Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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verschiedene Preisausschreiben veröffentlicht, darjunter vier Preisarbeiten .Ober die »Friedens* pflichten der Nationen.« Das Thema des Preisausschreibens der GroBloge im Frühjahre 1917 lautete: »Welche Richtlinien werden sich nach dem zu erhoffenden Friedensschlüsse die einzelnen Staaten zu ziehen, haben, um an ihrem Teil im internationalen' Verkehr die Grundsätze der Gerechtigkeit, Menschenliebe und Duldsamkeit zur Geltung zu bringen?« »Durch den Verlauf der militärischen und politischen Ereignisse« — so heißt es in dem Vorwort der Großloge zu den Dezember 1918 im Verlage Andreas Perthes,. Gotha erschienenen Preisarbeiten — »hat die Beantwortung gerade der Frage nach den Friedenspflichten der Nationen heute entscheidende Bedeutung gewöhnen, hängt es doch vor allem von dem Verhalten der Nationen zueinander ab, ob die Völker der Welt sich auch im Frieden' weiter in Haß und Eifersucht verzehren oder einer großen und freien gemeinsamen Entwicklung enfgegeosehen wollen. Wir hoffen, daß das vorliegende Buch zusammen mit dem im Vorjahr im gleichen Verlag erschienenen »Friedenspflichten des einzelnen« seinen bescheidenen Teil dazu beitragen möge, den Geist der Gerechtigkeit, Menschenliebe und Duldsamkeit auch in der Weltpolitik durchsetzen zu helfen.« Der Same des Friedens und der Gerechtigkeit, den wir mit vielen andern auszustreuen uns bemühten, hat leider, wie die neuesten Ereignisse beweisen, den gewünschten Erfolg nicht gezeitigt. Und weil wir uns in unserer Hoffnung getäuscht sehen, empfinden wir, wie alle, die eine Völkerversöhnung anstreben, diesen neuen Rechtsbruch um so schmerzlicher. Nach unseren Satzungen beschäftigen wir Bne Briss uns nicht mit Politik. Dagegen werden wir uns mit den Opfern befassen müssen, die eine unglückselige Gewaltpolitik von neuem geschaffen hat. Die Besetzung des Ruhrgebietes hat über das schwer geprüfte deutsche- Volk neue schwe e Not gebracht. Die Verarmung nimmt Tag zi Tag zu, die Unterernährung schreitet vou fort und m t ihr das Kinderelend und die Tuberkulose ir^ den Weitesten Schichten der deutschen Bevölkert mg. Es gilt nun, dieser Not zu stei em, dieses neue über uns hereingebrochene Elend zu' linc erjn. Darum hat der geschäftsführ *nde Ausschuß der Großloge in seiner gestiigen Sitzung i beschlossen, alle Brüder unseres Distrikte!! aufzufordem, Herz und Hand zu öffnen und in denverschiedenen ks ufmäntiischen, industriellen ind anderen Wir t s c h a f t s ve r b ä n d e n vorbildlich zu wirken, reichlich zu geben und anderQ zum Oeben zu veranlassen. insbesondere wird unsere Hilfe den schwer bedrärjgtjen Ruhrdeutschen gelten, den wehren Opfert i «jler Verfolgung. Ein jeder einzelne von uns trrge nach Maßgabe seiner Kraft zum allgemeinen »deutschen Volksopfer«bei, ein ßrruder helfe 'dem andern, ermutige ihn in seiner bedrängten Lage und jrufe ihm zu: sei stark! Eine neue schwere Prüfung ist über Deutschland heriungebrochen. Durch gemeinsame Arbeit und jeineinsame brüderliche Hilfe werden wir auch diese Prüfung glücklich überstehen. Und diese neue Prüfung wird — so hoffen wir — viellei« h; ein wenig den konfessionellen Hader, den Parteizwist und die Klassengegensätze aus unserer Mitte bannen und uns stark machen im Dulde i und Ertragen gemeinsamen Leids. Audi dürften diese neuen politischen Ereignisse Öffner, eines wicke die Ri al ein VH en friedlich gesinnten Völkern die Augen um einzusehen, daß man das Schicksal großen, schwer leidenden Volkes nicht in die Hind weniger-Chauvinisten legen dürfe, daß man \ ieImehr im Interesse einer friedlichen Entu ig* bemüht bleiben müsse, Frage hrbesetzung, die fast für die ganze weit fon weittragender Bedeutung sind, cerschiedsgericht Berlin, 26. Jan. 1923. entscheiden zu E. Fin durch assen. JacobsIeHer-I.oge. Mit einem Sündenbekenntnis muß ich diese Ausführungen beginnen, mit einer Selbstanklage. Wie so oft im Zug der Jahre, und nicht nur bei unserer großen Sündenbeichte, muß ich an hat die E rust schlagen — dieses Redebild fi e Sprache dem jüdischen Zermoniial ent- 11 wie so manches andere eine N achprümeine i deutsi F normt e fung 1 yürde überraschende Ergebnisse bringen —