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Der Orden Bne Briss · 1922-06-01 · Nr. 6 - Juni (6.1922) · p. Seite 79

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 6 - Juni (6.1922)
Date
1922-06-01
Page
Seite 79 (sequence 15)
Language
German
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Nicht' di# mddemet, von1^ AedßerßChktiten abhflngende^ sondenl die hmere Stfbettiidigkeit.“ Wu M neöhl dthwerer, wernr itaatt «jn jtagttng1 ist; iw KrfeUe sbrFraunde ejneZigwre zu rauchen oder1 sie afchtza rauche»? JE* nicht nt Mn, ttt sicherlich die' wahre Selbständigkeit, aus. der iSelbstbeherpKhtmg _ geböaew, die auch .durch Spott nicht 4u emehflttetn ist, wenn eie aus innerer Freudigkeit geübt wird, -r* Gerede unsere I jetzige Zeit bringt-fnericwOzdtge Auswüchse des \ Selbständigfceitegelftfcts mit sieb/ i Viele junge { Leute mehie* sie seien schon gern selbständig; J wenn, sie-ihr Taschengetdjnicht mehr von, den Eitern erhalten und ItiBgrtich auf eigenen Füßen stellen. Soitte es d» nickt tmbedingt ertöntet* lieh sein, ihnen begreiflich..zu matiheb, daflktie Selbständigkeit nicht deshalb erstrebenswertst, um stdrseibst jeden Wunsch erfüllen zu können sondern um die Freude an nutzbringender Arbeit keimen zu lernen und ein inneres Kraftgefübl zu wecken. Mantnuß ihnen zn.bedenkengeben, daß die wahre Selbständigkeit wohl kaum in der pekuniären Unabhängigkeitn bestehen dürfte, sondern daß es weit wichtiger ist, ein selb-. ständige» «Herz zu haben, unabhängig von jeder spöttischen Miene, jedem albernen Qerede. — Schon des Öfteren habe ich von Eitern den mutlosen Ausspruch vernommen: Erziehung ist nichts, die Kinder wachsen einem doch über den Kopf, und man wirkt nur altmodisch. Oder ich hörte sogar die für erwachsen geltenden Kinder sagen: Alle Erziehung ist'überflüssig, der Mensdh entwickelt sich doch jeder nach seiner Persönlichkeit, da soll man nicht künstlich oder gewaltsam zu hemmen versuchen* .— Es gibt nun nicht* Lfcbarllcherevals wenn jemand zu Felde zieht gegen Feinde; die gar. dicht da sind, oder gegen Grundsätze und Ansichten, die kein vernünftiger Mensch hegt Heutzutage vertritt wohl niemand mehr den vomrlflirhsn Standpunkt des bTlha&r tTehgrSPfts; WO Tftfft Tjimffiirg der Beruf einfach zpdiktiert y/ird, dea Mädcheb^dtÖ Mann heiraten muß, de» dte fitem ihr ausgesucht- ^Ajser,. -nr.Jn.0er CttgdiiMjt IstÜti'Einklang mttdeib Geist der Zeit, an Steile der starren Strenge vielfach dem .yStohgEhinUareB. der Kiryf«reln übergroßer Sptefemnif zu ge standen worden 'Wehi'gedeihen die Bäume des Waldes, die, niemand begießt, ni&tSnd an dn stützendes zu> jau«epdoq zJ^roatfatätiacber Höht, aber unter dieseir Vid*» gibL ee «tfeh tmuSkUgu! recht knöpfe*; . hNHfttofe vederfppdter, die durch eine stützende. JrtaiiA ¥<rbesaatV ueredaMr werden knmdwii>Mm. kmu aus einer Eiche keine .Buche anfehen» objwift wenig * wie wk aus -einem Duchmiusm hehieti Heiden zu formen vermöge* aber hie und, <fe nachhelfen, verbessern,.da# können wir, r^'uicbi den Charakter; oder -Neigungen und ,Trieb« in das Gegenteil veawandejik wohl .abe«, veredeln, in' die rechten Behqen Jenken, , mäßigen und'auch fördern. Wir «tollen und können ufcht * neue Anlagen schaffe* ns ist .aber dock da großer Unterschied,., ob wh 'tffl« vorhandenen brach Uegen lasse* ifareituiihtidung dem Zufall überlassen, Oder ob wir sie pttnnMtßig kutth vieren, rr. ,Des NcMigsta ist tfocbjwohi, jttn Zwang bdzubehaNen, aber ihn. nicht nur..äuß«rlich wirken zulassen, in bedingungslosere]*- horsamsforderusg;. sondern ihn in, das Innere der Kinder zu verlegen. Nk&t nur für dm Erzieher ist dies besser, d* eine gewalttätige ’ Menschenbehandiung den am meisten schädigt, der sie ausübt und ihn tyrannisch werden ttßt, sondern auch für die wirkliche Erziehung der Kinder. Wahrhaft erziehen,; beißt Kräfte wecken und nicht Kräfte töten. —• Für das wirkliche Leben ist diejenige Erziehung r die einzig richtige Vorbereitung, weiche die freiwillige Strenge der Kinder gegen, sich selber weclft, denn sonst reicht di« Erziehung nur so weh, wie der Aufenthalt in» Elternhaus, «ndkownen die jungen Menschen in die:Fremde, so stehen sie den Anforderungen des äußeren wie des inneren Lebens hilflos gegenüber. Strenge .und Festigkeit gewiß, —- aber dte Kind Soll , sie selber wollen und begreifen, damit es von Streng^ und . Festigkeit utpgebeu . «ei, such wenn es unbewacht vo« Eitern upd Erziehern iah Wir sieben also vor dp Aufgabe, (fes.vcyi - der frentf;li«raii wachsenden Jugend- - geforderte $ichs«ttater*iehen durqh Einwirkungen zu unter- *- stützen»weiche einen, dueniden Wert für daai Leben besitzen, indem wir das. eigene Denken * des Kindes ffir .dJeL natwendigen V^ -Gebote; m gewfenen verstehen, damit die Erziehung rdoht nur anleme, «ondsna dteoigenen, besseren Kräfte »hereusziehe«. Eine sehr in ha* Spruch genommene und dadwdr rettbare Mnttac wird die Kinder nur an vor» Uwwi aelbat durch-

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