussionen brachte ohne autoritative Verläufer im Streite dazu, sibh auf Ben tungen und Aussprachen :eugeu, wie gefestigt' die von lokratische Verfassung unseres wenfg es im Ordenjirrterdurch Ueberlieferung geunc Einrichtungen zu rütteln, nenderfer den exklusiven Stand- Absonderung, den Nimbus niemals übertreiben lassen., eine Abschwächung des Motivs :nhei1 ein. Er machte unsere berichte, die ursprünglich nur sind, deren Familien zuyollzog Logenfeiern in Gegenesterr, wie er überhaupt der Zulassung der Frauen zu den end gegenübersteht und. einen - »aran 'hat, daß die Schwestern kommjenen Mitarbeiterinnen zu :1 mgen.| Br. Timendorfer tritt für von Nichtexpräsidenten als Mit- , •ge ein, sofern es sich um Männer [cwichti jer Rat auch ohne Freibrief 23