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Der Orden Bne Briss · 1922-06-01 · Nr. 6 - Juni (6.1922) · p. Seite 78

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 6 - Juni (6.1922)
Date
1922-06-01
Page
Seite 78 (sequence 14)
Language
German
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6t wuNr äitttr Kakrik ineWM MUreTawüte /•*«* «rar m afca 4dr»a Frau Kn mm L »wj, Sttttm, Bhmkatkatr. fO, trMtn. •mnmum*»»mnlBti+<<m<imumumumwmn+um»m>,mnmHmum»+»m** Es gibt Leute, die schon bei dem bloßem Wort »Erziehung« spöttisch liebeln und des bekannte Wort zitieren; »Wir haben uns ata früher selbst erziehen müssen, so sollen es unsere. Kinder ruhig auch tune. — Nicht zu leugnen, eine bequeme LebenssuHassang, die sicbspOer aber auch meist mit völliger Innerlicher Verein« -samung rächt, wenn die Kinder flügge geworden sind and dank dem Beispiel der Ettern nur an sich und hre eigne BeguemNcMceit denken, Freilich; erziehen verlangt Zett und betti freodigeStinnRua$ und es ist keine (deine Aalgabe, Kinder gut an« zu leiten, viele Jahre lang mit stets gleicher Ausdauer beobachten and ermahnen, erinnerte und stützen, immer streng und doch Kebevofl sein, nie müde werden, auch wann kein Erfolg sichtbar ist Tausendmal leichter ist es, in der Stunde der Begeisterung eine große Tat voflführen, als Tag für Tag ungezählte kleine Mdben ertragen, Jahrzehnte hindurch Kinder zu pflegen, anzoleiten, zu heben und za veredeln. Und dos ist das Arbeitsfeld der Matter, denn obwohl sie vom Vater versi&ndmsvoü unterstützt werden muß, wenn sie Erfolg erhoffen sott, so ist der Vater doch durch den. Daseinskampf meist zu sehr mit Arbeit überlastet, um sich ganz intensiv der Erziehung des (deinen Menschen du widmen; denn nichts ist so ermüdend, ist so anstrengend, so aufreibend wie das Erziehen, uftd Mütter die es für gewissenlos halten, ihr Kind auch nur stundenweise fremden Leuten zu überlassen, enoattea bald, qdHen sieb m übergroßer U&e, bis Ihre Krittle verbraucht sirid, und sie den Kindern nickt mehr das geben können, was sie am nötigsten brauchen; Hilfe und Veaflhkdnfe. — Nicht das tartwähreode Zusammensein ist den Kindern notwendig, sondern das rechte Verstehen, auf dem sich das ■kindliche Vertrauen aufbaut,' das Gefühl: die *) Die Verfasserin legt teert darauf za bemerken, daß der Anhatz in Form eines Vortrages gedacht ist, wofür er ursprünglich mich aogefertigt war. D. Red. Erziehungsfragen/) Von Schw. Lyäfs fltmTet —; Magdeburg, nriteMehen Hauptspaß, sei es in verläßlichste Stütze ist immer da, wenn es kotwendig *stj Hingegen ist es dem Kinde eher schädlich als dienlich, wenn bei dem täglichen Spiel die Mutter stets zugegenist; Die Mütter sind wohl z j zählen, die-alle Kimderstreiche nibig ^können, und die den Knalleffekt, den nicht gerade zu schänden machen der Sorge um Arme und Beine ihrer SprtßUnge, J sei es durch die Furcht, die Löcher in den Hoden der waghalsigen. Kletterer wieder flicken zu müssen. — l Eine sorgfältige Erziehung ist noch lange nicht immeeine gute. Wenn man einer BltiMe, die das Trockene liebt, d(e sorgfältigste»Pflege einer Wasserpflanze angedeihen läßt, wirk *1* doch za Grunde gehen. Audi bei der Erziehung reichen guter Wille und Sorgfalt nicht hin, es gehören auch Einsicht, Oeschick und Energie dazu. —; ' ,f Die oberste Pflicht ist wohl, den Kitt dem strengste Selbstbeherrschung anzuerziehen, Atrien die Freude an kleinen Selbstkasteiungen. befzubringen, I womit nicht früh genug begonnen werden kann? Wenn ein Kind sich einmal erst selbst etwas versagt, sich selbst beherrscht hat; wird’ es scj stolz auf seine Widerstandskraft Sdn, daß es strahlend weitere Versuche macht,! z. B. bei einem!Fall nicht zu weinen,■ beini Zahriirzt tapfer zu tHeiben, nicht jeder Ermüdung nach; zUgeben, s eh gegen Kälte nicht zu verweichlichen/ Derartig ingdehete Kinder werden auch später nfdit von jeder Verstimmung und körperlichen Schwäche abhängig sein, werden sich Ätimer ihre Freiheit erobern und etwas /Ttfeht^gCS Ihr Leben vollbringen. Es gibt gar nichts Widrigeres für den Mintechen, als daß er so früh wtentttg- Ifch lernt,1 von der Macht seines Geiste^ Otter den KÖrp:r ausgiebigen Oebratfdi zu machen und den Körper an Gehorsam zu gewöhnen. Eng verbunden mit der Selbstbeherrschung ist dann ganz von selbst die Selbständigkeit. 78 -

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