Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Br. Justizrat Auerbach-Köln: Unsere Familiennamen Br. Dr. Simchowitz-Köln: Der Eintritt der Juden in die abendländische Kulftir Br. Dr. Fröhlich: Was ist der Talmud, und was bedeutet er uns Juden von heute? Bn Expräs. BIumenau-Köln: Kulturfond Bri Rechtsanwalt Dr. Bruno Nathan-Köln: jüdische Mystik. _ Außerdem wurden regelmäßige Berichte: 1. des Br. Sc latzmeisters Benno Günther iber die geldliefen Verhältnisse" der Loge, 2. des Unterstützungsausschusses, 3. des geistigen und 4. des Geselligkeits-Ausschusses erstattet. Es fanden einige wohlgelungene gesellige Veranstaltungen statt, an denen insbesondere die Jugend zu ihrem Rechte kam. M. Koppe 1, prot. Setretär. Aus Amerik a. Di st riet No. Th ree Clironicle. August 1922. Das Blatt ist das Organ des dritten Distrikts /Philadelphia). Es ist außerordentlich reichhaltig und der Inha t ist nicht nur für den Distrikt von Interesse, sondern behandelt ethische urid 'völkische Fragen, die allgemein interessieren müssen. ' ' ' Die beiden .Hauptartikel Manners and Morals» {Manieren und Moral) von Rabbiner Israel Klein und »It’s not prejiidice, li’s business« von Harry R. Richrrrond behandeln das gleiche Thema, das auch diesseits des großen Wassers immer - wieder aktuell ist, nämlich «fas (der Manieren und des Auftretens. Da .sich die Judenschaft immer wieder aus dem Osten ergänzt, so müssen immer wieder die östlichen Sitten und Unsitten abge- «chliffen werden. - flies ist naturgemäß für die alteingesessenen Juden in allen Ländern schädlich, da für die Allgemeinheit ein -Jude wie der andere ist. Ein direkter Vorwurf wird im ersten Artikel alteingesessenen Juden gemacht, die noch immer nicht den richtigen Takt gefunden haben, im zweiten denjenigen neu in die Kulturwelt eingetretenen, die vermöge ihres Geldes sofort in den ersten Hotels wohnen nhd in die erste Gesellschaft pufgenommen werden wollen.^. Hierauf bezieht sich der Titel des Aufsatzes, derdie Aeußerujig eines Hotelbesitzers wiedergibt und in deutscher Üebersetzung lautet: »Wenn ich gewisse Juden in meinem Hotel nicht gern s^he, so ist das kein Vorurteil, sondern Geschäftsinteresse.« Ein weiterer längerer Aufsatz bezieht sich auf den Fall Kaplan. Kaplan ist ein junger Offiziersanwärter, der in der 'Fiottehakademie durch das humoristische Jahrbuch schwer beleidigt wurden indem ein ihn betreffender Artikel durchsichtige antisemitische Aeußerungen enthielt . Der Fall hat großes Aufsehen erregt. Eine über ihn im Senat der Vereinigten -/Staaten gehaltene Rede ist im Ghronide abgedruckt. t)er Verfasser des Artikels wurde schließ ich mit einer, schweren Rüge bestraft, die bei seiner Laufbahn immerhin eine nicht zu unterschätzende Strafe darstelit t Der Distrikt stellt sich die-Aufgabe, innerhalb des nächsten Termins zweitausend neue Brüder zu gewinnen und damit die Zahl von 10 000 Brüdern zu erreichen. Es ist wohl schon .oft auf diesen Unterschied zwischen amerikanischem und deutschem Logenwesen hingewiesen worden* wobei gewöhnlich gesagt wird, daß der amerikanische Betrieb extensiv, während der deutsche intensiv ist jedoch gebt die amerikanische Loge durchaus nicht auf allein zahlepm i Wir fern lausend die int sind.! ßiges Anwachsen aus. Im Programni heißt .es: uchen nicht zweitausend Brüder, sondern zweigjute Brüder. Wir brauchen zweitausend Männer, (den Bne Briss sein sollten, es aber poch nicht Oi Der Distrikt unterhält in Erie ein Waisei Chronic ei vyird zu einem Ausfluge eingeladeji, dieses) Waisenhaus besucht werden soll, ladung neißtes: »Ein Sonderzug aus Stahlwagj^ Klasse, kiit Speise, Raucher- und Gepäck Brüder,! Verwandte' und Freunde nach Erie Der Zdg passiert neun Städte, um überall aufzune imen. Die -ganze Fahrt hin und zu 3 Dollar 3. ln Erie ist ein großes Programm von Loge vorbereitet — Ich erwähne diesen Ausjl;rikanischen Note, die aus ihm spricht , Dr. Fritz Wt der am Ah ►The der amerikanischen Zeitschrift ndex« fherausgfegeb. vom Vorbereitenden mhaus. Im bei dem der Einions erster igen wird bringen«. J Mitreisende rfück kostet dortigen ug wegen der teuer. Komitee für einen amerikanischen jüdischen Kongreß).! New York, Juli 1922. Nr. 4. Aus dem Leitartikel übermittelt von Br. Dr. Fritz Wiener: D^r jüdische Kongreß, der eine dauernde Einrichtung sein soll, ist Ende Juni zum ersten Male zusaipmengetreten. Die Arbeit des Kongresses besteht zunächst aus zwei Hauptpunkten, der Bearbeitung politischer Fragen und der sofortigen Organisation zur Aufnahme und Aufrechter haltung der Verbindung mit den einzelnen nationalen Gruppen. Unter den Themen der bisherigen Kongjqß-Sitzungen fällt die Besprechung jüdischer Immigranten-Niederlassungen in Mexiko auf. Es häben Besprechungen mit mexikanischen MinisjtUm in dieser Richtung stattgefunden Auch in anderen Ländern, wie Chile, Peru, Argentinien wurde Ausschau' nach Niederlassung|smöglichkeiteij gehalten. Hierauf bezieht sich auch eine Notiz auf der vierten Seite, wo eine Aeußerung Israel Zartgwills über lein mexikanisches Angebot wiedergegeben 'i — io —