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Der Orden Bne Briss · 1922-11-01 · Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922) · p. Seite 138

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922)
Date
1922-11-01
Page
Seite 138 (sequence 16)
Language
German
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einfe Loge zu errichten. Ihre Leitung ist dem hochangesehenen Bertram Benas zugedacht, welcher heuer zum Präsidenten der »Literarischen und philosophischen Gesellschaftt in Liverpool gewählt wurde. , - Leider treibt auch in dem freien England der Antisemitismus-seine giftigen Blüten. Daß den Juc enfeinden der jüdische Vizekönig von Indien, Lord Reading, und der Staatssekretär für Im ien, Ed winMontagu, ein Dom im Auge sind, nimmt uns nach unseren Erfahrungen mit de n Verhalten ihrer deutschen Gesinnungsgenossen gegenüber Walther Rathenau nicht wunder: Montagu, der si£h freilich durch Veröffentlichung eit es politisch gefärbten Briefes des Vizekönigs eine Taktlosigkeit zu schulden kommen ließ, hat bereits seinen Abschied genommen. Aus Amerika kommen allerlei erfreuliche N: chrichten. Die^B’naf B’rith News« verzeichnen vo I Stolz die Annahme einer das Palästinamitndat Englands gutheißenden Resolution im an lerikanischen Kongreß trotz des Einspruchs de r extrem liberalen Rabbiner und der Orthodoxen sti engster Observanz. Sie geben ihrer Genugtu mg Ausdruck, daß eine Flugschrift von M r. L wins.onin Chicago »Fort mit den Kriegen!« vcn der Regierung als »Senatsdokument Nr. 115« veröffentlicht wurde. Das Ordensorgan weisit d< rauf hin, daß es zu allen Zeiten Juden gew»en sind, welche in Wort und Schrift die Forderühg »Nie wieder Krieg!« vertraten, von d< n Propheten unserer Bibel bis auf Bloch, der dert Zaren Nikolaus 11. zur Verkündigung seines Abrüstungsvorschlages und zur Haager Konferenz veranlaßte, bis auf Fried und Ajsser, die Nobelpreisträger für FriecLensproganda, und L u b i n in Kalifornien, der den eltfrieden auf einer internationalen Gesellhaft zur Verbreitung von Bodenkultur beenden will. Dieser Philanthrop hat die , erikanische Wohltätigkeitsaktion zum vorläufigen Abschluß gebracht, indem er die aufzubringende Summe aus seinen Mitteln auf 11 Millionen Dollars abrundete. In der Berichtszeit feierte die Oan Eden-Loge 'in Terre Haute (Indiana) ihr fünfzigjähriges J ibiläufn. Von den Brüdern, die damali (1872) i m einen Freibrief baten, ist nur noch Br. J o n a s S t r a u ß am Leben. __ Dieser war am Jubiläumst ige Gegenstand herzlicher Ovationen. Im Oegensatz zu den Logen, deren Mitgiiederzahl sich ständig vergrößert, haben die stchs Logt n in San Francisco sich anscheinend so veiri igert, daß nunmehr eine Loge für die taue« nd Brüder B.B. als ausreichend erachtet wird; es s nd die Logen: Ophir, Pacific, Roosevelt, Ook enes Tor, Montefiore und California. (Eine Montefiore-Loge gibt es außerdem in Buffalo, N.Y.) Die übrigen Logen am Stillen Ozean entwic «ein sich glänzend, z. B. die Los Angeles-Loge, die jetzt 2000 Brüder umfaßt; im abgelaufenen J ihre hat sie allein um 800 Brüder zugenommen. Ein schönes Mittel, brüderliche Gesinnung zu betätigen, wenden neuerdings die ameril anischtn Logen an, indem sie in corpore auswärigen Logen Besuche abstatten. So besuchte die Amos-Loge in Boston in der Stärke von 35 Brüdern die Brockton-Loge. Die Arnos-Loge sah bei einer ihrer, letzten Sitzungen den O berstaatsanwalt des Staates Massachusetts,J.Weston All:n, als Gast bei sich und erfreute sich an seinem geistreichen, zeitgemäßen Vortrage. Gleichfalls aus seiner Praxis brachte Richter S. Martin in;iner Sitzung der Toledo-Loge eine Menge fesselnder Einzelheiten zum Vortrage. In derseiten Toledo-Loge sprach der Direktor eines über ganz Amerika verbreiteten Großbetriebes über das Thema: »Elf Gründe, warum die meisten Menschen Mißerfolge haben.« Diese Einladungen an hervorragende Mitbürger beweisen, daß die amerikanischen Biüder Wert darauf legen, die nichtjüdische Außenwelt für das Wesen und Wirken unseres Ordens zu inte ressieren. Daß sie hierzu vornehmlich Jur isten wänlen, kommt daher, weil diese Herren vielfach Angehörige des1 Judentums beruflich von einer sehr ungünstigen Seite her kennen leinen: zeigt doch die Kriminalstatistik der Juden einen erschreckend hohen Prozentsatzl Das ostjüd sehe Element, aus dem sich diese Bestraften fast ausnäh imslos zusammensetzen, scheint demnach die Beschränkung ihrer Einwanderungsziffer au1 eine Norm von drei Prozent zu rechtfertigen. Der am erikanische Senat hat die Gültigkeitsdauer dieses Beschränkungsgesetzes bis Juli 1924 verlän jert. Wir verstehen nur zu gut die Bemühungen der amerikanischen Logen, die Einwanderer so iis:h wie möglich zu »amerikanisieren«, d. h. üb;r die elementarsten Pflichten eines anständigen Menschen und guten Bürgers zu belehren. 138

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