Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922)
- Date
- 1922-11-01
- Page
- Seite 125 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Berlin, November-Dezember 1922. Nummer 10/11. ) —\ fp __ für ^Jsutjttytan^EQI »-&&&! t €tgtm Hering Der «roBlog:. » 1 Cßingffraarner Bcrsin. . Jnreau: 80 62, mrt<iadf 12 tojljon: £mt p^oto 4619., Holirditdttoiitifl: Jrrttn.tößijb adibruth räuitltdjer Brttkel aue toteren SHttrtlunßen torrboten. ■ » Inhalts An» der »Schule der v Duisburg-Loge zur Aut dem Verbände Weisheit*. — Jahrzeitts Iftungen. — Nochmal« Beelitz« Von ifldi-cher Wohlfahrtspflege; — Installation d Tfcue. — Aus dem Büro der Oroßloge. - Aus den Logen d'S Vltf. Distrilps. — Aus Amerika^ —- Bflkhe'Mhau. rr Fraueavereinigungen (Oegenwarjsforderungen. — Chanukah und PilegsctaafO. - Mitteilungenj — Oedicntrusbuc Aus der »Schule der Weisheit«. Von Er. Rabbiner Dr/ D i e n e m a n n - Offenbach a. M. (Hermann Cohen-Loge). Von einem. Aufsatz und einem Versuch sei V hier erzählt. Von Keyserling in Darms einem Buch des Grafen adt War in Viesen Blättern schon einmal die Rede, im Juli-August-Heft 1921, seinem »Reisetagebuch eines Philosophen«, als dem Verwundern Aus iruck gegeben wurde, daß in ihm, obgleich ganz und gar religiösen Problemen gewidmet, vom Judmtum kaum die Rede sei. Da ist es denn eine Ehrenpflicht, nunmehr von einer Aeußerung desselben Autors über Judentum Kunde zu geben, die nicht alltäglich ist. Im 4. Heft seiner Zeitschrift »Der Weg zur Vollendung« »bespricht'Graf Keyserling Baecks Buch »Das |Wesen des Judentums«. Und an der Hand des Buch:s und unter dem starken Eindruck, den es auf ihn gemacht hat, entwickelt er nun seine Gedanken Ober das Judentum und die Tatsache der Erhaltung des Judentums und der Juden; und eben diese Gedanken sind höchst reizvoll zu lesen. Nicht daß man alles dabe unterschreiben könnte, es ist manches aus einem anderen Gesichtswinkel gesehen, als wir ihn haben, und dennoch ist das Ganze erfreulich. Man nehme nicht zu tragisch, was er einleitend zur psychologischen Erklärung des Antisemitismus sagt; er faßt ihn als eine physiologisch-. biologische Selbstverständlichkeit des dem Jud< n r rassemäßig Fernstehenden, und di^se Definitio i, die von dem nicht philosophisch Geschultengrün 1lich mißverstanden werden kann, werden wir ste s zurückweisen, man kann sich z. B. auch nie lt denken, daß Lessing je so gesprochen hat e, aber es ist in heutiger Zeit schon Viel gewonni n, wenn dann weiter fortgefahren wird, daß es töricht ist, den Antisemitismus zu einer Weltanschauung zu erheben. Dagegen kämpfen, wir ja, - und das ist der-innereSinn unseres Protestes geg en dieRassentheorie derGermanomanen, daß hier i us dem Antisemitismus eine Weltanschauung gemacht wird, die in aller Lebensbetätigung z im Ausdruck zu kommen hat. Und was dann we ter über die Juden folgt, muß jedem ernsten Ju< en neue Antriebe zur-Betätigung seines Judentums geben. »Die Juden sind zweifelsohne das t Is Beispiel wichtigste Volk der bisherigen ' 3eschichte. Sie allein haben von der Prophe en- , zeit ab in ihrer Eigenart durchgehalten; 'sie al ein sind weder ausgestorben nocji degeneriert; sie sind das höchstgezüchtete aller Völker in be mg auf Willen und Verstand. .... Welchen aß* r . 125 —